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Seite 2: Fussball Manager 12 im Test - EA hat sich gut aus der Atmosphäre gezogen

Neue Bedienung: Im Spiel denken die Spieler ab und zu selbständig, und man sieht ja, was dabei raus kommt (Jürgen Klopp)

Als gelungen empfinden wir die neue Bedienung des 3D-Spiels. So öffnen wir jetzt intuitiv angelegte Kreismenüs, mit denen wir jederzeit im Spiel die taktischen Anweisungen regulieren. Das können wir nicht nur für die ganze Mannschaft machen, sondern auch für jeden Spieler. Ein einfacher Klick auf den Akteur und wir können ebenfalls über Kreismenüs sein individuelles Verhalten bestimmen oder seine Statistiken einsehen. Letzteres geht auch mit Gegenspielern.

Direkte Kontrolle Während Arjen Robben locker zum 1:0 gegen Fenerbahçe Istanbul einnetzt, nutzen wir die neue und direkte Kreismenü-Steuerung, um Kroos frische taktische Anweisungen zu erteilen.

Mannschafts-Kontrolle Über das Kreis-Menü unten links geben wir im laufenden Spiel neue taktische Anweisungen. Eine Unterbrechung des Spielverlaufs ist dafür nicht notwendig.

Der Rasen leuchtet Zu Unterbrechungen wie zum Beispiel Ecken oder Anstößen blendet das Spiel jetzt Statistiken direkt auf dem Rasen ein. Eine hübsche Spielerei.

So justieren wir im 3D-Modus ständig unsere Taktik nach, reagieren spontan auf Druckphasen und gefährliche Standardsituationen oder geben eine Mauertaktik bei Führung kurz vor Schluss aus. Kurz: Wir nehmen deutlich aktiver und engagierter am Spielgeschehen teil und fühlen uns in den besten Momenten des FM 12 fast wie Jürgen Klopp oder -- nunja - Thomas Tuchel. Traditionalisten dürfen jedoch auch weiterhin das altbekannte separate Mannschafts- und Taktikmenü für ihre Anweisungen nutzen.

Die Schwäche: Wenn man Gelb hat und so reingeht, kann man nur wichtige Termine haben (Johannes B. Kerner)

Ein zwiespältiges Bild geben dagegen die Änderungen an der Spiellogik und KI ab. Auf der einen Seite hat sich der Spielfluss klar verbessert und schöne »natürlich« wirkende Spielzüge, die ganz unseren Taktikvorgaben entsprechen, sehen wir nun deutlich häufiger als früher. Auch kommen jetzt mehr kuriose Situationen wie Eigentore oder Torwartpatzer vor, obwohl Tore aus der Halbdistanz weiterhin unverhältnismäßig dominieren. Trotzdem fehlt wegen einiger Ungereimtheiten der letzte Schuss fürs realistische Spielgefühl. So hagelt es in 3D-Spielen in der Regel gleichermaßen Pfostenschüsse wie gelbe und gelb-rote Karten, unabhängig ob das unser Team betrifft oder das des Gegners.

Während sich die Spielabläufe und die Bedienung im 3D-Spiel klar gesteigert haben, stagniert die Technik. Oder sehen so echte Fussballfans aus? Hoffentlich nicht mal in Mazedonien. Während sich die Spielabläufe und die Bedienung im 3D-Spiel klar gesteigert haben, stagniert die Technik. Oder sehen so echte Fussballfans aus? Hoffentlich nicht mal in Mazedonien.

Spiele, die beide Mannschaften mit 22 Spielern beenden, sind in der Minderheit; das gilt auch schon für an sich harmlose Vorbereitungsspiele. Der Glaubwürdigkeit tut das natürlich ebenso einen Abbruch wie zum Teil haarsträubend ausgespielte Überzahl- oder Eins-gegen-Eins-Situationen. Trotz aller Kritik bleibt aber unter dem Strich: Gegenüber den Vorgängern hat sich der 3D-Modus klar gesteigert und er gibt auch deutlich die von uns angeschlagene taktische Marschrichtung wieder. Die Beseitigung der restlichen Logikpatzer ist im Rahmen von Patches daher durchaus noch möglich.

Komische Meister: Wir sind nur die Underducks (Reiner Calmund)

Die Menüs sind wie immer sauber strukturiert und klar aufgeräumt. Die Menüs sind wie immer sauber strukturiert und klar aufgeräumt.

Ein wenig unlogisch wirken dafür manche Entwicklungen in der simulierten Fußballwelt. So trägt uns der mazedonische Verband die Nationaltrainerwürde an (mit »Starspielern« wie Pandev oder Noveski), während wir gerade mal den abstiegsbedrohten Viertligisten Fortuna Köln trainieren. Und simulierte Meister werden in dieser Zeit Hoffenheim, der HSV und dann dreimal Schalke. Nach aktuellem Liga-Stand, den wir wieder im Live-Season-Modus mit einbinden können, ist diese prognostizierte Entwicklung höchst unwahrscheinlich. Aber vielleicht belehrt uns die Zukunft ja eines Besseren. Wenn dem so ist, dann kann vielleicht auch ein Thomas Tuchel die Macht des EA-Fluches brechen. Im Mai 2012 sind wir dann schlauer.

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