Wer mich kennt, weiß, dass ich Japan und seine Geschichte liebe und vielleicht auch, dass ich in meiner Freizeit Kyudo trainiere – das Schießen mit dem traditionellen japanischen Langbogen. Der jüngste Ghost-of-Yotei-DLC Echoes of Sekigahara war daher ein echtes Geschenk für mich.
Nicht nur erschien dieser Anfang Oktober pünktlich zu meinem Urlaubsstart. Auch thematisch holte mich Atsus neues Abenteuer ab: Für Bogen-Fans gibt es eine coole neue Fähigkeit, mit der ihr bis zu drei Pfeile auf einmal losschicken könnt. Zudem spielt die Erweiterung vor dem historischen Hintergrund einer der prägendsten Schlachten der japanischen Geschichte.
Im DLC erfahre ich endlich mehr über Atsus Vergangenheit. Als Söldnerin nahm die Yotei-Protagonistin im Jahr 1600 an der entscheidenden Schlacht von Sekigahara teil, die die über 250 Jahre währende Vorherrschaft des Tokugawa-Clans über Japan zementierte.
Für den Geschichts-Nerd in mir war Echoes of Sekigahara daher quasi Pflichtprogramm - im Test stelle ich euch die Neuerungen des DLCs im Detail vor. Zudem weckte die Erweiterung in mir wieder einmal das Verlangen, mich während meines Japan-Urlaubs auf die Spuren der Samurai zu begeben.
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Ghost of Yotei: Der PlayStation-Kracher im Kino-Look bekommt im Oktober eine neue Story-Erweiterung
Burgen, Bögen und Rüstungen
Also kletterte ich entlang der Reiseroute auf alle Burgen, von denen mich meine Freundin nicht schnell genug abhalten konnte – vor allem die Festungen von Kanazawa und Hikone samt ihrer Museen kann ich für einen Besuch wärmstens empfehlen. Doch das Anschauen alter Steine und Schwerter allein half mir natürlich nur begrenzt dabei, meine historische Neugier zu befriedigen und mich in die Ära der Samurai hineinzuversetzen. Also musste eine Rüstung her!
Beim Besuch im Haus eines Kyudo-Trainers in der Nähe von Sendai ergab sich für mich die Möglichkeit, das historische Bogenschießen auf dem Schlachtfeld zu trainieren – stilecht in dessen Rüstung. Die anzuziehen ist allerdings gar nicht so einfach. Zum korrekten Einkleiden und Befestigen der einzelnen Teile – Armschienen, Beinschienen, Harnisch, Helm und Köcher – braucht es zumindest einen Helfer.
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