Google Fotos ist nicht nur ein Album auf eurem Handy: 4 KI-Funktionen machen eure Bilder besser

Die Foto-App organisiert nicht nur eure Bilder, sondern bietet euch auch jede Menge Funktionen zur Bearbeitung. Wir zeigen euch 5 KI-Funktionen in der App.

In eurer Google-Bilder-App könnt ihr Objekte einfach im Bild verschieben. In eurer Google-Bilder-App könnt ihr Objekte einfach im Bild verschieben.

Die Google-Fotos-App ist auf den meisten Android-Handys vorinstalliert, wird aber oft nur als einfache Galerie genutzt. Dabei steckt sie voller leistungsstarker Funktionen, die eure Fotos im Handumdrehen verbessern können.

Besonders wirkungsvoll sind die Tools, die Google unter dem Stichwort KI vermarktet. Diese interagieren intelligent mit euren Fotos, indem sie deren Inhalt erkennen.

Wir zeigen euch vier solcher KI-Funktionen und was ihr damit in der Google Fotos-App alles anstellen könnt.

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KI-Bildbearbeitung mit Google Fotos

Google Fotos findet ihr im Play Store und im App Store. Die App bietet euch eine übersichtliche Ansicht eurer Fotos und eine automatische Sicherung von zumindest 15 GB in der Cloud.

Daneben ist Google Fotos aber auch ein richtiges Bildbearbeitungsprogramm. Neben der klassischen manuellen Nachbearbeitung will euch Google aber auch mit KI-Funktionen überzeugen.

1. Magischer Radierer

Mit dem magischen Radierer könnt ihr störende Objekte in Fotos entfernen. Der Klassiker sind hier natürlich andere Touristen an berühmten Sehenswürdigkeiten.

Um den magischen Radierer zu verwenden, geht ihr folgendermaßen vor:

  1. Öffnet das Foto, das ihr bearbeiten wollt.
  2. Tippt auf »Bearbeiten«.
  3. Tippt auf Aktionen.
  4. Tippt auf Magischer Radierer.

Mit dem magischen Radierer kreist ihr Objekte mit eurem Finger ein, bevor ihr sie verschwinden lasst. Mit dem magischen Radierer kreist ihr Objekte mit eurem Finger ein, bevor ihr sie verschwinden lasst.

In unserem Beispiel sieht das dann etwa folgendermaßen aus:

Tirol mit Autos Tirol ohne Autos Tirol mit Autos Tirol ohne Autos

Wir haben hier Schritt-für-Schritt alle Autos aus dem Foto entfernt.
Grundsätzlich muss euch bewusst sein: Jedes entfernte Objekt hinterlässt eine Leerstelle im Foto, die die KI dann mit etwas Sinnvollen füllen muss. So schließt sich im bearbeiteten Foto nun eine verwitterte Mauer an die Hecke links im Bild an.

2. Objekte im Bild verschieben

Ähnlich dem magischen Radierer könnt ihr Objekte in euren Bildern einkreisen und dann innerhalb des Bildes verschieben. Das kann etwa hilfreich sein, wenn ein Objekt eigentlich in die Mitte des Bildes sollte, aber dann doch leicht in eine Richtung tendiert.

Dafür geht ihr folgendermaßen vor:

  1. Wählt das Foto, das ihr bearbeiten wollt.
  2. Tippt auf »Bearbeiten«.
  3. Tippt auf Aktionen.
  4. Tippt auf Verschieben.
  5. Kreist nun mit eurem Finger das Objekt ein, das ihr verschieben wollt. Die App wählt das Objekt aus, das ihr dann verschieben könnt.

Google Fotos erkennt den eingekreisten Hund präzise, der dann frei im Bild herumgeschoben werden kann. Google Fotos erkennt den eingekreisten Hund präzise, der dann frei im Bild herumgeschoben werden kann.

Das funktioniert besonders gut, wenn euer Foto zwei Voraussetzungen erfüllen:

  1. Das Objekt wirft möglichst wenig Schatten. Denn der wird in unserem Test nicht gut mitverschoben.
  2. Ihr verschiebt das Objekt im Bild nicht allzu weit.

So sieht das dann in unserem Beispiel aus:

3. Scharfzeichnen

Auch das Scharfzeichen hat Google 2024 als eine der neuen KI-gestützten Bildbearbeitungsfunktionen vorgestellt. Das Besondere: Die Objekte im Foto werden erkannt und das Foto anhand derer harmonisch scharf gezeichnet.

Um ein Bild mit Google Fotos scharf zu zeichnen, geht ihr folgendermaßen vor:

  1. Wählt ein unscharfes Foto aus.
  2. Tippt auf »Bearbeiten«.
  3. Tippt auf Aktionen.
  4. Tippt auf Scharfzeichnen.
  5. Nach einigen Sekunden gibt euch die App ein geschärftes Foto aus.

Grundsätzlich könnt ihr damit verwackelte Fotos aufbessern. In unserem Test hat das mal besser, mal schlechter funktioniert:

Ein gestochen scharfes Foto haben wir in unserem Test nicht herausbekommen, aber zumindest die Augen des Hundes sind schärfer als zuvor.

4. KI-Filter

In der Google-Fotos-App könnt ihr nicht nur manuell an Helligkeit und Kontrast herumspielen, die App bietet euch auch eigene Filter, die eure Bilder je nachdem, was darauf abgebildet ist, mit einem einzigen Tippen verbessern.

Die Filter findet ihr folgendermaßen:

  1. Wählt das Bild, das ihr optimieren wollt.
  2. Tippt auf »Bearbeiten«.
  3. Unter »Automatisch« findet ihr etwa Optimieren, Dynamisch und Boost.

Aber auch unter den voreingestellten Filtern findet ihr eine Funktion, die den Himmel in euren Bildern erkennt und nur den inklusive der Lichtstimmung verändert.

  1. Tippt dafür auf Bearbeiten.
  2. Scrollt nach rechts zum Filter.
  3. Hier findet ihr die Option Himmelsaustausch.

In unserem Beispiel sieht das dann etwa so aus:

unbearbeitetes Bild Bild mit »Boost« unbearbeitetes Bild Bild mit »Boost«

Fazit: Google Fotos ist mehr als nur eine Galerie für eure Bilder

Google Fotos bietet eine komfortabel aufgeteilte Galerie, über die ihr eure Bildmedien organisieren könnt. Darüber hinaus bietet die App aber auch einige spannende KI-Funktionen, die manch ein Bild nicht nur verbessern, sondern auch retten können.

Nicht jede KI-Funktion sorgt mit einem Tippen für großartige Fotos, aber es lohnt sich, einige davon im Hinterkopf zu behalten. Nicht immer muss es eine externe App oder gar ein professionelles Bildbearbeitungsprogramm sein, um eure Bilder erheblich zu verbessern.

Und direkt in Google Fotos mit Filtern herumzuspielen oder Objekte zu verschieben, kann auch richtig Spaß machen.

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