Ja, Magic: The Gathering kann ein äußerst kostspieliges Hobby sein. Für bestimmte Kartendecks legt ihr gut und gerne mal dreistellige Summen auf den Tisch. Darüber hinaus können einzelne Karten und spezielle Sets wegen ihres Sammlerwerts horrende Summen erreichen und genau das ist kürzlich bei einem eigentlich noch geheimen Crossover passiert.
Das Secret Lair Commander Deck: Hatsune Miku tauchte Monate vor einer offiziellen Ankündigung bereits auf Ebay auf. Ein Kunde, der eigentlich das Secret Lair Commander Deck: Goblin Storm bestellt hatte, erhielt stattdessen versehentlich das bisher unveröffentlichte Set um das populäre japanische Vocaloid.
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Teure Ungeduld
Kurz darauf erschien auf Ebay eine Auktion, bei der 57 User für das versiegelte Set um die Wette boten. Das Endgebot lag laut Dexerto bei schlappen 10.100 US-Dollar, was umgerechnet aktuell knapp 8.700 Euro entspricht. Zu diesem Zeitpunkt gingen die Bieter wohl noch davon aus, dass es sich bei dem Deck um ein Einzelstück handelte.
Herausgeber Wizards of the Coast räumt jetzt allerdings mit dieser fatalen Annahme auf. Am 4. August 2026 folgte die offizielle Ankündigung des Sets, das noch im Juni als Unikat galt und es erscheint nicht mal in einer limitierten Auflage.
Vom 10. bis zum 11. August 2026 werden Bestellungen aufgenommen und jeder, der sich in diesem Zeitraum für das Hatsune-Miku-Set anmeldet, wird auch eines bekommen. Übersteigen die Bestellungen das bereits produzierte Kontingent, werden neue Decks nachgedruckt, die die europäischen Käuferinnen und Käufer schließlich im Juni 2027 erreichen.
Zahlen müssen diese statt mehreren tausend US-Dollar lediglich 150 US-Dollar. Nach dem 24-stündigen Vorbesteller-Zeitraum soll das Set aber auch regulär erworben werden können.
Das Deck umfasst:
- 100 Karten, darunter 26 folierte Karten mit neuen Artworks und 74 Karten mit Reprints
- 10 doppelseitige Tokens
- einen Display Commander
- eine Deck-Box
Mit dieser Art des Vorverkaufs versucht sich Secret Lair an einem neuen System. Chef Matthew Hodgins erklärt in der Hatsune-Miku-Ankündigung, dass das 24-Stunden-Fenster für Vorbestellungen auch künftig zum Einsatz kommen könnte, sollte das Experiment jetzt gut laufen.
Ziel sei es, der Nachfrage nach Sets gerechter zu werden. Das sei auch eine direkte Antwort auf das Goblin-Storm-Debakel. Dieses Set war innerhalb einer halben Stunde komplett ausverkauft, was vielerorts kritisiert wurde. Nicht nur kamen so nur wenige Interessenten dazu, einen Kauf abzuschließen, Scalper nutzten die Gelegenheit, um das Goblin-Storm-Set für ein Vielfaches des originalen Preises weiterzuverkaufen.
Schon ironisch, dass bei Hatsune Miku etwas ganz ähnliches noch vor dem Verkaufsstart stattfand.
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