Dragon's Eye schwafelt nicht lange herum, sondern kommt direkt zur Sache: Ein Drache bedroht die Welt. Euer Job ist es, das Viech aufzuhalten. Dazu müsst ihr drei Tempel aufsuchen, magische Schwerter abstauben, dann in ein verwunschenes Schloss vordringen, wo alles auf die Probe gestellt wird, was ihr auf eurer Reise gelernt habt, bevor ihr schließlich gegen den Lindwurm höchstselbst antretet.
Unterwegs bekommt ihr es mit haufenweise Feinden, Fallen, Sprungpassagen und kleineren Puzzles zu tun. Großartig viel Story solltet ihr euch nicht erhoffen. Das große Finale ist noch in Arbeit, weil Early Access, doch was bereits drinsteckt, hat uns beim Spielen großen Spaß gemacht.
Man sollte dennoch realistische Erwartungen haben, immerhin stammt das gesamte Spiel von einem einzigen Entwickler. Nein, keinem Studio. Ein einzelner Mensch bastelt das Teil, nämlich Rod Moye, der zuvor das Kerzen-Jump'n'Run Candlelight veröffentlicht hat.
Er weiß also, wie man Spiele im Alleingang fertigstellt, außerdem hat er bereits drei Jahre Arbeit in Dragon's Eye gesteckt. Wir müssen uns keine allzu großen Sorgen machen, dass das von Zelda und Fable inspirierte Open-World-Abenteuer im Early Access verpufft. Und das ist auch gut so!
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Der Autor
Hey, Listen! Neben offensichtlichen Titeln wie Ocarina of Time oder Breath of the Wild spielte Sascha Penzhorn auch viele Ersatztitel der Konkurrenz wie Golden Axe Warrior, Landstalker und Dark Savior. Monster verkloppen, in irgendwelchen Tempeln Rätsel lösen und nach Artefakten suchen gehört für ihn zum Job. Allein mit Fable, einer weiteren Inspiration für Dragon's Eye, wurde er nie so richtig warm. Das liegt daran, dass unser freier Autor seit Black & White eine unheilbare Allergie gegen Peter Molyneux entwickelt hat. Der Ärmste!
Gameplay geht vor Grafik
Unser Abenteuer beginnt über eine witzige kleine C64-Startanimation. Danach erwachen wir in der kunterbunten und stellenweise überraschend hübschen Spielwelt von Dragon's Eye wieder. Okay, Hauptfigur und NPCs erinnern ein wenig an abstrakte Kunst, die Animationen sind alles andere als perfekt, doch die Spielsteuerung ist vom ersten Moment an punktgenau und präzise.
Mit der linken Maustaste hauen wir mit dem Schwert drauf, per Umschalttaste wird geblockt, ein Rechtsklick resultiert in einer Ausweichrolle, gesprungen wird per Leertaste. Die letzten beiden Manöver lassen sich zu einem extraweiten Sprung kombinieren.
Dass das prima funktioniert ist enorm wichtig, denn die zahlreichen knackigen Platforming-Passagen im Spiel sind nicht von Pappe. Aber mehr dazu später. Zwei Macken hat die Steuerung trotzdem - so lässt sich die Tastenbelegung nicht ändern und Unterstützung für Gamepads gibt es standardmäßig auch nicht.
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