Geforce GTX 2080 & Co - Laut Nvidia »ein Biest« auch bei älteren Spielen

In einem Interview hat der für das technische Marketing zuständige Nvidia-Director Tom Petersen erklärt, dass die neuen Turing-Grafikkarten auch ohne neue Features schneller sind als die Vorgänger.

von Georg Wieselsberger,
30.08.2018 06:36 Uhr

Die neue Turing-Architektur bringt laut Nvidia auch die üblichen Fortschritte einer neuen GPU-Generation.Die neue Turing-Architektur bringt laut Nvidia auch die üblichen Fortschritte einer neuen GPU-Generation.

Nvidia hatte bei der Vorstellung der neuen Grafikkarten Geforce RTX 2080 Ti, Geforce RTX 2080 und Geforce RTX 2070 fast nur über die neuen Features gesprochen, die die neuen Turing-Grafikchips bieten werden. RT-Cores für Echtzeit-Raytracing und Tensor-Cores für KI-Berechnungen müssen allerdings durch Software unterstützt werden, was bei älteren Titeln nicht der Fall ist und bei neueren Titeln erst noch geschehen muss.

In einem Interview mit HotHardware hat Tom Petersen, Director of Technical Marketing bei Nvidia, nun aber einen Vergleich zu den bisherigen Pascal-Grafikkarten rund um die Geforce GTX 1080 Ti gezogen. Laut Petersen sind die Turing-Grafikchips auch ein ganz traditioneller Fortschritt bei den Shader-Einheiten und der Speicherbandbreite.

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"Turing ist ein Biest und Turing wird das Spielerlebnis bei alten Spielen signifikant verbessern, das wird steil ansteigen, wenn die neue Technologie verwendet wird. Wir haben Turing nicht nur für Deep Learning und KI entwickelt. Turing ist unser nächster Schritt im normalen Fortschritt, bei dem Nvidia-Grafikchips alle paar Jahre besser werden. Turing ist unser nächster großer Schritt, wir haben schon einige Daten veröffentlicht, die ein paar Spiele betreffen und uns Sachen wie Final Fantasy und PUBG angesehen. Hier ist die Leistung grob zwischen 35 und 45 Prozent besser, beispielsweise bei einer Geforce GTX 1080 Ti zu einer Geforce RTX 2080 Ti. Natürlich hängt das auch vom Spiel und den Einstellungen ab. (Anmerkung: Petersen sprach hier von Geforce RTX 2080 Ti zu Geforce RTX 2080 Ti, was so keinen Sinn macht. Er wird also 1080 Ti zu 2080 Ti gemeint haben.)"

Wenn bei einem Rechner der Prozessor das Limit sei oder man auf älteren CPUs in niedrigen Auflösungen spiele, könne der Grafikchip nicht viel mehr tun, weil er einfach nicht genug Arbeit erhalte. Daher sei auch nicht mehr Leistung möglich. Aber mit einem High-End-Prozessor oder Monitoren mit hohen Auflösungen oder Refresh-Raten, könnte man mehr visuelle Verbesserungen aktivieren.

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Da, wo man jetzt tatsächlich GPU-limitiert sei, wo die Leistung durch die GPU beeinflusst wird, werde Turing alles »zermalmen«. Turing sei eine Kombination aus schnelleren Shadern, höherem Takt, größerer Speicherbandbreite und Architektur-Verbesserungen. Auch bei existierenden Spielen werde man einen deutlichen Anstieg bemerken, so Petersen.

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