#GameOn - "Games for Change" reagiert mit eigenem Clip auf das Gewaltvideo der Trump-Administration

Die Initiative Games for Change hat mit einem eigenen Clip auf das Video zur Videospielgewalt der Trump-Administration reagiert. Das soll die schönere Seite der Gaming-Kultur zeigen.

von Stefan Köhler,
13.03.2018 14:21 Uhr

In der Video-Antwort von Games for Change wird auch Minecraft als positives Beispiel gezeigt.In der Video-Antwort von Games for Change wird auch Minecraft als positives Beispiel gezeigt.

"#GameOn together!", so heißt ein frisch veröffentlichtes Video der Initiative Games for Change. Gezeigt werden soll die Schönheit von Videospielen als Antwort auf das jüngst zu sehende Gewaltvideo, das im Rahmen des Treffens zwischen Vertretern der Videospielindustrie, Kritikern und Donald Trump im Weißen Haus gezeigt wurde.

Im Statement zum Clip von Games for Change heißt es:

"Nachdem wir gesehen hatten, dass das Weiße Haus ein Video produziert hatte, das Spiele als ultra-brutal darstellt, sahen wir uns genötigt, einen anderen Blick auf Spiele zu zeigen. Videospiele, ihre innovativen Erschaffer und die große Spieler-Community sind so viel mehr als das, was im Video des Weißen Hauses präsentiert wird. Wir wollten unsere eigene Version erschaffen, mit derselben Laufzeit, um den fehlgeleiteten Schuldvorwurf des Weißen Hauses in Richtung Videospiele anzufechten. Wir halten euch dazu an, gemeinsam mit uns die facettenreichen Features von Videospielen zu feiern: Die Schönheit, die Kreativität und der Spaß, die zu diesem Medium gehören. Für all die Entwickler und Spieler die Spiele erschaffen und spielen, um mit Freunden gemeinsam etwas zu erleben, um zu entspannen, um gemeinsame Erfahrungen zu teilen, um neue Dinge zu lernen, um zu inspirieren, um das Unbekannte zu erkunden - dies ist für euch!"

Verzicht auf Gewalt die richtige Antwort?

Das Video von Games for Change zeigt in erster Linie das, wofür die Organisation selbst steht: Für Spiele und Spielinhalte, die eine soziale oder edukative Wirkung haben. Zu sehen sind beispielsweise Minecraft, Portal 2, Firewatch und Monument Valley.

Das Video zeigt auch gewalthaltige Spiele wie Overwatch und Fortnite, spart allerdings jegliche Schusswechsel aus. Damit bedienen sich die Macher des gleichen Tricks wie die Trump-Regierung und zeigen, dass es möglich ist, die Aussage und den Inhalt eines Spiels stark zu verzerren, wenn man Szenen einfach aus dem Kontext reißt.

Aus dem 18er-Titel The Last of Us sehen wir etwa einen Clip, der das Zusammentreffen mit wilden Giraffen zeigt, von brutalen Kämpfen mit grässlich entstellten Monstern ist nichts zu sehen. Inwiefern das Video von Games for Change damit am anderen Ende des Spektrums gegenüber der Gewaltmontage des Weißen Hauses über das Ziel hinausschießt, lässt sich aber durchaus diskutieren.


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