Geekom A6 im Test: Apple Mac Mini-Alternative für unter 500 Euro

Mini-PCs finden auf jedem Schreibtisch Platz und haben genug Leistung für die meisten Aufgaben. Ob das auch auf den Geekom A6 zutrifft, zeigt dieser Test.

Der Geekom A6 ist nicht viel höher als eine Lego-Figur. Der Geekom A6 ist nicht viel höher als eine Lego-Figur.

Apples Mac Mini ist so etwas wie der Vater aller Mini-PCs. Gerade in seiner neuesten Version ist der Rechner noch einmal deutlich geschrumpft und jetzt nur noch 12,7 × 12,7 × 5,0 Zentimeter groß.

Doch es gibt auch kleine und schicke Mini-PCs mit Windows-Betriebssystem.

Einen davon habe ich heute im Test: den Geekom A6. Eer sieht dem Mac Mini optisch recht ähnlich, ist allerdings noch etwas kleiner.

Transparenzhinweis und Sparcode: Geekom hat mir den Mini-PC A6 für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.

Wenn ihr den Mini-PC bei Amazon kauft, könnt ihr mit dem Code A62025GM weitere 10 Prozent sparen und zahlt somit nur 494 Euro.

Preis-Leistungs-Tipp
Geekom A6 Mini-PC
Geekom A6 Mini-PC
Mit dem A6 hat Geekom einen schönen und ausgesprochen kompakten Mini-PC im Programm, dessen Leistung für den Alltag vollkommen ausreichend ist. Besonders attraktiv ist der Preis von 549 Euro, oft könnt ihr den Preis mit einem Gutscheincode auf der Herstellerseite noch drücken. Vor kurzem gab es etwas mit dem richtigen Code 50 Euro Rabatt, dann liegt der A6 unter der magischen 500-Euro-Marke und wird zu einem echten Schnäppchen.
  • Super kompaktes Gehäuse
  • Tolle Verarbeitung
  • Gute Leistung bei alltäglichen Aufgaben
  • Speziell mit Gutschein sehr guter Preis
  • Meist deutlich hörbar
  • In die Jahre gekommene CPU
Zum Shop
Mit einem Einkaufswagen markierte Links sind so genannte Affiliate-Links. Beim Kauf über diese Links erhalten wir je nach Anbieter eine kleine Provision – ohne Auswirkung auf den Preis. Mehr Infos. Mehr Infos.

Ausstattung

Das Desing orientiert sich deutlich an Apples Mac Mini. Das Desing orientiert sich deutlich an Apples Mac Mini.

Im Inneren des A6 werkelt klassische Laptop-Hardware. Der Ryzen-6800H-Prozessor wurde bereits 2022 vorgestellt und hat damit schon ein paar Jahre auf dem Buckel.

Aufgrund der kompakten Abmessungen setzt Geekom beim Arbeitsspeicher auf die kleineren SO-DIMMs. Bei der Größe hat der Hersteller nicht gespart und baut direkt zwei 16-GByte-Module ein. 

Speziell bei besonders günstigen Rechnern ist es immer interessant zu sehen, ob bei RAM und SSD auf billige No-Name-Produkte oder Markenhardware zurückgegriffen wird. Beim A6 ist letzteres der Fall, der Arbeitsspeicher stammt von Crucial (Micron) und die SSD von Kingston.

Geekom A6 Spezifikationen
Technische Daten
  • CPU: AMD Ryzen 7 6800H
  • Grafik: Radeon 680M IGP
  • RAM: 32-GB-DDR5-4800
  • SSD: 1x 1-TB-M.2-SSD
  • Konnektivität: WiFi 6E, Bluetooth 5.4, 2.5-GBit-Lan 
  • Abmessungen: 11,24 × 11,24 × 3,7 Zentimeter
  • Gewicht: 0,437 kg
Testverfahren

Zum hier angewendeten Testverfahren gibt es einen eigenen Artikel: Testverfahren ausführlich erklärt: So testen wir die Notebooks auf GameStar Tech Eventuelle Abweichungen wie etwa bei einem Gerät mit integrierter Grafik (IGP) oder Apple Laptops werden im Artikel erklärt.

