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»Ich erwarte nicht, dass sich das bessert« - Deutsche Entwickler diskutieren über den Zustand der einheimischen Games-Branche

Die Games-Industrie steckt international in einer Krise. Doch wie sieht es mit der heimischen Branche aus? Auf der Caggtus in Leipzig haben wir deutsche Entwickler befragt.

Der ehemalige Gothic-Entwickler Björn Pankratz kennt sich mit der deutschen Spieleindustrie bestens aus. Kürzlich hat er ein neues Studio gegründet. Der ehemalige Gothic-Entwickler Björn Pankratz kennt sich mit der deutschen Spieleindustrie bestens aus. Kürzlich hat er ein neues Studio gegründet.

Entlassungen, Studioschließungen, enttäuschte Hoffnungen - wer sich aktuell in der Spiele-Branche umschaut, der gelangt leicht zu dem Eindruck, dass es nicht gut um die Industrie bestellt ist.

Auch deutsche Entwickler schauen nicht unbedingt optimistisch in die Zukunft. Laut einer Umfrage des Branchenverbands Game machen sich 9 von 10 Games-Unternehmen große Sorgen um die Wettbewerbsfähigkeit des Games-Standorts Deutschland. Auf der Caggtus in Leipzig haben wir während unserer FYNG-Panels mit drei Entwicklern über den Zustand der hiesigen Games-Branche gesprochen.

Mit Moderator Michael Obermeier diskutierten:

  • Björn Pankratz (früher Piranha Bytes, jetzt Pithead Studio)
  • Konrad Kunze (Fusion Play)
  • Kai Moosmann (Mirebound Interactive)

Eine Branche in der Krise?

Zwei von drei unserer Gäste finden, die Branche ist in der Krise. Damit gemeint ist nicht nur der generelle Abschwung in der Tech-Industrie nach Corona, sondern auch der immer heftiger werden Kampf um die Aufmerksamkeit und Freizeit der Kunden im Digitalzeitalter. Zwischen Netflix, AAA-Titeln und Co. hätten kleinere Spiele es deutlich schwerer, überhaupt von Spielern beachtet zu werden.

Doch auch die mangelnde Unterstützung seitens der deutschen Regierung sei ein Problem für die hiesige Spieleentwicklung. Vor allem die Studiogründung sei in Deutschland ein gigantischer bürokratischer Aufwand; aber auch die Fördersummen seien zu gering. So müssten kleine Studios regelrecht um das zur Verfügung stehende Geld kämpfen. Kai Moosman von Mirebound Interactive konkretisiert: Eigentlich kann man sagen, es ist immer zu wenig.

Ich erwarte auch nicht, dass sich das grundlegend verbessert, sagt der ehemalige Gothic-Entwickler Björn Pankratz. Er kenne viele Kollegen, die die Spiele-Branche aufgrund der aktuellen Schwierigkeiten verlassen haben. Nach der Schließung von Piranha Bytes hat Pankratz erst kürzlich gemeinsam mit seiner Frau ein neues Studio namens Pithead gegründet.

Den kompletten Talk könnt ihr euch hier anschauen:

Video starten 53:37 Steht die deutsche Gaming-Branche am Abgrund? Wir fragen die Experten

Zumindest im Hinblick auf Letzteres gibt es pünktlich zur Caggtus jedoch ein positives Signal aus der Politik: Die neue Bundesregierung hat angekündigt, die Games-Branche zukünftig stärker berücksichtigen zu wollen.

Der Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD sieht unter anderem vor, deutsche Entwickler mit Steuererleichterungen und Subventionen zu unterstützen. Ob das hilft, wird sich in den kommenden Jahren zeigen müssen.

FYNG - Was ist das eigentlich?

Find Your Next Game (kurz: FYNG) ist unsere große Live-Event-Reihe, mit der wir euch dieses ganz spezielle Gefühl eines Messebesuchs nach Hause ins Wohnzimmer transportieren wollen. Natürlich stehen dabei immer Spiele, Technik und Entertainment im Mittelpunkt, aber uns geht es auch um mehr:

Communitys, den Austausch mit Gleichgesinnten, fachkundige Diskussionen und eine gepflegte Portion Quatschmachen. Das alles live und ohne doppelten Boden.

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