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Einen der blutigsten Momente von Game of Thrones hat sich George R. R. Martin in den schottischen Geschichtsbüchern abgeschaut

Die Rote Hochzeit ist einer der traumatischsten Momente von Game of Thrones. Den düsteren Höhepunkt von Staffel 3 hat sich Autor George R. R. Martin von zwei sehr realen Ereignissen im historischen Schottland abgeschaut.

Robb Stark (Richard Madden) und seine Familie gehen auf der Roten Hochzeit den Freys in die Falle. Bild: HBO. Robb Stark (Richard Madden) und seine Familie gehen auf der Roten Hochzeit den Freys in die Falle. Bild: HBO.

Erinnert ihr euch noch an die ersten Staffeln von Game of Thrones? Anfang der 2010er drückten viele Serienfans den Angehörigen des Hauses Stark die Daumen im Krieg um den Eisernen Thron. Nach dem Tod Eddard Starks (Sean Bean) durch die Hand der Lannisters, nahm es dessen Sohn Robb Stark auf sich, Rache an den Cersei, Tywin und Co. zu nehmen und gegen deren unrechtmäßige Besetzung des Thrones zu Felde zu ziehen.

Doch die Ambitionen der Starks nahmen mit Staffel 3 ein jähes Ende. In der neunten Folge, Der Regen von Castamaer, werden Robb, seine Frau Talisa und seine Mutter Catelyn von den Freys grausam ermordet. Der blutige Hinterhalt während einer Hochzeit hat sich als eines der schaurigsten Serien-Ereignisse in das Gedächtnis vieler GoT-Fans gebrannt.

Video starten 2:40 Game of Thrones ist jetzt 15 Jahre alt und überrascht zur Feier mit brandneuen Szenen, die zuvor noch kein Fan gesehen hat

Die realen Vorbilder der Roten Hochzeit

Das brutale Massaker entspringt jedoch nicht allein der Fantasie von George R.R. Martin. Der Autor bediente sich direkt bei zwei realen historischen Ereignissen aus der Geschichte Schottlands (via CNN). Wie in Westeros galt das Gastrecht dort als absolut heilig – in beiden historischen Fällen traten Verräter dieses Gesetz mit Füßen.

Die erste Vorlage lieferte das sogenannte »Black Dinner« im Jahr 1440. Der damalige schottische Gouverneur William Crichton herrschte dort für den noch minderjährigen König James II. und sah seine Macht durch die einflussreiche Douglas-Familie bedroht.

Er lud den erst 16-jährigen Grafen William Douglas und seinen jüngeren Bruder unter dem Vorwand der Gastfreundschaft zum Festmahl nach Edinburgh ein. Statt eines festlichen Gangs präsentierten die Gastgeber den ahnungslosen Jungen auf dem Tablett jedoch plötzlich einen schwarzen Bullenkopf – ein damaliges Symbol für den Tod. Crichton inszenierte einen Schauprozess und ließ die Brüder noch vor Ort hinrichten.

Noch stärker orientiert sich der Serien-Twist aber am Massaker von Glencoe aus dem Jahr 1692. Der königstreue Offizier Robert Campbell suchte mit seinen Männern beim verfeindeten MacDonald-Clan Schutz vor dem rauen Winter. Die MacDonalds galten zwar als offizielle Feinde der englischen Krone, gewährten den Soldaten aber dennoch zwölf Tage lang sicheren Unterschlupf und Nahrung.

Nach knapp zwei Wochen zogen die Gäste in der Nacht plötzlich heimtückisch die Schwerter. Sie schlachteten Männer, Frauen und Kinder der MacDonalds ab und verbrannten deren Höfe. Wer dem Hinterhalt entkam, erfror auf der anschließenden Flucht im Schnee.

Wie auch beim Black Dinner wurde hier das Gastrecht missbraucht - diesmal allerdings von den Gästen. Autor George R.R. Martin selbst kommentierte die düsteren Hintergründe seiner Geschichte mit folgenden Worten: »Egal, wie viel ich mir ausdenke, in der Menschheitsgeschichte gibt es Dinge, die genauso schlimm oder sogar noch schlimmer sind.«

In der obigen Linkbox findet ihr noch mehr interessante News und Infos rund um Game of Thrones.


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