Preis und Verfügbarkeit

Der Geekom A6 ist direkt beim Hersteller für 549 Euro erhältlich. Beachtet dabei, dass es immer mal wieder Gutscheinaktionen gibt, das Modell gab es vor kurzem zum Beispiel mit 50 Euro Rabatt.

Design

Beim Design war der Mac Mini ganz klar das Vorbild, daran gibt es keinen Zweifel. Die Hülle besteht ebenfalls aus Aluminium und ist perfekt verarbeitet. Für einen Rechner, der gerade einmal 549 Euro kostet, ist das nicht selbstverständlich.

Wie eingangs erwähnt ist der A6 mit 11,24 × 11,24 × 3,7 Zentimetern sogar noch ein Stückchen kleiner als der Rechner von Apple. Genauer gesagt liegt er in der Mitte zwischen dem Mac Mini und dem Apple-TV-4K. 

Trotz Mini-Abmessungen hat Geekom noch Platz für einen Card-Reader gefunden. Trotz Mini-Abmessungen hat Geekom noch Platz für einen Card-Reader gefunden.

Auch wenn die optische Gestaltung sich sehr deutlich an Apple orientiert, handelt es sich nicht einfach um eine Kopie. Geekom spendiert dem A6 etwa Anschlüsse an der Front und der Power-Taster lässt sich bedienen, ohne dass man den Rechner anheben muss.

Damit erreicht der Hersteller zwar nicht den cleanen Apple-Look, dafür ist der A6 im Alltag praktischer. 

Das Aluminium des Gehäuses ist an beiden Seiten fein gelocht, um Frischluft ins Innere zu lassen. An der linken Seite wurde zudem noch ein Kartenleser integriert. Die Rückseite zeigt, wie es Geekom realisiert hat, den A6 so klein zu bauen.

Während Apple es beim Mac Mini geschafft hat, das Netzteil in das Gehäuse zu integrieren, kommt beim A6 ein externes Netzteil zum Einsatz. 

Das ist zwar optisch nicht so schön gelöst, dafür kann das Netzteil im Fall eines Defektes einfach selbst getauscht werden. Der Mac Mini müsste in einem solchen Fall eingeschickt werden.

In der Verpackung liegt auch eine VESA-Halterung, mit deren Hilfe der kleine Rechner an den entsprechenden Montagepunkten einfach hinter einem kompatiblen Monitor installiert werden kann.

Im Vergleich zu Apple hat Geekom auch nicht bei den Anschlüssen gespart:

  • 1 x USB 3.2 Gen 2 Type-A 
  • 1 x USB 2.0 Type-A
  • 1 x USB 3.2 Gen 2 Typ-C 
  • 1 x USB4 Gen 3 Typ-C 
  • 1 x RJ45
  • 2 x HDMI 2.0
  • 1 x SD-Kartenleser (linke Seite)
  • 1x USB 3.2 Gen 2 Typ-A (Vorderseite)
  • 1 x USB 3.2 Gen 2 Typ-A (Vorderseite)
  • 1x 3,5-mm-Audio (Vorderseite)

Selbst eine schnelle USB-Schnittstelle ist mit dabei. So könnt ihr problemlos eine schnelle externe SSD anschließen.

Innenraum

Der A6 kann sehr einfach geöffnet werden, man muss nur erstmal die Schrauben finden. Die hat der Hersteller unter den vier Gummifüßen versteckt. Nach dem Abnehmen der Füße müssen dann lediglich noch vier normale Kreuzschlitzschrauben herausgedreht werden. 

Die Metallplatte dient gleichzeitig auch als Kühler für die SSD. Die Metallplatte dient gleichzeitig auch als Kühler für die SSD.

Anschließend lässt sich die Bodenplatte abheben. Darunter findet ihr dann eine weitere Abdeckung aus Metall, die ebenfalls mit vier Kreuzschlitzschrauben fixiert ist. Sobald die entfernt ist, liegt das kleine Mainboard des A6 vor euch.

Auf diesem befinden sich die beiden DIMM-Sockel für den RAM, ein M.2-2280- sowie ein M.2-2242-Slot für SSDs. Unterhalb der bereits installierten SSD ist dann noch das WLAN-Modul versteckt, das sich bei Bedarf ebenfalls tauschen lässt.

RAM, SSD und WLAN-Modul lassen sich leicht tauschen. RAM, SSD und WLAN-Modul lassen sich leicht tauschen.

