Auf dem Papier sehen Gaming-Stühle recht ähnlich aus. Als jemand, der sie seit 2017 testet, weiß ich: Der Teufel steckt im Detail. Und jenes Detail sind weder Polster, Armlehnen noch Rollen, sondern das Kissen.
Ich habe schon abenteuerliche Konstruktionen für die Kopfkissen gesehen, die meisten von ihnen sind entweder nicht gut oder nicht langlebig genug. Dabei ist die Lösung so einfach: Magnete
Mein Problem mit Kissen
Mein erster Stuhl, den ich anno dazumal noch für die SFT getestet hatte, war ein Modell von Speedlink. Heute kann ich euch nicht mehr sagen, wie der abgeschnitten hat, aber ich erinnere mich noch genau daran, dass ich mich im Verlauf der Jahre über das Kissen geärgert habe.
Das Kissen war mit einem elastischen Band ausgestattet, welches die Kopfstütze am Rückenteil festgehalten hat.
Das hat mehrere Probleme mit sich gebracht:
- Das Kissen verrutscht leicht nach oben oder unten.
- Das Kissen ließ sich nicht ordentlich verstellen.
- Das Band leiert mit der Zeit aus.
Besonders Letzteres war irgendwann so schlimm, dass ich das Band mit einer Sicherheitsnadel verkürzen musste, damit ich das Kissen überhaupt noch benutzen konnte.
Das Kissenproblem gehen Hersteller auf unterschiedlichste Arten und Weisen an, um es zu lösen.
- Noblechairs nutzt eine Mischung aus Band und Schnalle.
- Recaro liefert gegen Aufpreis ein ganzes Kissenelement, das man an den Stuhl anbringen muss. Dann lässt sich die Stütze stufenweise verstellen.
- Hivar macht es ganz abenteuerlich und nutzt ein vertikales Lederband mit einem Kissen am Ende, das man über das Kopfteil legt.
Bisher hatte ich nur Stühle von zwei Herstellern unter meinen vier Buchstaben, die meiner Meinung nach auf die wirklich beste Lösung gesetzt haben.
Magnetische Kissen sind meine optimale Lösung
Meine erste Begegnung mit einem magnetischen Kissen hatte ich beim Test des Secretlab Titan Evo im Rahmen einer Teststrecke mit gleich fünf Gaming Chairs – und war sofort hin und weg.
Ja, die Lösung ist eigentlich wirklich so simpel.
Warum ein magnetisches Kissen immer besser ist:
- Das Kissen verrutscht nicht.
- Ich kann das Kissen flexibel umherschieben.
- Ich kann das Kissen einfach abziehen, wenn ich es nicht brauche.
- Es gibt keine Gurte oder Bänder, die ausleiern.
Stören tut der Magnet im Kissen übrigens nicht. Er ist an der Rückseite angebracht und die Kissen sind dick genug, sodass man ihn nicht spürt.
Warum machen das nicht alle Hersteller so? Darauf habe ich keine Antwort. Vielleicht, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Womöglich ist ein Magnet auch teurer als ein einfaches, elastisches Band.
Ich würde mir aber wünschen, dass magnetische Kissen zum Standard werden. Sie bieten den meisten Komfort, viel Flexibilität und die höchste Langlebigkeit (und offen gesagt auch den wenigsten Ärger).
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DXRacer Martian Pro: So sieht die elektrische Massagefunktion des Gaming-Stuhls aus
Momentan bin ich mit dem Herman Miller ohne Kopfkissen ziemlich zufrieden. Wichtiger noch als ein magnetisches Kopfkissen ist mir nämlich die Synchronmechanik. Während ich auf ein weiches Kissen verzichten kann (was ich auch erst lernen musste), will ich die nämlich nicht mehr missen.
Achtet ihr auf solche Kleinigkeiten wie das Kissen, wenn ihr einen neuen Schreibtisch- oder Gaming-Stuhl kauft? Was ist euch besonders wichtig und was nicht? Teilt eure Erfahrungen gerne in den Kommentaren mit mir.

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