Wer auf der Suche nach einem Tarif für das eigene Handy ist, steht vor der Qual der Wahl: Welchen Anbieter soll ich wählen? Wer bietet mir das meiste fürs Geld? Und vor allem: Soll ich Prepaid oder Postpaid (Laufzeitvertrag) nehmen?
Für diese Übersicht haben wir uns bewusst für Prepaid-Tarife und eine 10-Euro-im-Monat-Marke entschieden, da ihr in diesem Preisbereich mitunter schon einiges an Datenvolumen erhaltet, was gerade im Hinblick auf Streaming von Vorteil ist.
Welche Tarifmodelle gibt es generell?
Bei Mobilfunkverträgen unterscheiden wir mittlerweile zwischen vier verschiedenen Varianten:
- Laufzeitverträge, die üblicherweise eine Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten haben.
- Postpaid-Verträge mit der Option, dass ihr sie monatlich kündigen könnt.
- Prepaid-Verträge – hierbei wird zunächst Guthaben aufgeladen, das dann über eine Laufzeit von üblicherweise vier Wochen verbraucht wird.
- Sogenannte Jahresverträge. Für diese bezahlt ihr einmalig Geld und könnt den Tarif im Anschluss über zwölf Monate ohne zusätzliche Kosten nutzen. Es handelt sich dabei ebenfalls um Prepaid-Tarife.
Prepaid-Tarife sind vor allem für preisbewusste Menschen interessant, zudem seid ihr mit ihnen am flexibelsten.
Prepaid-Tarife für rund 10 Euro im Überblick
Es gibt in Deutschland zahllose Prepaid-Anbieter. Wir haben uns auf die bekanntesten beschränkt und zeigen euch deren Tarifangebote im Überblick.
Eines ist allen Tarifen gemeinsam: Sie enthalten in Bezug auf Deutschland eine Flatrate für Telefonie und SMS.
| Anbieter | Preis pro 4 Wochen | Netz | Datenvolumen | Geschwindigkeit | LTE/5G |
|---|---|---|---|---|---|
| Aldi Talk | 8,99 Euro | o2 | 15 GB | 100 Mbit/s | LTE |
| Ay Yildiz | 9,99 Euro | o2 | 8 GB | 50 Mbit/s | 5G |
| Blau | 8,99 Euro | o2 | 10 GB | 50 Mbit/s | 5G |
| Congstar | 10 Euro | Telekom | 10 GB | 25 Mbit/s | 5G |
| Deutsche Telekom | 9,95 Euro | Telekom | 8 GB | 300 Mbit/s | 5G |
| Edeka Smart | 9,95 Euro | Telekom | 9 GB | 300 Mbit/s | LTE |
| Fonic | 9,99 Euro | o2 | 10 GB | 50 Mbit/s | LTE |
| Fyve | 8,95 Euro | Vodafone | 8 GB | 21,6 Mbit/s | LTE |
| Ja!mobil | 8,99 Euro | Telekom | 10 GB | 50 Mbit/s | 5G |
| Kaufland Mobil | 9,99 Euro | Telekom | 10 GB | 25 Mbit/s | 5G |
| Lebara | 9,99 Euro | o2 | 13 GB | 50 Mbit/s | 5G |
| Lyca Mobile | 9,99 Euro | o2 | 12 GB | 50 Mbit/s | LTE |
| Lidl Connect | 8,99 Euro | Vodafone | 15 GB | 100 Mbit/s | 5G |
| NettoKOM | 8,99 Euro | o2 | 15 GB | 100 Mbit/s | 5G |
| Norma Connect | 8,99 Euro | Telekom | 10 GB | 50 Mbit/s | 5G |
| O2 | 9,99 Euro | o2 | 10 GB | 300 Mbit/s | 5G |
| Otelo | 7,95 Euro | Vodafone | 8 GB | 21,6 Mbit/s | LTE |
| Penny Mobil | 8,99 Euro | Telekom | 10 GB | 50 Mbit/s | 5G |
| Rossmann mobil | 7,95 Euro | Vodafone | 8 GB | 21,6 Mbit/s | LTE |
| Tchibo | 8,99 Euro | o2 | 3 GB | 100 Mbit/s | 5G |
| Vodafone | 9,99 Euro | Vodafone | 10 GB | 300 Mbit/s | 5G |
Bedenkt bitte, dass der Mobilfunkmarkt sehr schnelllebig ist. Es kann also vorkommen, dass sich Preise oder die Höhe des Datenvolumens verändern.
Vorteile von Prepaid-Tarifen
Mit einem Prepaid-Tarif seid ihr flexibel. Möchtet ihr den Vertrag einen Monat nicht nutzen, so könnt ihr diesen ruhen lassen.
Das ist bei Laufzeitverträgen anders, auch wenn diese monatlich kündbar sind – sie wären dann eben gekündigt und ließen sich unter Umständen nicht mehr reaktivieren.
Wann läuft ein Prepaid-Vertrag ganz aus?
Wie lange ein Prepaid-Vertrag ruhen darf, bevor er anbieterseitig gekündigt wird, ist unterschiedlich. Bei manchen Providern liegt die Zeitdauer bei über einem Jahr, bei anderen bei wenigen Wochen. Wenn das für euch wichtig ist, informiert euch unbedingt beim Anbieter.
