Der Ghul (Walton Goggins) aus der Fallout-Serie hat es wirklich nicht leicht. Zuerst findet er heraus, dass seine Frau in die geheimen Pläne eines menschenverachtenden Konzerns verwickelt ist. Dann wird er beim Ausbruch des Atomkriegs in einen Ghul verwandelt und verliert den Kontakt zu seiner Familie, nach der er 200 Jahre lang vergeblich im Ödland sucht.
Kein Wunder also, dass der Ghul sich schließlich in einen miesepetrigen Mistkerl verwandelt. Wie sehr er aber tatsächlich leidet, offenbart sich in der zweiten Staffel von Fallout. Eine Szene hätte das besonders deutlich gemacht, doch die werden wir nie zu Gesicht bekommen.
Es ging mir sehr nahe
Im Gespräch mit Gold Derby erzählt Walton Goggins von den Dreharbeiten und von Szenen, an die er sich besonders gut zurückerinnert. Dabei kommt er auch auf eine Idee zu sprechen, die es nie in die fertige Serie geschafft hat. Nachdem der Ghul in Folge 6 von einem Supermutanten (Ron Perlman) gerettet wurde, wird er in dessen Versteck geheilt, hat aber immer noch starke Schmerzen:
Während der Szene kam meine Tochter mich in dieser Halluzination besuchen, die ich wegen der großen Schmerzen hatte. Und sie fragte immer wieder, Warum findest du mich nicht, Papa? Warum suchst du nach mir?
. Und währenddessen hörte ich Lucy in meinem anderen Ohr, die sagte: Du bist eine furchtbare Person. Deine Familie wird dich niemals akzeptieren, wenn du sie findest
.
Und an diesem einen Tag hatte ich schon lange nicht mehr meinen Sohn gesehen und es ging mir dann sehr nahe. [...] Am Ende entschieden wir, dass es jetzt nicht die richtige Zeit dafür war.
Wer weiß, vielleicht kommt ja die richtige Zeit für so eine Szene noch. Noch wissen wir ja nicht, wie es in Staffel 3 für den Ghul weitergeht und was genau mit seiner Familie passiert ist. Was bekannt ist, lest ihr Überblick zu den kommenden Folgen:
Für das Ende der Serie, beziehungsweise das Schicksal des Ghuls, hat Walton Goggins übrigens auch schon einen Wunsch. Der Ghul habe genauso leiden müssen wie unsere Welt in den letzten Jahren und beide bräuchten endlich mal eine verdammte Pause
. Ein glückliches Ende hätte sich der Kopfgeldjäger mit harter Schale und weichem Kern also verdient, findet Walton Goggins. Seht ihr das auch so?
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