Wer vor zwölf Monaten den Football Manager 26 gestartet hat, dürfte heute noch leichte Vietnam-Flashbacks bekommen, denn der Wechsel auf das neue Technik-Fundament war ein ziemlicher Unfall: Ein klobiges Interface voller leerer Flächen, massenhaft gestrichene Kernsysteme und verbuggte Menüs sorgten dafür, dass unzählige Veteranen fluchtartig zum Football Manager 24 zurückkehrten.
Entsprechend skeptisch saß ich jetzt vor dem Bildschirm, als ich für diesen Test des Football Manager 27 mein virtuelles Trainerbüro beim VfL Wolfsburg bezog. Die Mission war trotzdem klar: den Klub ohne Umwege binnen einer Saison zurück nach oben führen. Nach Dutzenden Stunden zwischen Taktiktafel, Transfermarkt und Flutlichtspielen in der Volkswagen Arena steht für mich fest, dass ihr den neuen Ableger von Sports Interactives FM-Serie an zwei völlig unterschiedlichen Maßstäben messen müsst.
Vergleicht ihr den Football Manager 27 nämlich mit dem direkten Vorgänger, erlebt ihr einen Unterschied wie Tag und Nacht. Das hier ist endlich das funktionierende, runde Spiel, das schon im Herbst 2025 auf Steam und Co. hätte stehen müssen. Legt ihr allerdings die Messlatte des beliebten Football Manager 24 an, werdet ihr trotz einiger starker Neuerungen immer noch über Design-Entscheidungen stolpern, die euch ratlos zurücklassen.
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Der Football Manager 27 »sieht eine Million mal besser« aus als die letzte große Fußballmanager-Enttäuschung
Die Klick-Hölle ist Geschichte
Schon beim ersten Blick auf den Wolfsburger Kader an Tag eins fällt mir ein riesiger Stein vom Herzen. Sports Interactive hat für diesen Teil ein eigenes »UI Strike Team« abgestellt, und deren Aufräumarbeit merkt ihr mit jedem Mausklick. Der gigantische, ungenutzte Platz auf dem Bildschirm, der den Vorgänger wie eine halbfertige Tablet-App wirken ließ, ist deutlich geschrumpft. Wichtige Untermenüs erreicht ihr jetzt mit spürbar weniger Klicks, ohne ständig in irgendwelchen Sackgassen zu landen.
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