Gears of War ist immer noch relevant, sagt Nicole Facette, Brand Director des frisch angekündigten Gears of War: E-Day. Oder konkreter: Die Themen hinter Gears bleiben aktuell. Loyalität, Brüderlichkeit, Eintracht, Verlust, Trauer.
Das stimmt zum einen natürlich, weil solche urmenschlichen Themen ähnlich wie Haarausfall bis zum Ende aller Zeiten relevant bleiben werden, aber zum anderen weiß ich dadurch auch, in was für einer Art Interview ich gerade sitze, hier In Los Angeles, während der großen Microsoft-Showcase-Präsentation, auf der das neue Gears frisch enthüllt wurde.
Es ist eines dieser Interviews, wo du mit dem Fingernagel jede noch so kleine Information mühsam im Gespräch herauskratzen musst, weil die Entwickler ein sehr konkretes PR-Training erhalten haben und bloß im ganz groben Rahmen über ihr Spiel sprechen möchten.
Kann ich auch verstehen, Gears 6 befindet sich mitten in der Entwicklung - ein falscher Satz im falschen Kontext führt da schnell zu Lawinen der Missverständnisse. Nicht, dass wer aus Versehen behauptet, Gears werde ein Quadrupel-A-Spiel.
Aber gut, ich sitze mit drei anderen Journalisten und Gears-Entwicklern im Räumchen und versuche trotzdem, so viel aus ihnen rauszukitzeln wie nur möglich.
2:20
Der Cinematic Trailer zu Gears of War: E-Day verursacht große Gefühle
Worum geht’s in E-Day?
Gehen wir die Fakten mal im Schnelldurchlauf durch.
Gears of War: E-Day versteht sich nicht als Spin-Off wie Tactics oder damals Gears of War: Judgment, sondern als echter neuer Hauptserienteil, quasi Gears 6.
Aber - der Name deutet es an - E-Day spielt lange vor dem allerersten Teil der Reihe, um genau zu sein: 14 Jahre vorher. Ähnlich wie in Halo startet ja auch das erste Gears am Ende eines gigantischen Krieges, hier gegen die mörderischen Locust, die an einem schicksalhaften Tag plötzlich überall auf der Welt aus der Erde hervorbrachen.
Und um diesen schicksalhaften Tag dreht sich E-Day. Die Entwickler erzählen mir, dass sie während der Pandemie (und nach Gears 5) lange reflektiert haben, was die Gears-Serie in ihrem Kern ausmacht. Und dieser Nukleus führt immer wieder zu Hauptfigur Marcus Fenix, der mit seinem Kumpel Dom den Locusts in den Hintern tritt, jede Menge Bro-Momente feiert, aber eben auch Brobleme… ich meine: Probleme bewältigt.
Wer Gears nicht kennt, mag es rein vom Äußeren nicht vermuten, aber: Diese Serie ist für zwei herzzerreißende Augenblicke der Gaming-Geschichte verantwortlich. Auch diese Gravitas will E-Day zurückbringen. Achtung, Spoiler:
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Die wichtigsten Fakten zu E-Day
In E-Day erleben wir einen jungen Marcus samt Dom also während der Anfänge des Locust-Krieges. Beide kehren gerade aus einem anderen Krieg gegen Menschen zurück, haben bereits Kameraden verloren, als plötzlich die Hölle losbricht. Herz der Geschichte wird die Bromance zwischen den beiden.
In puncto Gameplay will E-Day zurück zu den Wurzeln: Die Devs versprechen eine lineare, filmreife Singleplayer- beziehungsweise Koop-Erfahrung. Ihr bewegt euch durch die Großstadt und kämpft gegen Locust. Die Kampagne soll sich über einige Ingame-Tage erstrecken, es geht also ausschließlich um den Beginn des Locust-Krieges.
E-Day feiert auch die Rückkehr all der Waffen, die Fans lieben, allerdings hier und da in abgewandelter Form. Das berühmte Kettensägengewehr hat zum Beispiel noch keine Kettensäge am Lauf, weil die Menschheit während des E-Day noch keinerlei auf Locust-Bekämpfung spezialisierte Bewaffnung entwickelt hat.
Und eine letzte Info konnte ich den Devs noch aus der Nase kitzeln. Gears of War: E-Day wird in Unreal Engine 5 entwickelt. Der Enthüllungstrailer ist bereits mit Assets daraus erstellt worden, das Studio peilt diese Grafikqualität für das gesamte Spiel an.
Wann E-Day erscheint, steht derweil noch nicht fest, ein Release 2025 ist nicht sicher. Auch über Multiplayer-Modi, Horde und Co. wurde noch nichts gesagt. Aber wir halten euch natürlich auf dem Laufenden, sobald irgendeine neue Information an die Oberfläche treibt.
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