Die CPU und der Kühler befinden sich auf der anderen Seite des Mainboards und sind nicht ohne weitere Bastelarbeiten zugänglich.

Lobenswert ist, dass Geekom den RAM nicht verlötet, sondern auf handelsübliche SO-DIMM-Module zurückgreift, die so auch in fast jedem Laptop verbaut werden.

Praxiseindrücke

Ich habe den A6 von Geekom jetzt schon einige Tage hier und ihn in dieser Zeit als meinen Arbeitsrechner verwendet. Meine übliche Tätigkeit besteht primär aus Office-Tätigkeiten wie Texte schreiben, ein wenig leichte Bildbearbeitung und diverse Video-Meetings mit MS-Teams.

Während der Arbeit höre ich gerne Musik, daher läuft bei mir der Player MusicBee immer im Hintergrund. 

Die genannten Aufgaben gehen mit dem A6 leicht und unkompliziert von der Hand. Das gesamte System fühlt sich sehr reaktionsschnell an, Verzögerungen beim Laden von Dokumenten oder dem Öffnen von Programmen waren praktisch nicht feststellbar.

Während des Betriebs war allerdings immer ein gut hörbares Rauschen zu vernehmen.

Performance

Bei der CPU des A6 handelt es sich um einen etwas betagten AMD Ryzen 7 6800H mit 8 Kernen (16 Threads). Der Chip wird von den brandneuen Intel Ultra 288V (8 Kerne / 8 Threads) und AMD HX 370 (12 Kerne / 24 Threads) wenig überraschend geschlagen.

Dass der HX 370 im Multi Core erheblich schneller rechnet, liegt aber nicht nur an der neuen Architektur, sondern auch an den vier zusätzlichen Kernen.

Wie wir später noch bei den Spiele-Benchmarks sehen werden, bedeuten gute Werte in einem synthetischen Benchmark nicht zwangsläufig auch eine entsprechend gute Framerate in Spielen.

Im GPU-Teil des Geekbench hält die alte Radeon-680m-IGP noch gut mit der aktuellen Intel Arc 140V mit. Die erst veröffentlichte Radeon-890m-IGP zeigt, wie stark die Weiterentwicklung bei AMD mittlerweile vorangeschritten ist.

Beim PC Mark 10 ist das Bild ähnlich wie beim Geekbench: Der 6800H hat gegen den Ultra 288V keine Chance. Je grafiklastiger der Benchmarkteil ist, desto größer wird der Abstand zwischen den beiden Prozessoren.

Spiele Benchmarks

Während die 680m-IGP in den synthetischen Benchmarks noch halbwegs mit den modernen integrierten Grafik-Lösungen mithalten kann, sieht das Bild in der Spiele-Praxis anders aus.

Die Intel Arc 140V bringt in Cyberpunk 2077 durchgehend fast doppelt so viele Frames auf den Bildschirm. Auch der Einsatz von AMD Upscaling-Technologie FSR reicht bei FHD-Auflösung und Ultra Details nicht für spielbare Frameraten.

Selbst bei einer Auflösung von 1280 x 720  Pixeln (HD) und mittleren Details werden keine spielbaren 30 FPS erreicht.

Bei AC Valhalla sieht es auch nicht besser aus. In FHD liefert die 680m lediglich 25 FPS. In HD-Auflösung und mittleren Details stürzte dagegen der Benchmark ab, entsprechend konnte ich keine Werte ermitteln.

Im Endeffekt eignet sich die Radeon-680m-IGP bestenfalls für alte Spiele und Casual-Games wie Stardew Valley. Etwas besser zum Spielen geeignet ist das Modell AE7 mit stärkeren Radeon 780m-IGP, das mein Kollege Mirco vor einiger Zeit im Alltags-Check hatte.

Temperatur & Lautstärke

Die Temperaturen, die der Geekom A6 unter Last erreicht, sind vollkommen unbedenklich. Bei der CPU werden nach 15 Minuten Last knapp über 80 Grad Celsius erreicht, während die SSD sich auf maximal 41 Grad erwärmt. 

