Darum können wir keine coolen Sachen haben. Scalper. Sie sind immer dort, wo zeitexklusive oder limitierte Fan-Artikel und andere Dinge mit Sammlerwert verkauft werden. Ihre Mission ist es, so viele dieser Produkte wie möglich zum Preis des Herstellers einzukaufen und anschließend, wenn die Ware vergriffen ist, zu einem Vielfachen des Original-Preises weiterzuverkaufen.
Genau das passiert gerade mit der neuerschienenen Collector's Edition von Baldur's Gate 3, was Fans ziemlich auf die Nerven gehen dürfte und auch der Publishing Director von Larian Studios konnte sich einen enttäuschten Kommentar nicht verkneifen.
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Baldur's Gate 3 ist jetzt ein Jahr alt und die Entwickler wollen sich bei euch bedanken
»Die Collector's Edition ist nicht dazu da, jemanden reich zu machen«
Bis vor Kurzem konnte man die Collector's Edition von Baldur's Gate 3 für einen erschwinglichen Preis von 260 Euro vorbestellen. Mittlerweile sind aber keine weiteren Exemplare auf dem offiziellen Wege erwerbbar.
Diesen Umstand haben sich die Scalper bereits zunutze gemacht und unfassbar dreiste Angebote auf Verkaufsseiten für Privatpersonen veröffentlicht. Auf Ebay lässt sich die begehrte Edition zum Beispiel für 2.500 Euro erwerben, also fast das 10-fache des Original-Preises.
Für Fans, die beim Vorbestellen wenig Glück hatten oder einfach zu spät dran waren, ist das ein Schlag ins Gesicht. Leute, die selbst nichts mit den Sammlerstücken anfangen können, profitieren dadurch, dass sie diese teuer weiterverkaufen.
Doch nicht nur Fans fühlen sich durch diese Praxis übers Ohr gehauen, auch Larian selbst hat keine guten Worte dafür übrig. Auf Twitter/X äußert sich Publishing Director Michael Douse dazu:
Link zum Twitter-Inhalt
Ich hasse Scalper, Mann. Ich verstehe, wie das mit Angebot und Nachfrage funktioniert, aber diese Collector’s Edition ist kein Handelsgut - sie soll jemanden glücklich machen, nicht reich. Wenn man sie kauft, um sie weiterzuverkaufen, sorgt man nur dafür, dass jemand anderes traurig wird.
Mit der Collector's Edition bekommt man neben dem Spiel selbst übrigens eine 25-Zentimeter-Figur, die einen Kampf zwischen Gedankenschinder und Drow darstellt, ein 160-seitiges Hardcover-Artbook, eine Stoffkarte von Faerûn und einiges mehr. Sie ist also eine Fundgrube für Sammler und D&D-Fans, was Scalper mit ihren Methoden ausnutzen, um zu profitieren.
Aber nicht nur Privatpersonen bereichern sich an der Bereitschaft von Spielerinnen und Spielern, mehr Geld für etwas auszugeben, um exklusiven Zugang zu Fan-Artikeln und Spielen zu bekommen. Auch Publisher sind seit einigen Monaten auf den Geschmack gekommen, früheren Zugang zu neuen Titeln für einen Aufpreis anzubieten. Wie das beim neuen Life is Strange läuft, könnt ihr oben lesen.
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