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»Menschen müssen immer alles ruinieren« - GTA 6 hat schon jetzt ein riesengroßes Scalping-Problem

Momentan wird alles, wo GTA 6 drauf steht, zu Wucherpreisen angeboten und das zündelt wie gewohnt auch in der Community.

Die limitierte Schallplatte ist bereits zu astronomischen Preisen auf Seiten wie Ebay zu finden. Die limitierte Schallplatte ist bereits zu astronomischen Preisen auf Seiten wie Ebay zu finden.

Wirklich überraschend kommt es nicht. In den letzten Wochen kündigte Rockstar verschiedene Merchandise-Artikel zu GTA 6 an und bereits während der Vorbestellerphase landeten diese bei Scalpern.

Da die Nachfrage nach limitierten Schallplatten, Gamepads und Co. so enorm hoch ist, versuchen manche Leute sich daran zu bereichern. Sie bestellen systematisch begehrte Artikel vor und inserieren sie teils noch vor Erscheinen mit einem gigantischen Preisaufschlag auf Online-Marktplätzen wie Ebay.

Video starten 14:46 Wird GTA 6 zu realistisch - Oder geht da noch mehr?

Hunderte Euros für Vinyl, T-Shirts und Gamepads

Betroffen sind so ziemlich alle Produkte, die irgendeinen Bezug zum meisterwarteten Spiel der letzten Jahre haben.

So war die Limited Vinyl-Edition des offiziellen Albums bereits nach kurzer Zeit ausverkauft. Hierzulande hätte eine Vorbestellung euch 124 Euro gekostet, doch wer zu spät kam und trotzdem unbedingt in den Genuss kommen will, zahlt ordentlich drauf – sofern er sich bei Scalpern bedienen will.

Ein Reddit-User entdeckte noch am gleichen Tag des Verkaufsstarts ein Inserat des Vinyl-Albums für 807 britische Pfund (umgerechnet knapp 941 Euro) und wir selbst konnten mit wenigen Klicks ein Angebot auf Ebay für immerhin 500 Euro finden:

Auf Ebay taucht die limitierte Vinyl-Edition für einen vierfach höheren Preis auf. Auf Ebay taucht die limitierte Vinyl-Edition für einen vierfach höheren Preis auf.

Ähnlich lief es bereits beim PS5-Gamepad im Design von GTA 6 ab. Auch dieser war gleich am ersten Verkaufstag vergriffen und fand seinen Weg direkt auf die globalen Marktplätze. Ursprünglich kosteten die DualSense-Controller 85 Euro, auf Ebay gingen sie teils für 140 Euro über die virtuelle Ladentheke.

Es ist aber nicht nur Verkaufsware, die rigoros zu Wucherpreisen angeboten wird. Während der Tokyo Game Show in diesem Jahr wurden beispielsweise kostenlose GTA-6-Shirts verteilt, die anschließend zum Preis von bis zu 200 US-Dollar auf Ebay verkauft wurden (via Dexerto).

Bereits während der Ausgabe der Shirts soll es zu beunruhigenden Szenen aufgrund des hohen Ansturms am dazugehörigen Stand gekommen sein. Ein weiteres Indiz dafür, warum Scalper mit ihrer Masche immer noch Erfolg haben, und das wird auch in der Community heiß diskutiert.

Wer ist Schuld am Scalping-Problem?

In diversen Foren und auch unter unseren Nachrichten zu Scalper-Themen ist sich die Community immer wieder uneins darüber, wer der Hauptverantwortliche für diese Problematik ist. Es gibt drei große Parteien, die hier infrage kommen:

  • die Scalper selbst, die limitierte Waren »wegkaufen« und viel zu hohe Preise verlangen.
  • die Leute, die bei Scalpern kaufen und beweisen, dass die Masche funktioniert.
  • die Unternehmen, die durch künstliche Verknappung das Ursprungsproblem überhaupt erst lostreten.

Im Thread zur GTA-Schallplatte schreibt ein User im Top-Kommentar beispielsweise: »Diese Menschen sind der Grund, warum schöne Sachen immer ruiniert werden.« Doch es gibt auch zahlreiche Einwände. So schreibt ein anderer User: »Wenn es niemand kaufen würde, hätten die Scalper ihre ›Arbeit‹ verloren.«

In den über einhundert Kommentaren zu einem Beitrag über de Collector's Edition von Baldur's Gate 3 habt ihr euch zum Thema Scalping ausgetauscht. Einige sind hier der Meinung, dass sich das Problem ganz einfach lösen ließe: Indem Firmen einfach mehr Sammlereditionen herstellten oder gleich auf limitierte Angebote verzichteten.

Am Ende ist es vermutlich die Mischung aus allen drei Aspekten, die das Gift ausmacht. Wie seht ihr das? Seht ihr Scalping als ernstzunehmendes Problem oder sagt ihr: »Ich kaufe eh nichts überteuert, also kümmert mich das nicht«? Diskutiert gerne in den Kommentaren weiter.


Kommentare(8)
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