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Seite 2: DTM Experience im Test - Mehr Teaser als Experience

Tuning nur für Profis

Wer eine originalgetreue Umsetzung der DTM erwartet hat, wird also enttäuscht sein. Wer hingegen einfach nur eine gute Rennsimulation sucht, dürfte dagegen durchaus glücklich werden. Denn die knallharten Tür-an-Tür-Rangeleien mit 22 Tourenwagen auf interessanten und selten simulierten Strecken wie Moskau, Norisring oder Spielberg sind trotz der vielen Kompromisse schlichtweg ein großer Spaß.
Die stets glaubwürdige Fahrphysik vermittelt ein wunderbares Gefühl für die PS-Power und den enormen Anpressdruck der DTM-Autos, der einmal pro Runde zuschaltbare DRS-Turbo bringt zusätzlichen Nervenkitzel in die Überholmanöver.

Aufs umfangreiche Tuning-Menü dürfen wir nur im »Get Real«-Modus zugreifen. Aufs umfangreiche Tuning-Menü dürfen wir nur im »Get Real«-Modus zugreifen.

DTM Experience liefert von Haus aus drei Schwierigkeitsgrade und reguliert entsprechend Fahrhilfen und verfügbare Optionen. Auf »Novice« fahren sich die Autos dank Bremsunterstützung fast von allein, »Amateur«-Spieler bekommen eine gesunde Mischung aus Arcade und Simulation ähnlich der Race Driver-Serie, im »Get Real«-Modus fehlt hingegen wie in der Realität selbst die Traktionskontrolle, was zwingend ein Lenkrad erfordert.

Nur »Get Real«-Fahrer dürfen zudem mechanische Schäden aktivieren und das Auto per Tuning-Menü feinabstimmen. Diese Grobunterteilung funktioniert zwar prinzipiell gut, dennoch hätten wir einzelne Fahrhilfen auch gern separat deaktiviert, um uns so etappenweise zum vollen Realismusgrad vorzuarbeiten.

Drei Marken, eine Physik

Ein weiterer Kritikpunkt: Selbst im »Get Real«-Modus konnten wir keinerlei fahrerische Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Marken feststellen, ein Audi fährt sich exakt wie ein Mercedes, offenbar verwendet DTM Experience ein übergreifendes - wenn auch sehr gutes - Physikmodell für alle Autos.
Nun mögen auch in der realen DTM die Unterschiede aufgrund des sehr engen technischen Regel-Korsetts nur sehr gering ausfallen, aber auch Nuancen lassen sich simulieren.

Automatisch schlau

Wenn wir als amtierender DTM-Champion Mike Rockenfeller fahren, tragen wir auch dessen Rennhandschuhe. Wenn wir als amtierender DTM-Champion Mike Rockenfeller fahren, tragen wir auch dessen Rennhandschuhe.

Bei Waffen- bzw. Auto-Gleichheit entscheidet das Können. In der Theorie sollen sich die Computerfahrer in DTM Experience automatisch den Fähigkeiten des Spielers anpassen. In der Praxis sind wir der Konkurrenz in den ersten beiden Rennen zunächst hoffnungslos enteilt und dann in den Rennen 3 und 4 hoffnungslos hinterhergefahren.

Erst ab dem fünften von neun Saisonrennen fuhren die Gegner ungefähr auf unserem Niveau, was dann tatsächlich auch in durchgehend spannenden Duellen mündete, und das ganz ohne den berüchtigten Gummiband-Effekt. Ob aber jeder so lange durchhält? Eine Vorauswahl der Gegnerintelligenz mit anschließender Anpassung wäre sicherlich die bessere Lösung gewesen.

Duelle mit menschlichen Gegner sind mangels Multiplayer-Modus (der erst im Frühjahr nachgeliefert werden soll) derzeit nur über Umwege möglich. Wie in RaceRoom wird jede Strecken-Bestzeit im Internet verewigt und wir können gegen das Ghost-Auto jedes beliebigen Fahrers antreten. Später soll es sogar Wettbewerbe geben, in denen wir Sachpreise und DTM-Tickets gewinnen können. Derzeit ist das jedoch nur ein Plan, wie so vieles bei DTM Experience.

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