Ich habe dem Fitnessstudio den Rücken gekehrt und bin trotzdem so fit wie nie zuvor – dank einer App

Dank einer App muss Jonas nicht in die Muckibude und hält sich bequem im Home Office fit.

Keine Hanteln notwendig: Wie ich mit der App »Freeletics« fit geworden bin. (Bildquelle: Anton über Adobe Stock) Keine Hanteln notwendig: Wie ich mit der App »Freeletics« fit geworden bin. (Bildquelle: Anton über Adobe Stock)

Während meiner gesamten Jugend und bis ins Studium habe ich im Verein Fußball gespielt und mich so regelmäßig bewegt. Dann hatte ich weniger Zeit für den Teamsport.

In Fitness-Studios habe ich es danach nie lange ausgehalten, weshalb mit der Zeit meine Fitness immer weiter abnahm – ganz im Gegensatz zu den Zahlen auf der Waage. Klar, die können auch durch Muskeln steigen, bei mir bestanden die Extra-Kilos aber eher aus Pizza und Keksen.

Vor einigen Jahren habe ich dann die Fitness-App Freeletics für mich entdeckt. Mittlerweile bewege ich mich wieder regelmäßig und fühle mich fit wie nie zuvor. Und das Beste: Ich muss dafür nicht einmal das Haus verlassen.

Die Vor- und Nachteile auf einen Blick:

Pro
  • Schnelles und flexibles Training
  • Persönlich abgestimmte Einheiten
  • Ganzheitlicher Ansatz mit Fokus auf Beine und Rumpf
  • Örtlich ungebunden
Kontra
  • Kein Ansporn durch andere
  • Keine »echten« Trainer, die helfen können
  • Weniger Muskelaufbau als mit Gewichten

So funktioniert Freeletics

Freeletics ist eine Fitness-App, bei der vor allem Übungen mit dem eigenen Körpergewicht, also etwa Liegestütze, Sit-Ups und Ähnliches, im Fokus stehen. Es gibt eine Reihe von sogenannten »Training Journeys«, also 6- bis 12-Wochen-Plänen mit unterschiedlichen Prioritäten.

Ein paar Beispiele:

  • »Muskelaufbau ohne Gewichte« enthält 48 Trainingseinheiten zu je 30 bis 60 Minuten, die meist auf hohen Widerstand, aber kaum Cardio setzen.
  • »Express Workout« enthält 24 kurze, aber intensive Einheiten zu je 10 bis 15 Minuten.
  • »Freeletics Hardcore« ist die schwerste Journey und bietet 35 Einheiten zu 30 bis 120 Minuten sowie einen Mix aus Kraft- und Cardio-Training.

Journeys Bei der Auswahl der Journeys wird übersichtlich dargestellt, was mich erwartet.

Trainingstag Ich sehe auf einen Blick, was mich bei der nächsten Einheit erwartet.

Anpassungen Ich kann die Einheit umfangreich anpassen.

Anweisungen Die einzelnen Übungen werden in Videos vorgemacht.

Zu Beginn entscheidet man sich für eine dieser Journeys und gibt an, an welchen Tagen in der Woche man trainieren möchte. Die App berechnet dann für jeden ausgewählten Tag eine Einheit.

Nach dem Training gibt man der App Feedback, ob die Einheit zu leicht, zu schwer oder genau richtig war, woraus dann die nächsten Einheiten berechnet werden.

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Einheiten können auch ganz einfach verschoben oder angepasst werden, falls ihr beispielsweise nur wenig Zeit oder knappen Platz habt oder eine Muskelgruppe ausschließen möchtet.

Ihr könnt zudem angeben, welches Equipment (zum Beispiel Pullup-Stange, Blackroll, Boxen etc.) euch zur Verfügung steht. Dieses wird dann in die Einheiten eingebaut.

So viel kostet Freeletics: Die App selbst ist kostenlos, genau wie viele Übungen. Für das persönliche Coaching braucht es aber ein Abo. Hier stehen drei Optionen zur Auswahl:

  • 3 Monate: 35 Euro
  • 6 Monate: 60 Euro
  • 12 Monate: 80 Euro

Es gibt natürlich auch noch andere Anbieter wie Gymondo, Kernwerk oder Asana Rebel. Die habe ich allerdings nicht explizit ausprobiert. Freeletics hat mich persönlich direkt zufriedengestellt.

Dank App fit im Home Office

Für mich ist Freeletics die nahezu perfekte Lösung. Ich kann die Trainings ganz einfach in meinen Tagesablauf integrieren, ohne zu viel Zeit oder Planung investieren zu müssen. Dreimal in der Woche verlängere ich meine Mittagspause ein bisschen, erledige meine Übungen und habe es geschafft.

Jonas Herrmann
Jonas Herrmann

Jonas ist kein Fitness-Fanatiker und verbringt seine Freizeit lieber auf der Couch als im Gym. Dass regelmäßige Bewegung sich aber positiv auf sein Wohlbefinden auswirkt, muss er trotzdem eingestehen. Und mit Muskelkater wirkt die Couch sogar nochmal einladender.

Ich muss nicht extra in ein Fitness-Studio fahren und bin zeitlich auch nicht so eingespannt wie bei einer Teamsportart. Wenn ich es einmal nicht schaffe oder im Urlaub bin, mache ich eben eine kürzere Einheit oder verschiebe sie auf den nächsten Tag.

Ein wichtiger Aspekt bei Fitness und Muskelaufbau ist die Regelmäßigkeit und die fällt mir mit der App deutlich einfacher als zuvor. So bin ich in den letzten drei Jahren tatsächlich fitter geworden als je zuvor. Ich schaffe mittlerweile sogar ein paar Klimmzüge, was früher quasi unmöglich war.

Hürden: Ein wichtiger Punkt bei der App ist die Disziplin. Es gibt dabei eben keinen positiven »sozialen Druck« etwa durch einen Trainingspartner oder ein Team. Wer das aber braucht, um sich aufzuraffen, für den ist Freeletics vermutlich eher nichts.

Zudem sollte auch bedacht werden, dass die Einheiten nicht von einem menschlichen Trainer erstellt werden. Man muss sich also selbst kontrollieren und ehrliches Feedback geben. Sonst riskiert man eventuell Verletzungen durch Überlastung oder falsche Ausführungen.

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