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Etre sieht aus wie ein Drogentrip, soll aber eine tief bewegende Liebesgeschichte im Weltraum werden

Etre wirkt wie ein surrealer Fiebertraum, soll aber die Gameplay-Stärken von Control und Metroid Prime mit einer fesselnden Sci-Fi-Story kombinieren.

Etre ist ein Sci-Fi-Abenteuer, das auf einen ungewöhnlichen Grafikstil setzt und uns einen schlafenden Alienverstand ergründen lässt. Etre ist ein Sci-Fi-Abenteuer, das auf einen ungewöhnlichen Grafikstil setzt und uns einen schlafenden Alienverstand ergründen lässt.

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Etre erschlägt uns auf den ersten Blick fast und trifft uns wie ein Fiebertraum. Überall blitzt, funkelt und leuchtet es, in fast allen vorstellbaren Farben. Ein Look, für den die ausdrucksstarken Sci-Fi-Graphic-Novels der 70er- und 80er-Jahre Pate standen.

Nachdem wir eine exklusive Präsentation samt Trailer für unser gamescom-Programm FYNG gesehen haben, ist das deshalb unsere erste Frage: Wie sollen wir uns in einer Spielwelt zurechtfinden, in der wirklich jeder Winkel wie ein surreales, kunterbuntes Kunstwerk aussieht?

Entwickler Damjan Jovanovic vom Studio Lifeforms zeigt sich davon allerdings nicht besorgt. Der ehemalige Architekt schafft schon sein Leben lang Orte, in denen sich Menschen aufhalten und zurechtfinden müssen. Genauso wie seine Frau Lidija Kljakovic, die ebenfalls Architektin war und vorher unter anderem Wolkenkratzer in Frankfurt entworfen hat.

Das Pärchen fühlte sich von den Regeln und Auflagen rund ums Gestalten von Gebäuden irgendwann zu eingeschränkt und wollte lieber ihrer Fantasie im virtuellen Raum freien Lauf lassen - ganz ohne den Einsatz von KI übrigens, wie sie uns gegenüber betonen. Die beiden Gründer des kleinen Zwei-Mann-Studios kommen ursprünglich aus Serbien, wanderten später aber in die USA aus.

Video starten 1:03 Control trifft Metroid Prime und explodiert in allen Farben: Etre ist ein surrealer Weltraum-Trip

Obwohl ein erster Blick auf den Trailer vielleicht irritieren kann, erklären die Entwickler uns, dass sie das durch die Architektur erworbene Wissen auch bei ihrem ersten Spiel anwenden. Etre arbeite viel mit Ebenen und visueller Hierarchie, um einen farbenfrohen und nahezu psychedelischen Ort zu schaffen, der uns völlig einsaugt und fasziniert, ohne dass wir komplett den Faden verlieren. Sie selbst bezeichnen den Stil als Techno Fantasy.

Elena Schulz
Elena Schulz

Elena ist großer Sci-Fi-Fan, egal, ob es um Stanislaw Lem, Lovecraft, Star Wars oder Mass Effect geht. Alles, was vage mit Weltraum, Sternen oder grünen Männchen (und anderen kosmischen Wesen) zu tun hat, verschlingt sie mit Begeisterung. Etre hat gerade deshalb ihr Interesse geweckt, weil das Spiel auf den ersten Blick unglaublich wirr und überfordernd aussieht - ein wenig wie eine Kreuzung aus einer Party-Nacht und einem Bildschirmschoner der frühen 2000er. Nach und nach offenbart sich ihr dahinter aber ein fesselndes Sci-Fi-Universum, in dem ein Architekten-Paar seine Leidenschaft für Raum völlig neu auslebt und alles mit einer interessanten Story und fesselndem Gameplay verbinden will.

Eine neue Welt in einem Alienverstand

Diese Idee spiegelt sich auch in der Geschichte von Etre wider. Denn mit Orbis besuchen wir einen uralten schlummernden Aliengeist, der bald erwachen wird. Deshalb soll uns der Anblick beim Erkunden auch ein Stück weit überfordern. In bester Sci-Fi-Manier geht es schließlich darum, uns mit einem Verstand zu konfrontieren, der so gewaltig, anders und besonders ist, dass wir ihn als Menschen kaum begreifen können.

Durch clevere Wegführung und schlüssige Logik sollen wir uns die Spielwelt aber trotzdem nach und nach erschließen können. Apropos Spiel - auch wenn man es auf den ersten Blick vermuten könnte, wird Etre keine vage, rein künstlerische interaktive Erfahrung. Stattdessen nennen die Entwickler uns mit Control, Metroid Prime und Ico ziemlich Hausnummern an Gameplay-Vorbildern.

Liebesgeschichte zwischen den Fronten

Statt kryptische Hinweisen folgen wir dabei auch einer richtigen Story. Denn wir schlüpfen in die Rolle von Xyle, der einer sehr nachvollziehbaren Motivation folgt. Er erkundet den Verstand des Aliens auf der Suche nach seiner großen Liebe Atel. Die ist verschwunden und verfügt offenbar über eine mysteriöse Verbindung zum kosmischen Wesen.

