Nosferatu
Kinostart: 25. Dezember 2024 | Regie: Robert Eggers | Cast: Bill Skarsgård, Lily-Rose Depp, Nicholas Hoult, Aaron Taylor-Johnson, Emma Corrin, William Dafoe
Nina Schild: Dass Weihnachten und Schauermärchen irgendwie zusammenpassen, ist nicht erst seit Tim Burtons Nightmare Before Christmas ein seltsam schönes Phänomen: ein bisschen wie Nutella mit Käse. Nicht jedermanns Sache, aber irgendwie ergänzt es sich doch ziemlich gut.
Robert Eggers Remake des deutschen Stummfilmklassikers Nosferatu kommt am 25.12.2024 in die Kinos, mehr als 100 Jahre nach dem Erscheinen des Originals im Jahr 1922. In Sachen Horrorfilm hat mich Eggers in den letzten Jahren mit The Witch und Der Leuchtturm durchaus überzeugen können.
Nachdem mich sein Mammutprojekt The Northman eher ratlos zurückgelassen hat, freue ich mich, dass er sich wieder auf das besinnt, was er meiner Meinung nach am besten kann: Dem Horror-Genre eine neue Tiefe zu verleihen - fernab von Jumpscares, dafür mit einem Drahtseilakt schauriger Suggestionen, der mir schon jetzt einen vorfreudigen Schauer über den Rücken jagt.
Nicholas Hoult und Lily-Rose Depp verkörpern das junge Ehepaar Hutter, und auch Bill Skarsgard darf das tun, was er am besten kann: Eine der obskursten Figuren der Filmgeschichte verkörpern, wie schon in ES als Pennywise. Dazu gesellen sich William Dafoe, Aaron Taylor-Johnson und die junge Diana aus The Crown: Emma Corrin. Ich habe schon Festivals mit weniger vielversprechendem Line-up besucht.
Link zum Twitter-Inhalt
Godzilla X Kong: The New Empire
Kinostart: 12. April 2024 | Regie: Adam Wingard | Cast: Rebecca Hall, Brian Tyree Henry, Dan Stevens, Kaylee Hottle, Alex Ferns, Fala Chen
Markus Schwerdtel: Eigentlich dachte ich ja, ich wäre mit Godzilla & Co durch. Schließlich waren die japanischen Originalfilme aus den 50er-Jahren schon uralt, als ich noch ein Kind war, und auch das ist schon länger her. Jüngst hat aber die hervorragende Apple-Serie Monarch: Legacy of Monsters meine Kaiju-Begeisterung wiederbelebt.
Und jetzt bin ich richtig heiß auf Godzilla x Kong: The New Empire, den (je nach Zählweise) 37. Godzilla-Film. Dass man für den Genuss eines solchen Spektakels sämtliche Gehirnzellen auf Standby schalten muss, ich mir dabei durchaus klar. Schließlich hat sich seit dem ersten Godzilla von 1954 nichts an der grundlegenden Story dieser Art von Film geändert: »Monster kommen, Menschen laufen davon. Hilfe, Hilfe!«
Grundsätzlich wird sich daran wohl auch bei The New Empire wenig ändern. Wobei sich Godzilla und der erstaunlich menschlich wirkende Kong laut Ankündigung mit einer Bedrohung aus dem Erdinnern herumschlagen müssen (Echsenmenschen aus der Hohlerde?!).
Ich bin gespannt, wie Regisseur Adam Wingard – immerhin schon verantwortlich für den brauchbaren Godzilla vs. Kong von 2021 – diese hanebüchene Prämisse auf die Leinwand bringt. Klar ist jedenfalls: Es wird riesige Monster und jede Menge Action geben. Und mehr verlange ich von einem Film dieser Bauart ja auch gar nicht.
3:01
Godzilla und Kong teilen jetzt gemeinsam Schellen aus: Erster Trailer zu The New Empire
The Lord of the Rings: War of the Rohirrim
Kinostart: 13. Dezember 2024 | Regie: Kenji Kamiyama| Cast: Brian Cox, Miranda Otto, Gaia Wise, Luke Pasqualino, Laurence Ubong, Shaun Dooley
Fabiano Uslenghi: Schon 2023 gab es nicht besonders viele Filme, auf die ich wirklich große Lust hatte und 2024 wird sich das höchstwahrscheinlich nicht groß ändern. Zumindest reißt mich noch nichts komplett vom Hocker. Aber wenn es schon was zu Der Herr der Ringe gibt, dann beginnt meine alte Fan-Seele doch wieder nervös zu zappeln.
Ich mache mir da keine Illusionen, War of the Rohirrim wird die Genialität der Jackson-Filme wohl kaum kopieren können. Aber das größte Problem der Hobbit-Filme war ja auch, dass sie genau das versucht haben. Also hoffe ich einfach mal, dass War of the Rohirrim seine eigene Identität findet und lediglich blasse Erinnerungen an die großen Vorgänger weckt, anstatt so zu tun, als wäre es genau so epochal.
Dass der Film im Grunde ein Anime wird, spricht auf jeden Fall dafür. Ich hoffe nur, dass die Action dadurch nicht, wie für diesen Stil üblich, grotesk übertrieben in Szene gesetzt wird. Das hat mich schon beim Witcher-Anime etwas gestört. Aber immerhin geht es um Rohan und wenn auch nur die ersten Töne von Howard Shores musikalischem Magnum Opus erklingen sollten, werde ich unter Garantie wehmütig.
