Ich habe meine Eltern gefragt, ob sie mit mir spielen. Die Antwort lässt tief blicken

Die Eltern unseres Autors halten Spiele bis heute für Zeitverschwendung. Seine Ehe ist kaputtgegangen und er ist älter geworden, hat Kinder - soll er die spielen lassen?

Videospiele nehmen im Lebenslauf von Alexander Krützfeldt eine Schlüsselrolle ein. In seinem bisher wohl persönlichsten Text geht er auf Spurensuche bei seinen Eltern und in seiner Ehe. Videospiele nehmen im Lebenslauf von Alexander Krützfeldt eine Schlüsselrolle ein. In seinem bisher wohl persönlichsten Text geht er auf Spurensuche bei seinen Eltern und in seiner Ehe.

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Durch meine Familie führt ein Riss. Ich kann nicht sagen, wie tief er ist, aber eindeutig ist er. Die einen spielen, die anderen nicht.

Aufgefallen ist mir das vor einigen Jahren, an Weihnachten, durch Corona weiß ich das nicht mehr so genau, wann, aber es war kurz vor Heiligabend. Meine Familie, also die Familie meiner Frau, allesamt Katholiken, saßen gemeinsam im Wohnzimmer, still und konzentriert in ihre Tablets vertieft.

Sie spielten gemeinsam, unterhielten sich über Erfolge und murmelten leise Tipps in sich hinein. Manchmal ging es in den Gesprächen auch um anderes, aber dann wieder reichten sie sich wortlos ihre Tablets, um sich gegenseitig zu helfen. Wie Hausmusik machen, dachte ich. Nur mit Computerspielen.

Der Autor
Alexander Krützfeldt, 37, hat auch schon bessere Zeiten erlebt. Aber realistischerweise betrachtet: auch schlechtere. Dementsprechend blickt er angemessen erwartungsvoll in die Zukunft, so wie beim letzten Fototermin für seinen Reisepass, wo jemand sagte, jetzt gucken sie doch mal erwartungsvoll und nicht wie sieben Tage Regenwetter. Das versucht er sich nun als Lebensmaxime mit überbreitem Edding hinter die Ohren zu schreiben. Aber Edding verblasst halt so schnell.

Meine Familie hingegen spielt gar nicht. Nie. Im Gegenteil. Wir spielen Brettspiele, aber auch nur das eine, und selbst das widerwillig. Wir kramen sie missmutig aus dem Schrank, wenn bestimmter Besuch kommt, aber nicht ohne vorher noch versucht zu haben, eine andere Beschäftigung vorzuschlagen. Es ist: das Spielen unter größtmöglichen Vorzeichen.

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