Es ist ein Albtraum, den ich selbst erlebt habe: Das Handy geht kaputt und mit ihm verschwinden tausende Fotos und Videos. Urlaube, Geburtstage, Familienmomente sind auf einen Schlag alle weg.
Ich erinnere mich noch genau: Mein damaliges Sony Xperia Z Ultra war eines der ersten »Phablets« mit 6,4 Zoll. Für damalige Verhältnisse ein riesiges Gerät. Nur leider ließ es sich kaum einhändig bedienen. Eines Tages passierte das, was passieren musste: Es rutschte mir aus der Hand und zerschellte auf dem Boden.
Bis heute weiß ich nicht, welche Fotos und Videos ich damals verloren habe. Cloud-Speicher nutzte ich zu dieser Zeit nicht, Backups machte ich keine – viel zu naiv.
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Warum ich heute nie mehr ohne Backup unterwegs bin
Seit diesem Erlebnis sichere ich meine Fotos und Videos regelmäßig. Ich habe im Laufe der Zeit verschiedene Lösungen ausprobiert und eine davon hat sich als besonders praktisch erwiesen: eine mobile SSD.
Sie ist klein, schnell und bietet mir zusätzliche Sicherheit, wenn mein Handy es einmal nicht kann.
Meine Erfahrung mit der SanDisk Creator Phone SSD
Auf Messen, Geschäftsreisen oder PR-Veranstaltungen schieße ich immer hunderte, wenn nicht sogar tausende Fotos. Das eine oder andere Video ist auch mit dabei.
Zuletzt habe ich deswegen die Creator Phone SSD von SanDisk immer bei mir gehabt. Obwohl sie genau das gemacht hat, wofür ich sie benötigt habe, gab es dennoch eine Sache, die mich an dieser im Vergleich zu anderen mobilen SSDs gestört hat …
Das Kabel ist zwar kurz, aber dennoch im Weg: Inzwischen erscheinen immer mehr mobile SSDs, wovon viele wie USB-Sticks ganz auf Kabel verzichten oder diese zumindest auf der Rückseite des Handys verstecken. Das Kabel der SanDisk Creator Phone SSD steht ziemlich weit vom Handy ab und stört vor allem beim horizontalen Fotografieren und Filmen.
MagSafe ist richtig praktisch, aber eine Sache müsst ihr beachten: Diese SSD kann magnetisch an der Rückseite von eurem Smartphone halten, was vor allem unterwegs besonders praktisch ist. Aber ihr müsst aufpassen:
- Ich habe sie an meinem Xiaomi 15 Ultra mit zwei verschiedenen magnetischen Hüllen verwendet.
- An einer meiner Hüllen, ausgerechnet meiner Lieblings-Hülle für Schraubobjektive, hielt sie weniger stabil. Bei dieser ist der Magnet schwächer. Das steife Kabel muss dann mit dem Klettband zusammengehalten werden, damit es die SSD nicht von der Hülle zieht.
- An dem iPhone 14 meiner Mutter hielt die SSD problemlos.
- Es ist ein magnetischer Ring zum Aufkleben im Lieferumfang enthalten. So könnt ihr die SSD auch an anderen Geräten, wie etwa eurer Konsole oder eurem Laptop, befestigen.
Bei Hüllen mit schwächeren Magneten müsst ihr das Klettband verwenden, damit das Kabel die SSD nicht abzieht. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)
Hohe Übertragungsgeschwindigkeit und flexible Nutzung: Dank USB-C 3.2 Gen2 werden Daten zügig zwischen Handy und SSD übertragen. Achtet vor dem Kauf darauf, dass euer Smartphone diesen Standard unterstützt, sonst müsst ihr deutlich länger warten. Das iPhone 17 zum Beispiel hat nur einen USB-2.0-Anschluss.
- Besonders nützlich ist die SSD für Content Creator: Bei kompatiblen Handys könnt ihr hochauflösende Videos mit hohen Bildwiederholraten direkt auf die SSD aufnehmen.
- Auch für Spieler und Spielerinnen interessant: Durch die hohe Übertragungsrate eignet sie sich auch als externe Spielbibliothek für Konsolen, PCs und Handhelds.
Kompakt und robust: Die SSD ist handlich und nur etwa so groß wie eine Kreditkarte, aber dicker. Sie passt problemlos in jede Tasche. Es gibt aber noch kleinere Optionen, wie etwa die Lexar Professional Go. Diese Mini-SSD ist nur etwa halb so groß (bei gleicher Speicherkapazität) und benötigt nicht einmal ein Kabel.
Speicherträger, die ihr mit auf Reisen nehmt, sollten außerdem etwas aushalten können. Dieses Modell von SanDisk verfügt über ein Silikongehäuse, das Stürze aus bis zu drei Metern Höhe überstehen soll. Das habe ich nicht getestet, aber sie macht auf jeden Fall einen robusten Eindruck.
Was ich hingegen ausprobiert habe, war die Wetterfestigkeit: Mit IP65-Zertifizierung ist die SSD gegen Staub und schwache Wasserstrahlen geschützt. Regen hat ihr nichts ausgemacht.
Meine Empfehlung: Hauptsache, ihr sichert eure Erinnerungen
Eine mobile SSD wie diese stellt sicher, dass wichtige Dateien, sei es Erinnerungen, Arbeitsfotos oder Videos, nicht verloren gehen. Für alle wichtigen Daten empfehle ich, die 3-2-1-Regel zu befolgen:
- Habt von wichtigen Dateien drei Kopien …
- … auf zwei verschiedenen Datenträgern …
- … wovon einer an einem anderen Ort liegt.
Alle meine Fotos liegen lokal auf dem Speicher meines Handys, zusätzlich sichere ich sie auf einer mobilen SSD. Zudem ist mein Handy mit meinem NAS (Network Attached Storage) synchronisiert.
Das heißt: Sollte ich mein Handy jemals verlieren, sind die wichtigsten Dateien noch auf der SSD und auf meinem NAS-Server daheim (statt eines NAS könnt ihr natürlich auch Cloud-Dienste wie Google Drive oder iCloud verwenden).
Ihr müsst aber nicht unbedingt zu einer teuren SSD wie dieser greifen, wenn ihr nur eure Fotos und Videos sichern wollt. Deutlich günstiger geht es mit einem kleinen USB-Stick, den ihr an euren Schlüsselbund hängen könnt. Sie sind zwar langsamer, aber für reine Datensicherung ist das völlig egal.
Und wenn ihr das MagSafe-Feature nicht unbedingt braucht, dann wäre die Lexar Professional Go-SSD eine noch kompaktere Alternative. Relevante Artikel habe ich euch oben verlinkt.
Und ihr? Wie handhabt ihr die Sicherung eurer Familienfotos, Videos und anderer wichtigen Dateien? Schreibt es uns gern unten in die Kommentare!

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