Link zum Twitter-Inhalt
The Fall Guy
Kinostart: 3. Mai 2024 | Regie: David Leitch | Cast: Ryan Gosling, Emily Blunt
Daniel Hartmann:
Vermutlich wird The Fall Guy jetzt nicht der Geheimtipp für die Award-Season, doch aus irgendeinem Grund freue ich mich sehr auf den Film. Ist es der coole Song von Bon Jovi im Trailer (You Give Love a Bad Name)? Vielleicht. Ist es die Tatsache, dass mit David Leitch ein Stunt-Experte einen Film über einen Stuntman macht? Unter anderem. Liegt es ein Ryan Gosling, den ich in vertrottelten, aber charmanten Comedy-Rollen einfach liebe? Absolut.
Wer sich vom komödiantischen Talent des kanadischen Schauspielers noch überzeugen muss, sollte unbedingt The Nice Guys anschauen. Gosling ist dort gemeinsam mit Russel Crowe die Definition von gelungener Buddy-Comedy. Ich erhoffe mir eine ähnliche Gag-Dichte, bei der auch ein wenig Slapstick nicht fehlen darf.
David Leitch hat mit Deadpool 2 und auch letztes Jahr mit Bullettrain bewiesen, dass er Action und Komödie verbinden kann. Natürlich verspreche ich mir im Stunt-Bereich ein paar aufwendige Szenen. Vielleicht bekommen wir sogar einen leicht kritischen Blick hinter die Kulissen Hollywoods und das viel zu wenig geschätzte Metier der Stunt-Crews und der handgemachten Action. Wenn der Trailer hält, was er mir verspricht, werde ich auf jeden Fall einen unterhaltsamen Kinoabend haben.
3:24
The Fall Guy: Action-Spezialist David Leitch wirft Ryan Gosling nicht nur Treppen runter
Spider-Man: Beyond the Spider-Verse
Kinostart: 2024 | Regie: Joaquim Dos Santos, Kemp Powers, Justin K. Thompson | Cast: Oscar Isaac, Shameik Moore, Hailee Steinfeld, Jake Johnson, Brian Tyree Henry, Luna Lauren Vélez, Issa Rae, Jason Schwartzman
Rae Grimm: Okay, ja, zugegeben: Dieser Beitrag ist vor allem von verzweifelter Hoffnung getrieben und weniger von dem sicheren Wissen, dass der nächste Teil der bisher fantastischen Spider-Verse-Reihe tatsächlich 2024 in die Kinos kommt.
Ursprünglich sollte der Nachfolger des auf einen Cliffhanger endenden Spider-Man: Across the Spider-Verse nur ein Jahr nach dem Vorgänger erscheinen, dann kamen allerdings die Streiks in Hollywood sowie Gerüchte um kreative Differenzen im Spider-Team dazwischen, weshalb ein Release für nächstes Jahr auf wackeligen Beinen steht. Eventuell könnt ihr diesen Text dann also nächstes Jahr nochmal für 2025 lesen …
Dennoch, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, dass eine der besten Superhelden-Filmreihen aller Zeiten schon nächstes Jahr fortgeführt wird und erneut die Grenzen sprengt, welche Erwartungen wir an Animationsfilme haben. Die bisherigen Spider-Verse-Teile waren visuelle Meisterwerke, die bis aufs kleinste Detail ausgeklügelt waren und sogar diejenigen begeistern konnten, die wie ich etwas Superhelden-müde sind.
Zwar bot Across the Spider-Verse ein besonders für Cliffhanger-Verhältnisse hervorragendes Ende, trotzdem kann ich den nächsten Teil kaum erwarten.
Furiosa: A Mad Max Saga
Kinostart: 24. Mai 2024 | Regie: George Miller | Cast: Anya Taylor-Joy, Chris Hemsworth
Valentin Aschenbrenner: Wem wollen wir hier überhaupt etwas vormachen? NATÜRLICH ist Furiosa genau der Film, auf den ich mich im Kinojahr 2024 am meisten freue. Schrecklich berechenbar und fast schon langweilig, ich weiß. Deswegen hätte ich fast nur aus Trotz einen ganz anderen Film gewählt, wie zum Beispiel Madame Web oder so, keine Ahnung.
Fakt ist aber: Auf Furiosa fiebere ich bereits hin, seit George Miller mit Mad Max Fury Road vor knapp neun Jahren ein Actionbrett hingelegt hat, das mit vielen modernen Genre-Vertretern einfach mal den Boden aufwischt. Leider hat es wirklich lange gedauert, bis Miller sein Prequel zu Fury Road umsetzen konnte - immerhin nicht so lange, wie es für Mad Max 4 gebraucht hat. Doch guter Dinge wollen bekanntermaßen Weile haben.
Wenn ich ehrlich bin, hätte ich die Vorgeschichte zu Charlize Therons Imperator Furiosa mit Anya Taylor-Joy in der Hauptrolle nicht unbedingt auf der großen Leinwand gebraucht. Doch zumindest aktuell habe ich vollstes Vertrauen in die Fähigkeiten des mittlerweile 78 Jahre alten Regisseurs, zu dessen neuesten Streich der erste Trailer meine Augen wie Chrom glänzen lässt.
2:26
Furiosa: A Mad Max Saga - Der erste Trailer ist da und reißt uns sofort in die Postapokalypse
Auf welchen neuen Film im Kinojahr 2024 freut ihr euch am meisten? Was haltet ihr von unseren persönlichen Tipps, die unserer Meinung nach jeder Filmfan im Auge behalten sollte: Packt ihr die Empfehlungen auf eure eigene Liste oder lassen sie euch kalt? Lasst es uns in den Kommentaren wissen - wir sind auf eure Meinung gespannt!
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.