Cooper Howard stiefelt schon so lange durch das Ödland von Fallout, dass er als legendärer Ghul
berühmt-berüchtigt ist. Stetig auf der verzweifelten Suche nach seiner Familie und im Angesicht der Schrecken der Postapokalypse, hat er viel von seiner Menschlichkeit eingebüßt. Erst zum Finale von Staffel 2 konnte er wieder mehr zurück zu sich selbst finden.
Wenn selbst der Ghul sich nicht mehr zu helfen weiß
Der Weg dorthin war aber kein leichter. Ganz im Gegenteil: Erstmal musste der Ghul für seine Sünden büßen und ganz speziell für seinen Verrat an Lucy (Ella Purnell). Nachdem er sie gegen ihren Willen an ihren Vater Hank (Kyle MacLachlan) auslieferte, bekam er die Retourkutsche gleich mal in der Form eines Treffers mit einer Power-Fist.
Das alleine würde der Ghul wahrscheinlich problemlos wegstecken. Doch zu seinem Pech stand er direkt vor einem Fenster des Atomic Wranglers, aus dem er im hohen Bogen flog. Draußen erwartete ihn aber kein Kuss des blanken, kalten Asphalts, sondern die stichelnde Berührung einer spitzen Eisenstange.
Unfähig, sich selbst zu befreien, blieb der Ghul der Hilfsbereitschaft der Bewohner von Freeside ausgeliefert, die aber quasi nicht existiert. Und so hing der Kopfgeldjäger, der mal als Cooper Howard bekannt war, mehrere Stunden lang hilflos in der Luft und versuchte als Ghul seiner Verwilderung zu widerstehen.
Link zum YouTube-Inhalt
Für Walton Goggins die anstrengendste Szene von Staffel 2
Im Gespräch mit CinemaBlend verrät Walton Goggins nun, dass die Szene nicht nur schwer anzuschauen ist, sondern auch einen heftigen Dreh voraussetzte. Schon der Flug aus dem Fenster beanspruchte laut dem 54-jährigen Schauspieler drei bis vier Drehtage, aber was danach kam, war nochmal herausfordernder:
Ich weiß nicht, das müssten um die 14 Stunden auf dem Pfahl gewesen sein. Zwei Tage hintereinander. Und das war für mich ein zutiefst beunruhigender und emotionaler Ort, an den ich mich begeben musste: Auf Hilfe angewiesen zu sein und Menschen um mich herum zu haben, die an einem vorbeigehen - nicht unähnlich dazu, wie es heute in irgendeiner verdammten Stadt passieren könnte. Sowas kann sehr, sehr verstörend sein. [...]
Im selben Kontext will Walton Goggins die Zuschauer daran erinnern, dass der Ghul ein sehr zäher Kerl, aber eben auch nicht unsterblich ist - ganz im Gegenteil:
Der Ghul ist nicht unsterblich. Er kann sehr wohl sterben. Und wir haben bis zum Erbrechen darüber diskutiert, wie nah er dem Tod gekommen ist und er sich dabei tatsächlich in Lebensgefahr befand. Das war ein wichtiger Bestandteil dieser Gespräche, denn Zuschauer mussten verstehen, das er kaum mehr etwas übrig hat, bis er zum ersten Mal sagt: Ich bin ein Mensch und ich bin von Bedeutung.
Der Ghul ist natürlich nicht gestorben, sondern wurde von Ron Perlmans mysteriösen Supermutanten gerettet. Der rüstet sich für einen Krieg gegen die Enklave, der sich bei der Fallout-Serie unmissverständlich anbahnt.
1:06:56
Fallout ist tot, lang lebe Fallout! Wie geht es nach Staffel 2 weiter?
Ob es schon in Staffel 3 soweit ist? Nicht unbedingt. Die Fallout-Serie ist auf insgesamt fünf bis sechs Staffeln ausgelegt, außerdem bahnt sich der Ghul jetzt erstmal seinen Weg von New Vegas nach Colorado.
Mehr dazu, was die Zukunft von Fallout für euch bereithält, könnt ihr unter den Links oben nachlesen.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.