Samsung hat seine neuen Galaxy S25-Handys vorgestellt, und wie immer gibt es ein verbessertes Kamerasystem.
Wir stellen euch die wichtigsten Optimierungen auf einen Blick vor.
Hardware-Verbesserungen
Bei der Kamera-Hardware halten sich die Neuerungen stark in Grenzen.
Die Ultraweitwinkel-Kamera erhält einen neuen Bildsensor mit 50 Megapixeln. Das Samsung Galaxy S24 Ultra hatte einen mit 12 Megapixeln. Die Blende ist mit F/1.9 gegenüber F/2.2 auch etwas größer geworden. Sonst bleibt alles beim Alten:
- Die Hauptkamera verwendet weiterhin einen ISOCELL-Sensor mit 200 Megapixeln Auflösung. Das 24mm-Objektiv besitzt eine zum Vorgänger unveränderte F/1.7-Blende.
- Die erste Tele-Kamera besitzt wie gehabt eine 10-Megapixel-Auflösung und bietet euch eine im Vollformat äquivalente Brennweite von 67 mm.
- Das Periskop-Telezoom bleibt ebenfalls unverändert. Die Auflösung beträgt 50 Megapixel mit einem optischen Fünffach-Zoom.
- Erneut keine Bewegung gibt es zu guter Letzt bei der Frontkamera mit 12 Megapixeln und einer F2.2-Blende.
Die höhere Auflösung der Ultrawide-Kamera sollte für mehr Details sorgen. Außerdem kann so das Pixel-Binning-Verfahren, bei dem vier Pixel zu einem großen verrechnet werden, zum Einsatz kommen.
In Kombination mit der größeren Blende sind bessere Fotos bei schlechten Lichtbedingungen zu erwarten.
Verbesserte ProVisual Engine
Mit der verbesserten ProVisual Engine setzt Samsung auf eine KI-Rauschunterdrückung bei nächtlichen Videoaufnahmen. Starre und sich bewegende Objekte werden erkannt und getrennt voneinander verarbeitet. Samsung nennt diese Technologie »Spatio Temporal Filter«.
Eine ähnliche Funktion gibt es auch bei den Pixel-Handys von Google, jedoch ist dafür eine Verarbeitung in der Cloud nötig. Die S25-Handys können diesen Prozess lokal auf dem Gerät ausführen.
Das wird durch den neuen Qualcomm Snapdragon 8 Elite for Galaxy ermöglicht.
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Galaxy S25 Ultra: Samsung stellt das neue Flaggschiff ausführlich vor
8K-Videoaufnahmen mit drei Kameras
Mit dem Samsung Galaxy S25 Ultra könnt ihr jetzt mit der Haupt-, der Ultraweitwinkel- und der 50-Megapixel-Tele-Kamera in 8K und 30 FPS aufnehmen.
Es ist allerdings nicht möglich, zwischen den Kameras während der Aufnahme zu wechseln.
Log-Videoaufnahmen
Das Samsung Galaxy S25 Ultra bietet für Videoenthusiasten und Profis die Möglichkeit, in einem Log-Format aufzunehmen.
Solche Videos besitzen einen sehr geringen Kontrast und nur wenig Farbsättigung. Dafür bieten sie einen deutlich größeren Dynamikumfang und sehr viel mehr Spielraum bei der Nachbearbeitung.
Die Videos könnt ihr direkt über die Galerie-App oder über Drittanbieter-Apps bearbeiten.
10-bit-HDR ist standardmäßig aktiviert
Die neuen Galaxy S25-Handys nehmen standardmäßig Videos in 10-bit HDR auf. Das resultiert in strahlenden Farben und einem größeren Dynamikumfang.
Verbesserte Expert-RAW-Aufnahmen und virtuelle Blende
200-Megapixel-RAW: Auf dem Galaxy S25 Ultra könnt ihr Fotos im RAW-Format mit 200 Megapixeln aufnehmen. Beim Samsung Galaxy S25 waren diese auf eine Auflösung von 50 Megapixeln begrenzt.
Die höhere Auflösung erlaubt euch mehr Spielraum bei der Nachbearbeitung und beim Zuschneiden des Fotos.
Virtuelle Blende: Im Expert RAW-Modus
könnt ihr beim Samsung Galaxy S25 Ultra die Blende nachträglich zwischen F/1.4 und F/16 simulieren.
Mit einer großen Blende ist es möglich, Hintergründe mit einer geringen Tiefenschärfe verschwimmen zu lassen und mit einer kleinen die Tiefenschärfe zu vergrößern.
Portrait Studio wird »realistischer«
Im Portrait-Studio könnt ihr Fotos von euch in KI-Bilder in verschiedenen Stilen umwandeln. Dazu stehen euch vier Varianten zur Verfügung:
- 3D Cartoon
- Comic
- Sketch
- Watercolor
Das Feature war schon Teil der Galaxy S24-Reihe, wurde aber verbessert und soll realistischere Ergebnisse liefern.
Der YouTube-Kanal Petapixel hat es im folgenden Video schon ausprobiert und eher gemischte Gefühle bei den Ergebnissen (ab etwa 26:00 Min.)
Link zum YouTube-Inhalt
Neue Film-Filter
Die Samsung Galaxy S25-Handys besitzen neue Filter, die den Look von analogem Film simulieren sollen.
Best Face
Wenn ihr »Motion Photo« aktiviert habt, könnt ihr bei Fotos die Gesichtsausdrücke der Menschen austauschen – etwa, wenn jemand geblinzelt hat.
Diese Funktion gibt es in ähnlicher Form auch bei Google Pixel-Handys. Dort heißt das Feature »Best Take«.
Verbessertes »Single Take«
Mit Single Take werden schon vor dem Drücken des Auslösers Aufnahmen gemacht, sodass euch kein Moment entgehen soll. Mit »Pre Record« könnt ihr das auch mit Videos machen und Einzelbilder nach Bedarf extrahieren.
Die meisten Fotografie-Neuerungen des S25 findet ihr auf der Seite der Software. Einige davon werden durch den verbesserten Prozessor ermöglicht.
Was haltet ihr von den neuen Kamera- und Fotografie-Verbesserungen? Reichen sie euch aus oder habt ihr mehr erwartet? Gibt es ein bestimmtes Feature, das euch persönlich besonders gut gefällt oder fehlt? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!
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