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Fallout 76 bringt sinnvolle Rollenspiel-Optionen - wenn ihr dafür zahlt

Mit Fallout Worlds könnt ihr in Fallout 76 eigene Server erstellen und die Regeln selbst festlegen. Es gibt allerdings Beschränkungen.

von Florian Franck,
08.09.2021 18:45 Uhr

Über 30 verschiedene Einstellungsoptionen und jede Menge Freiheit bei der Erstellung der eigenen Welt in Fallout 76 - das soll Fallout Worlds ab sofort bieten. Allerdings benötigt ihr dafür Fallout 1st oder einen Freund mit einem 1st-Abo, der die Welt für euch erstellt.

Fallout 1st als Voraussetzung

Für Fallout 1st, die kostenpflichtige Mitgliedschaft für Fallout 76, gab es in der Vergangenheit viel Kritik. Gegen 15 Euro im Monat oder 120 Euro im Jahr erhalten 1st-Abonnenten zahlreiche Vorteile wie die Verwertungskiste für Herstellungskomponenten oder das Überlebenszelt, das als frei platzierbarer Schnellreisepunkt fungiert. Und natürlich die privaten Welten, in der man ungestört mit bis zu sieben weiteren Freunden spielen kann.

Zwar gibt es jeden Monat auch noch 1650 Atome für den Echtgeldshop, einen wirklichen Mehrwert sahen viele Spieler bislang aber nicht. Mit Fallout Worlds bietet Bethesda jetzt eine zusätzliche Option an, die sich insbesondere für Spieler lohnt, die Roleplay betreiben und eine möglichst frei anpassbare Sandbox wollen.

Fast grenzenlose Freiheit - aber eben nur fast

Mit dem neusten Update werden in Fallout 76 die sogenannten Worlds als neue Spielmodi eingeführt. Zum einen gibt es die öffentlichen Welten, der jeder Spieler unabhängig vom 1st-Status beitreten kann, und benutzerdefinierte Welten, die individuell anpassbar sind.

Die öffentlichen Welten werden von Bethesda selbst erstellt und setzen auf verschiedene Kombinationen der Worlds-Einstellungen. Bei über 30 verschiedenen Einstellungsoptionen dürfte es im Laufe der Zeit ziemlich viele chaotische Settings geben. Etwa die angepasste Ragdoll-Physik, welche getötete Gegner in den Himmel katapultiert, während ihr mit unendlich viel Munition aus der Minigun auf sie feuert.

Wer selbst die Kontrolle übernehmen möchte, muss dafür allerdings zahlen: Die benutzerdefinierten Welten, in denen ihr die alle Einstellungen selbst tätigen dürft, sind Fallout 1st-Mitglieder vorbehalten.

Auf den benutzerdefinierten Welten habt ihr über 30 Einstellungsmöglichkeiten. Auf den benutzerdefinierten Welten habt ihr über 30 Einstellungsmöglichkeiten.

Einstellungsmöglichkeiten für benutzerdefinierte Welten

In den Einstellungen selbst lassen sich fast alle Features und Optionen aus Fallout 76 anpassen. Insbesondere der Radius des Camps und die Bauhöhe können flexibler angepasst werden. Zwar habt ihr auch hier nicht unbegrenztes Budget, es soll nach Angaben der Entwickler allerdings 50 Prozent höher sein als das reguläre Baubudget.

Der Radius eures Camps (grüne Linie rechts und links) ist in Worlds anpassbar und kann dadurch deutlich größer werden. Der Radius eures Camps (grüne Linie rechts und links) ist in Worlds anpassbar und kann dadurch deutlich größer werden.

Außerdem ist der freie Baumodus aktivierbar und ihr könnt auch direkt an bestehenden Gebäuden euer Camp errichten. Weiterhin stellt ihr ein, wie viel Schaden ihr oder Gegner verursachen, welche Wetter- und Strahlungsverhältnisse herrschen und selbst das Spawnverhalten von Gegnern lässt sich beeinflussen und bestimmen.