Unser Ziel ist also, ein Liebespaar im Weltraum wieder zu vereinen und gleichzeitig herauszufinden, was es mit dem schlafenden Mega-Alien auf sich hat. Was passiert, wenn es erwacht, bevor wir Atel erreichen? Dass alles um uns herum kollabiert, scheint eine reale Möglichkeit zu sein.

Die Welt von Etre soll surreal und schwer zu begreifen sein. Trotzdem finden wir uns immer besser darin zu recht und helfen den Bewohnern. Die Welt von Etre soll surreal und schwer zu begreifen sein. Trotzdem finden wir uns immer besser darin zu recht und helfen den Bewohnern.

Aber wir sind nicht die Einzigen, die sich damit auseinandersetzen müssen. Im planetengroßen Geist ist eine neue Zivilisation namens Etre entstanden, die sich in zwei Fraktionen aufteilt. Beide verfolgen ihre eigenen Pläne mit dem monströsen Verstand, den sie Heimat nennen. Die Anführer beider Seiten - Mal und Weyl - wollen unsere Hilfe und erteilen uns Aufträge, sodass wir beim Erforschen der seltsamen Welt stets abwägen müssen, wo wir selbst stehen.

Control trifft Metroid Prime

Mit Control soll Etre aber nicht nur gemeinsam haben, dass wir uns an einem sehr merkwürdigen Ort befinden, der schwer zu durchschauen ist. Denn auch die flotten und dynamischen Kämpfe nehmen sich laut Entwickler das Action-Spiel von Remedy zum Vorbild.

Wir springen, rennen, weichen blitzschnell aus und nutzen unterschiedliche Fähigkeiten, Waffen, Upgrades oder auch unsere Umgebung, um gefährliche Anomalien zu besiegen. Auf der Steam-Seite ist etwa zu sehen, wie Xyle schnell einige Lichtprojektile abfeuert, bevor er einen Gegner mit einem effektreichen Nahkampfangriff von sich wegstößt.

Auch Fliegen sollen wir übrigens können, allerdings nur im sogenannten Mind Space. In diesen Abschnitten dringen wir tiefer ins Unterbewusstsein des Aliens vor und erfahren so mehr über es und seine Geschichte und die Verbindung zu Atel und uns selbst. Entscheidungen, die wir dort treffen, nehmen zudem Einfluss auf das Schicksal der Welt.

Im Mind Space schweben wir und treiben die Story in besonderen Sequenzen voran, bei denen wir dem Alien ganz nahe kommen. Im Mind Space schweben wir und treiben die Story in besonderen Sequenzen voran, bei denen wir dem Alien ganz nahe kommen.

Die Skills, die wir uns nach und nach aneignen, erleichtern uns aber nicht nur die Kämpfe. Sie dienen gleichzeitig dazu, die Umgebung immer weiter zu öffnen. Etre ist nämlich ein Metroidvania - statt einer offenen Spielwelt erkunden wir so nach und nach immer neue Abschnitte und Bereiche, die uns unsere eigenen Fähigkeiten überhaupt erst eröffnen. Wir aktivieren so Mechanismen, öffnen Türen oder lösen Umgebungsrätsel.

Wir erkunden etwas, das unseren Verstand eigentlich übersteigt

Überall sollen dabei auch Lore-Schnipsel und neue Story-Details versteckt sein, die uns dabei helfen, die unwirkliche Welt um uns herum besser zu begreifen. Wir scannen regelmäßig Maschinen, Organismen oder Strukturen und erfahren so nach und nach immer mehr darüber, wo wir uns befinden und wie die Welt um uns herum genau funktioniert. Gleichzeitig erhalten wir so aber auch neue Upgrades und hilfreiche Tools.

Wer viel erkundet und noch einmal an Orte zurückkehrt, wird so belohnt. Das Genre passe laut Entwickler zudem besonders gut, weil sich alles in Etre eben darum drehe, diesen gewaltigen, furchteinflößenden und doch wunderschönen Verstand zu begreifen, in dem die Handlung angesiedelt ist.

Das Erkunden und Scannen der Umgebung soll im Mittelpunkt von Etre stehen. Wir ergründen so nach und nach die Welt und schalten neue, geheime Orte frei. Das Erkunden und Scannen der Umgebung soll im Mittelpunkt von Etre stehen. Wir ergründen so nach und nach die Welt und schalten neue, geheime Orte frei.

Das Erforschen der Welt selbst wird so zu einem wichtigen Teil der Erzählung und irgendwie auch zu einem Dialog, weil der Spieler immer neue Wege findet, mit ihr zu kommunizieren. Insgesamt soll Etre eine runde und abgeschlossene Singleplayer-Story werden, die ihr in etwa acht Stunden erleben könnt.

Der Release ist aktuell für Ende 2027 geplant. Schon vorher soll es aber spätestens zum Steam Next Fest eine spielbare Demo geben und womöglich auch Playtesting-Optionen Anfang des Jahres. Seid ihr neugierig auf Etre geworden? Schreibt es uns in die Kommentare!

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