Bei der Lautstärke bewegt sich der A6 mit 47,3 dB auf dem Niveau eines leistungsstarken Laptops. Das Asus ZenBook S14 mit Intel Ultra 288V bleibt trotz höherer Leistung und besonders dünnem Laptop-Gehäuse deutlich leiser als der Mini-PC. 

Insgesamt macht sich der A6 bereits im Idle durch ein gut wahrnehmbares Rauschen bemerkbar, das unter Last noch einmal deutlich ansteigt. Glücklicherweise ist das Geräusch relativ tieffrequent und damit ganz gut erträglich.

Solltet ihr euch einen Geekom A6 Mini-PC kaufen?

Der Geekom A6 ist der richtige Mini-PC für euch, wenn ihr …

  • … einen möglichst kleinen Rechner für die alltäglichen Anwendungen sucht.
  • … wenig Geld ausgeben wollt, aber trotzdem nicht auf ein schönes Design verzichten möchtet. 
  • … nur wenig Platz auf dem Schreibtisch habt.

Mögliche Alternativen

  • Apple Mac Mini: Die erste Empfehlung ist der Mac Mini. Er ist minimal größer und vom Design absolut puristisch. Apples ARM-CPU M4 bietet mehr Leistung als der im A6 verbaute Ryzen 7 6400H. Arbeitsspeicher und SSD können nicht getauscht werden, 256 GByte müssen für eure Daten im Basismodell ausreichen. Preislich ist der kleinste Mac sehr attraktiv, bereits ab rund 630 Euro geht es los.
  • Asus ROG NUC 14: Der NUC 14 ist eine gute Lösung für alle, die mehr wollen. Mehr Leistung und mehr Spaß beim Zocken. Das Gerät ist deutlich größer als der A6, bietet dafür aber auch eine Intel-Core-Ultra-7-155H-CPU und eine Nvidia-RTX-4060m-Grafik. Mit fast 1.700 Euro ist der NUC mehr als dreimal so teuer wie ein A6, dafür eignet er sich aber auch zum Spielen aktueller Spiele.
  • Minisforum UM890 Pro: Der UM890 Pro ist etwas größer als der A6 von Geekom besitzt, dafür aber die neuere AMD Ryzen 9 8945 CPU mit der leistungsstärkeren Radeon 780m-IGP. Auch hier gibt es 32 GByte RAM und eine 1-GByte-SSD. Hier beginnt der Spaß aktuell ab 739 Euro.

Fazit zum Geekom A6 Mini-PC

Geekom hat sich mittlerweile einen guten Namen als Anbieter von Mini-PCs gemacht. Auch der A6 kann überzeugen: Das Design wirkt hochwertig und die Verarbeitung hält auch kritischen Blicken gelassen stand. Viel kleiner kann man einen Rechner, bei dem SSD und RAM nicht auf der Hauptplatine verlötet sind, wohl nicht mehr bauen. Das kleine Kästchen dürfte auf wirklich jedem Schreibtisch noch ein Plätzchen finden.

Die Leistung des verbauten AMD Ryzen 6800H ist für die tägliche Arbeit durchaus noch ausreichend. Spiele möchte man dem Chip dagegen nicht zumuten. Die Leistung der integrierten Grafik stellt nur anspruchslose Naturen zufrieden. Moderne IGPs wie die Arc 140V von Intel oder die aktuelle Radeon 890m sind da mittlerweile deutlich schneller. Das ist aber auch nicht verwunderlich, da der 6800H bereits gute 3 Jahre alt ist. 

Während des Betriebs ist gewöhnlich immer ein Rauschen zu hören, das unter Last eine Spur zu präsent ist. Man muss das alles aber auch in Relation zum Preis sehen. Wir reden hier über einen Rechner, der maximal 550 Euro kostet und dafür ist die Lautstärke annehmbar und die Leistung völlig in Ordnung. 

Für den Preis erhaltet ihr einen kleinen und reaktionsschnellen Rechner mit drei Jahren Garantie, der ausreichend Leistung für die alltäglich anfallenden Aufgaben hat.

Für 494 Euro (mit Gutschein GMA625) ist der Geekom A6 damit eine Empfehlung für alle, die einen kleinen Zweitrechner suchen oder die nicht viel Geld für einen Computer ausgeben können oder wollen und denen Spiele-Leistung nicht so wichtig ist.

zu den Kommentaren (2)

Kommentare(2)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.