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Seite 2: Ärger um Escape from Tarkov - Diese Beta kam zu früh!

Die Killer-KI

Escape from Tarkov ist ein Hardcore-Shooter und will auch nichts anderes sein. Jeden Fehltritt kann man hier mit seinem Leben und seiner teuren Ausrüstung bezahlen. Und genau diese unerbittliche Härte verleiht dem Spiel auch seine ganz besondere Atmosphäre. Doch mit dem Beta-Patch haben die Entwickler es definitiv zu weit getrieben.

Neben menschlichen Spielern lauern auf den Karten auch KI-Gegner auf unvorsichtige Spieler. Nur sind diese Scavs tödlicher als Robocop und der Terminator zusammen. Sie sehen uns durch Büsche oder Wände, finden allein durch Geräusche unsere exakte Position heraus und verteilen selbst aus der Drehung einen Headshot nach dem anderen. Gegen diese Killer-KI ist kein Kraut gewachsen.

Escape from Tarkov - Screenshots der Scavs-Fraktion ansehen

Mit guter Ausrüstung und dicker Körperpanzerung ist es zwar durchaus möglich, einen Raid zu überleben, weil aber das Risiko viel zu hoch ist, der Cheater-KI zum Opfer zu fallen, lassen die meisten Spieler ihre guten Waffen lieber gleich im Spind und wagen sich nur mit Pistolen oder Messern auf die Maps. Damit führt Escape from Tarkov sein eigenes Spielprinzip ad Absurdum.

Vor wenigen Stunden haben die Entwickler zwar einen Hotfix veröffentlicht, der die KI spürbar abschwächt, der Schaden dürfte jedoch bereits angerichtet sein. Viele Spieler, die Escape from Tarkov mit dem Start der Beta zum ersten Mal ausprobieren konnten, hat man mit dem unzumutbaren Schwierigkeitsgrad womöglich bereits wieder verschreckt.

Escape from Tarkov - Gameplay-Video stellt die Scavs als spielbare Nebenfraktion vor 2:13 Escape from Tarkov - Gameplay-Video stellt die Scavs als spielbare Nebenfraktion vor

Probleme mit der Technik

Und wer doch am Ball bleibt, muss sich derzeit mit einer noch sehr fehleranfälligen Technik herumschlagen. Viele Spieler scheitern schon daran, einem Server beizutreten (Error 605). Und diejenigen, die es schaffen, beklagen sich über Desynch-Probleme und Lags, die vernünftige Schusswechsel unmöglich machen. Auch hier gelobt der Entwickler Besserung und verspricht, schon bald neue Server an den Start zu bringen, um die Fehler zu beheben.

Nur im Namen eine Beta

Wer nun anmerkt, dass fehlende Inhalte, schlechtes Balancing und Probleme mit der Technik ganz normal für eine frühe Betaversion sind, hat natürlich vollkommen Recht. Beta-Tests wie der von Destiny 2 oder Battlefield 1, sind eher Demo-Versionen als echte Betas und haben uns Spieler vielleicht zu sehr verwöhnt.

Die Map Customs wurde für die Beta überarbeitet. Die Map Customs wurde für die Beta überarbeitet.

Dennoch ist Kritik angebracht und berechtigt, denn wenn ein Entwickler sich entscheidet, von der Alpha- in die Beta-Phase überzugehen, sollte man diesen Wechsel nicht nur an der Versionsnummer, sondern auch im Spiel selbst erkennen können.

Bei Escape from Tarkov ist das nicht der Fall. Wir haben den Eindruck, dass der Wechsel eher politische Gründe hat und keinen echten Meilenstein in der Entwicklung abbildet. Vielleicht wollte Battlestate der Peinlichkeit entgehen, den Start der Beta erneut verschieben zu müssen. Oder man möchte neue Spieler gewinnen - der Anreiz für Vorbesteller, dürfte durch den unmittelbaren Zugang zur spielbaren Beta deutlich größer geworden sein.

Nichtsdestotrotz drücken wir den russischen Entwicklern alle Daumen, dass sie die Probleme möglichst schnell in den Griff bekommen. Viele Aspekte des Survival-Shooters sind schließlich nach wie vor grandios. Nur die Beta, die kam für Escape from Tarkov viel zu früh.

Bilden Sie sich ihre eigene Meinung - So kommen Sie in die Tarkov-Beta

Escape from Tarkov - Grafikupdate ansehen

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