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»Das war unglaublich«: Godzilla, Iron Man, Homer Simpson und Tausende Spieler kämpfen in einer Fortnite-Schlacht, wie es sie sonst nur im Kino gibt
Kennt ihr diese einzigartigen Videospiel-Momente, die euch eine Gänsehaut über den ganzen Körper jagen und euch ein breites Grinsen ins Gesicht zaubern? Das hat Fortnite am Wochenende bei mir geschafft.
Und ja, damit meine ich genau das Battle Royale, was von meiner Altersgruppe (oder darüber hinaus) gerne mal als das Spiel für TikTok-Kids
abgetan wird und auch nicht unbedingt bei GameStar-Lesern auf großes Interesse stößt. (Es gibt einen guten Grund, warum wir dieses Thema nicht so umfangreich und konsequent betreuen wie viele andere Videospiele.)
Doch jetzt hat sich in Fortnite etwas abgespielt, das sogar meinen werten Kollegen Peter ein erstauntes Holy!
im Redaktions-Chat entlockt. Und das meine ich gar nicht despektierlich - ganz im Gegenteil. Peter hat schlichtweg einen ganz anderen (und allemal auserlesenen) Spiele-Geschmack, der wenig Zeit und Raum für Free2Play-Battle-Royale mit Live-Service-Modell lässt.
Was hat sich also die Aufmerksamkeit eines vielbeschäftigten Peter Bathge verdient? Werft aber mal am besten selbst einen Blick darauf, was sich oben im Video im letzten Fortnite-Event abgespielt hat.
Moment mal, Fortnite hat eine Story?
Aber lasst mich von vorne beginnen. Fortnite hat mal ganz bescheiden Koop/Survival-Shooter mit Basenbau-Mechanik angefangen, doch diese Tage längst hinter sich gelassen. Mittlerweile wird in Fortnite vor allem Battle Royale gespielt, das vor Kollaborationen mit großen Marken nur so strotzt, regelmäßig neue Season Passes, Story-Updates und Gameplay-Neuerungen bekommt und alle paar Monate sogar eine komplett neue Map.
Die Story von Fortnite ist überraschend komplex und hat die eigenen Franchise-Grenzen längst nicht nur überschritten, sondern regelrecht gesprengt. Denn teilweise liefert die Lore hieb- und stichfeste Begründungen, warum die Avengers, Batman, Son Goku, Invincible, Geralt von Riva und Ciri, Luke Skywalker und Darth Vader, Ariana Grande und Peter Griffin sowie der T-800 und Homer Simpson aus dem Battle Bus springen.
Eben jene Story mündet alle paar Monate in einem großen und einmaligen Live Event, dem die Fortnite-Community jedes Mal aufs Neue entgegenfiebert. Und das aus gutem Grund: Diese Events finden nur ein einziges Mal und (wie der Name vielleicht schon verrät) live statt. Habt ihr verschlafen, Besseres zu tun oder ist einfach nur das Internet ausgefallen, habt ihr Pech gehabt und einer der unzähligen Gameplay-Clips auf YouTube muss als Trost dienen.
Wart ihr am vergangenen Samstag (also dem 29. November 2025) verplant, dann habt ihr wirklich was verpasst!
Denn mit Zero Hour wurde ein besonders langer Story-Abschnitt und eine besonders vollgepackte Season mit einem ganz großen Knall beendet. Euch bezüglich der Handlung abzuholen, würde an dieser Stelle jeglichen Rahmen sprengen. Deswegen empfehle ich euch an dieser Stelle einfach das Story-Recap meines liebsten Fortnite-YouTubers Adamaru:
Link zum YouTube-Inhalt
Let me show you how it's done done done
Ihr müsst eigentlich nur wissen: Das letzte Fortnite-Kapitel strotzte geradezu vor Kollaborationen! So waren unter anderem Superman, die Avengers, Scorpion und Sub-Zero aus Mortal Kombat, Invincible, die Spartans aus Halo, die Power Rangers mit ihrem Megazord, die Scooby-Gang, Huntrix, Godzilla, die Simpsons und viele, viele mehr involviert.
Dabei wäre es also absolut verschenkt, hätte Epic für das Kapitel-Finale von Fortnite nicht aus diesem Füllhorn aus allseits bekannten Marken geschöpft. Die naheliegende Lösung: Eine offensichtlich von Avengers: Endgame inspirierte finale Schlacht zu inszenieren, in der so viel auf einmal passiert, dass man nicht anders als den Überblick verlieren kann!
Dabei trommeln die Fortnite-Aushängeschilder Jonesy und Hope Verstärkung aus allen Universen zusammen, um dem großen Obermotz (einem dicken Tentaktel-Dämon) den Garaus zu machen.
Mit meinem aktuellen Lieblings-Skin (einem eigens designten Mandalorianer) fliege ich an Bord eines Helikopters über eine Armee aus Heldinnen und Helden meiner Kindheit dem bösen Obermotz namens The Dark Presence
entgegen, während How it’s Done
der KPop Demon Hunters aus den Lautsprechern dröhnt. Später sitze ich mit zwei Maschinenpistolen auf der Rückbank eines Motorrads, während Die Braut aus Kill Bill mit ihrem Hattori Hanzo einen Riesententakel filletiert.
Meine zwei persönlichen Highlights des Events: Hatsune Miku, die auf dem Kopf von Godzilla ihren Miku Miku Beam abfeuert, während ein gigantischer Homer Simpson in Unterhosen einen Tentakel des Dämonenkönigs würgt. (... das klingt irgendwie verfänglich.)
Und hier spielt Fortnite eine seiner größten Stärken aus, die es so in sonst keinem anderen Videospiel gibt - egal, wie sehr sie sich darum bemühen. (Ja, du bist gemeint, Call of Duty.) Epic weiß die schiere Masse an Kollaborationen aus allen möglichen Franchises einzusetzen und daraus einen eigenen Endgame-Moment zu zaubern.
Es ist einer dieser Augenblicke, der mich heilfroh stimmt, dass ich vor drei Jahren Fortnite verfallen und seitdem treu geblieben bin. Und auch, dass ich dafür vielleicht das ein oder andere Service-Game zurückgestellt habe.
Fortnite zieht mich immer wieder auf ein Neues in den Bann, aber ist dafür natürlich nicht über jede Kritik erhaben. Schon jetzt zu Kapitel 7 gibt’s nämlich schon ein paar brandneue Aufreger (siehe oben).
Fragwürdige UI-Updates, kontroverse Änderungen des Battle-Pass- und Level-Systems und Gebrauch von KI, den es in dieser Form schlichtweg nicht gebraucht hätte. Jetzt muss Epic nur auf die lautstarke Kritik der Community reagieren.
Dass sie sonst schon sehr vieles richtig machen, hat das letzte Event einmal mehr bewiesen.

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