Vielleser steigt auf Handy mit Schwarz-Weiß-Display um – »übersteht Stürze, die euer iPhone in einen Briefbeschwerer verwandeln«

Sogar Google Maps und Banking-Apps könnt ihr problemlos verwenden.

Das Bigme Hibreak Pro B+W ist im Dezember 2024 auf den Markt gekommen. (Bild: Rawpixel.com - Adobe Stock, Bigme) Das Bigme Hibreak Pro B&W ist im Dezember 2024 auf den Markt gekommen. (Bild: Rawpixel.com - Adobe Stock, Bigme)

Sogenannte Dumbphones sind nach wie vor für eine bestimmte Zielgruppe von Interesse. Diese Geräte leisten bewusst weniger, um der digitalen Welt zu entfliehen, ohne dabei auf alles verzichten zu müssen.

In eine ähnliche, aber nicht gleiche Kerbe schlägt das Bigme Hibreak Pro B&W (Schwarz-Weiß). Es ist ein Android-Smartphone mit einem E-Ink-Display, das vielen vom Amazon Kindle bekannt sein dürfte.

Der Nutzer DaMentalis nutzt dieses Smartphone nach eigener Aussage als Hauptgerät. Sein kurzer Erfahrungsbericht liest sich so, als wolle er nicht mehr zurück.

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Das ist das Bigme Hibreak Pro B&W

Die technischen Daten des Geräts lesen sich wenig aufregend: ein 6,13 Zoll großes E-Ink-Display mit 300 dpi, 5G + NFC, ein Fingerabdrucksensor, eine 20-Megapixel-Hauptkamera sowie ein 4.500-mAh-Akku.

Was es praktisch kann: Texte sehr angenehm und stromsparend darstellen, Apps aus dem Play Store nutzen, telefonieren, surfen und mehr.

Allerdings: Aufgrund der Displaytechnologie sitzt der Fokus besonders auf Lesen, statt auf Multimedia. DaMentalis grenzt die Zielgruppe klar ein. Das Hibreak Pro B&W eignet sich für alle, die:

  • gerne und viel lesen,
  • ihre Bildschirmzeit, das Scrollen und den Social-Media-Konsum reduzieren möchten,
  • die Kamera nur selten brauchen,
  • sich eine lange Akkulaufzeit wünschen,
  • auf ernsthafte Multimedia-Nutzung (Videos, Streaming) am Handy verzichten können,
  • sich an einem Gehäuse aus Plastik nicht stören.

Wer das mit »Ja« beantwortet, ist laut dem User genau richtig. Der Thread-Ersteller bewertet das Lesen von Nachrichten, eBooks sowie Zeitschriften als »wahren Genuss«.

Spezifikationen
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Hier die Specs des Bigme HiBreak Pro:

KategorieSpezifikation
Screen6.13" ePaper
Auflösung824 × 1648
PPI300
CPUDimensity 1080, Octa-core, 2.6 GHz
RAM / Storage8 GB RAM + 256 GB ROM
Kamera20 MP Hauptkamera
5 MP Selfiekamera
Infrarot
NFC
Fingerprint
FrontlichtKalt + Warm
Netzwerk4G / 5G
WLAN / BT2.4G/5G Wi-Fi + Bluetooth 5.2
Gyroscope
Mikrofon
Kompass
AnschlussUSB-C
Laden18W Fast Charge
Akku4.500 mAh
GewichtRund 180 Gramm
Maße159.8 × 80.9 × 8.9 Millimeter
Preisetwa 400 Euro

Abseits davon kann das Gerät aber auch smart sein. Google Maps und Gemini funktionieren demnach zwar nicht perfekt, aber »in Ordnung«. Die anpassbaren Seitentasten werden ebenfalls als großer Pluspunkt verbucht. Statt des Original-Launchers wurde der Niagara-Launcher installiert.

Die Verarbeitungsqualität ist wohl nicht die beste, aber dennoch gut genug.

»Es ist leicht genug, ohne billig zu wirken. Und es übersteht Stürze, die Ihr iPhone oder Samsung Galaxy Ultra in einen überkonstruierten Briefbeschwerer verwandeln würden.«

Dies trifft sowohl auch auf die Lautsprecher als auch das eingebaute Mikrofon zu. Abseits davon gibt es allerdings ein größeres Problem mit der Software.

Der Knackpunkt: Das Teil läuft noch mit Android 14

Der Hersteller liefert das Smartphone mit Android 14 aus. Auf den Produktseiten des Herstellers gibt es zudem keine Hinweise darauf, dass das Gerät weitere Android-Updates erhalten wird.

Immerhin ist der neueste Sicherheitspatch vom März 2026.

Somit sollte das Gerät eher als Android-14-Gerät betrachtet werden, das bei einigen Händlern für stolze 400 Euro angeboten wird.


Wir haben ein ähnliches Gerät ausprobiert: Ich habe einen E-Reader im Handyformat ausprobiert und möchte nicht mehr anders lesen


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Die Community zeigt sich zunehmend interessiert

Der Thread auf Reddit hat inzwischen mehr als 1.200 Upvotes und über 140 Kommentare erhalten. Viele Mitglieder der Community zeigen sich sichtbar interessiert und wollen wissen, welche Funktionen auf dem Gerät laufen.

»Funktioniert es mit allen Apps im Store? Oder gibt es Inkompatibilitäten?
Mich interessiert Folgendes: Zwei-Faktor-Authentifizierung, Teams/Outlook, KI-Chats, Google Maps, Uber/Bolt«
Eluclois

»Wie ist Google Maps? Das ist mir am wichtigsten.«
17HappyWombats

All diese Apps funktionieren auf dem Gerät, allerdings in Schwarz-Weiß. Andere wiederum wussten gar nicht, dass es diese Art von Smartphone überhaupt auf dem Markt gibt.

»Was für ein Traum! Ich wusste gar nicht, dass das möglich ist!«
Accomplished_Elk4332_

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Gibt es Alternativen?

Wenn ihr euch für diese Art von Smartphones interessiert, gibt es nur wenige Alternativen. Hersteller wie Minimal Phone oder Mudita bieten ebenfalls E-Ink-Smartphones an.

Im letzten Jahr hat der Hersteller TCL auf der IFA sein neues »Hybrid« präsentiert. Mit einem speziellen Knopf verwandelt sich das Android-Handy in eine Art E-Ink-Gerät.


Mehr zum Thema: Handy und E-Reader in einem: Mein Highlight der großen Smartphone-Woche ist ein Gerät mit einem ganz besonderem Bildschirm


Es ist kein echtes E-Ink-Display, aber das TCL Nxtpaper 70 kommt diesem Gefühl verdammt nah. Der 6,9 Zoll große Bildschirm ist matt beschichtet, lässt sich auf bis zu 1 Nit herunterdimmen und reduziert den Blaulichtanteil auf nur 3,41 Prozent. Das Ergebnis ist ein papierähnliches Lesegefühl statt eines grellen Handy-Displays.

Im sparsamsten Modus, der passenderweise »Max Ink« genannt wird, hält der Akku satte 26 Tage im Stand-by durch, laut Hersteller. Und für alle, die nicht ganz auf Farbe verzichten wollen: Der »Color-Paper-Mode« simuliert ein farbiges E-Ink-Display – perfekt für Comics und Co.

Inzwischen ist das Nextpaper 70 Pro auf den Markt gekommen.

Was haltet ihr von derartigen Smartphones? Spannend oder teure Spielerei? Schreibt es gerne unten in die Kommentare!

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