Im Vorfeld des Starts der neuen Server-Optionen haben uns Design Director Mark Tucker und Fallout Worlds Lead Bo Buchanan erklärt haben, was Fallout Worlds so besonders macht. Insbesondere für Rollenspieler ergeben sich demnach neue Möglichkeiten. Bo Buchanan erzählte dabei eine kleine Anektote, die ihn besonders in Erinnerung geblieben ist:

"Es gibt vermutlich nichts, was so wirklich heraussticht. Außer dieser eine Typ, der sich quasi in One-Punch-Man verwandelt hat. Er nimmt die bloßen Fäuste, nutzt endloses V.A.T.S. und hohe Sprünge. Dann springt er nach oben, zielt mit dem V.A.T.S., teleportiert sich in den Nahkampf und oneshottet alles. Dabei zappt er sich durch die Welt wie so ein seltsamer Anime-Charakter."

Solche verrückten Verhaltensweisen sind in Fallout 76 nichts Besonderes. Schon lange harren besonders hartnäckige Fans auf den Online-Servern aus und wehren sich gegen das Image, Fallout 76 würde überhaupt keinen Spaß machen. Stattdessen sind sie der Ansicht, die MMO-Adaption der Endzeit-Serie biete endloses Rollenspiel-Potenzial. Ein paar dieser schillernden Charaktere stellen wir euch in unserem Community-Report vor:

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Weitere Beschränkungen in Fallout Worlds

Frei wählbare Settings? Dann dürfte es ja ein Leichtes sein, das Scoreboard, das ähnlich wie ein Battle Pass fungiert, zu absolvieren. Leider nicht, denn sämtlicher Fortschritt und alle Errungenschaften in Fallout Worlds gelten nicht übergreifend. Ihr könnt zwar mit eurem Charakter aus dem Abenteuer-Modus direkt starten, allerdings levelt ihr ab diesem Zeitpunkt separat in Worlds.

Ihr könnt zwischen den verschiedenen Spiel-Modi in Fallout 76 wechseln. Ihr könnt zwischen den verschiedenen Spiel-Modi in Fallout 76 wechseln.

Auch Gegenstände und Skins aus dem Atomic Shop stehen euch nur zur Verfügung, wenn ihr sie bereits besitzt und auch die entsprechenden Baupläne muss euer Charakter kennen. »Was in Worlds passiert, bleibt in Worlds«, heißt es von den Entwicklern. Welche Möglichkeiten der neue Modus bietet, zeigt der Trailer zu Fallout Worlds:

Fallout 76: Trailer zu Worlds stellt eine Vielzahl verrückter Kombinationen vor 2:06 Fallout 76: Trailer zu Worlds stellt eine Vielzahl verrückter Kombinationen vor

Auf der Quakecon 2021 gab es auch erstmals längeres Gameplay zu sehen:

Link zum YouTube-Inhalt

Neue Features könnten in Zukunft folgen

In Fallout Worlds stehen alle Inhalte aus dem regulären Modus zur Verfügung. Also auch sämtliche Quests, NPCs, Items und Bauwerke. Modifizierbar sind die einzelnen Quests nicht. Was zu der Frage führte, ob es in Zukunft möglich sein wird, eigene Quests zu erstellen.

Mark Tucker bestätigte zwar nicht, dass eigene Quests in naher Zukunft folgen, allerdings lege man großen Wert auf das Feedback der Spieler:

"Wir wollen auch sehen, wie die Spieler sich mit Worlds beschäftigen, was sie tun, was sie mehr wollen. Und das wird einen großen Einfluss darauf haben, wo wir unsere nächsten Entwicklerzyklen mit verbringen und worauf wir uns konzentrieren. Also, wenn wir von Rollenspielern hören, dass sie das [Anm. d. Red.: Quests] wollen, dann auf jeden Fall. Das ist etwas, das wir in Betracht ziehen würden."

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