Mitunter sind Prepaid-Tarife bei Anbietern auch deutlich günstiger als jene mit Mindestvertragslaufzeit.
Ein gutes Beispiel ist hier die Deutsche Telekom: Der Netzbetreiber bietet im Prepaid-Bereich den Tarif »MagentaMobil Prepaid M« für monatlich 9,95 Euro an.
Ihr bekommt unter anderem acht Gigabyte Datenvolumen und eine Flatrate für Telefonie und SMS. Eine Anschlussgebühr gibt es nicht, die einmalige Bereitstellungsgebühr von 9,95 Euro für die SIM-Karte wird euch als Startguthaben gutgeschrieben.
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Schauen wir uns hingegen die Laufzeitverträge an, stellen wir fest: Der kleinste Tarif, MagentaMobil Basic, mit fünf Gigabyte Datenvolumen und Telefon- sowie SMS-Flat, kostet außerhalb von Preisaktionen bereits 25 Euro im Monat.
Hinzukommt eine Einrichtungsgebühr von einmalig knapp 40 Euro.
Der Tarif bietet im Prinzip die gleichen Inhalte, hält jedoch weitere Buchungsoptionen bereit, die beim Prepaid-Pendant fehlen – etwa eine MultiSIM.
Zwei weitere Vorteile von Prepaid-Verträgen:
- Bei Prepaid-Verträgen tretet ihr in keine teuren Kostenfallen, müsst also keine Angst vor hohen Rechnungen haben, weil ihr versehentlich einen In-App-Kauf getätigt oder Roaming außerhalb der EU genutzt habt. Im Zweifel wäre höchstens euer verfügbares Guthaben schneller aufgebraucht.
- Starter-Sets gibt es in fast jedem Supermarkt, Drogerie oder Tankstelle. So könnt ihr schnell eine Karte für ein Zweithandy kaufen oder auch ein anderes Mobilfunknetz testen, falls ihr bei einem Anbieter schlechten Empfang in eurer Region habt.
Viele Prepaid-Anbieter bieten mittlerweile die Option an, auf Wunsch das Guthaben automatisch vom Bankkonto abzubuchen. So braucht ihr dieses nicht in Form von Guthabenkarten kaufen und habt den gleichen Komfort wie bei Laufzeitverträgen.
Nachteile von Prepaid-Karten
Inzwischen gibt es oft die Option, eine MultiSIM zu bestellen – also mehr als eine SIM-Karte. Das ist praktisch, wenn ihr euren Tarif auch auf Smartwatches, Tablets und Co. nutzen möchtet. Diese Option steht bei den meisten Prepaid-Anbietern nicht zur Verfügung.
Solltet ihr einen Prepaid-Tarif ohne Flatrate-Angebot buchen, so gibt es immer das Risiko, dass das Guthaben plötzlich aufgebraucht ist. In diesem Fall könnte es passieren, dass ihr nicht mehr telefonieren oder surfen könnt – das ist natürlich besonders ärgerlich, wenn ihr unterwegs seid.
Bei Prepaid-Verträgen ist es nicht möglich, ein Smartphone über den Tarif mitzufinanzieren. Viele Anbieter bieten zwar günstige Budget-Modelle passend zum Prepaid-Tarif an, Top-Geräte ohne oder mit geringer einmaliger Anzahlung gibt es allerdings nur mit einem Laufzeitvertrag.
Hinzukommen tarifliche Zusatzleistungen wie bestimmte Roaming-Pakete oder HotSpot-Flatrates für die WLAN-Nutzung. Hier kann es durchaus Unterschiede zwischen den günstigen Prepaid-Tarifen und den oft teureren Postpaid-Tarifen geben.
Prepaid-Jahrestarife: Eine Alternative zum Monatstarif
Seit einigen Jahren bieten einige Provider sogenannte Jahrestarife an. Ihr bezahlt einmalig und könnt den Mobilfunktarif dann ein Jahr lang nutzen. Interessant ist diese Art von Verträgen, wenn ihr keine Lust auf monatliche Kosten habt, sondern lieber einmalig bezahlt.
Die Tarife beinhalten zumeist eine Telefon- und SMS-Flatrate sowie ein bestimmtes Kontingent an Datenvolumen, welches sich je nach Preis unterscheidet.
Das Datenvolumen lässt sich teilweise zeitlich uneingeschränkt verbrauchen. Wer nicht aufpasst, versurft das Jahreskontingent im Zweifel vor dem Ende der Laufzeit. Einige Anbieter teilen es jedoch auf die Monate auf oder bieten euch die entsprechende Option dazu an.
LTE oder 5G: Was brauche ich wirklich?
Nicht alle Provider statten ihre Prepaid-Tarife mit der 5G-Technik aus. Das kann einerseits an den Kosten liegen, andererseits auch daran, dass bestimmte Netzbetreiber die Technologie nicht für Wiederverkäufer zur Verfügung stellen.
Beispiel: Edeka Smart bietet als Wiederverkäufer im Telekom-Netz nur LTE an – 5G steht nicht zur Verfügung. Aldi Talk im O2-Netz stellt euch wiederum 5G bereit.
Die Frage ist aber, ob ihr unbedingt 5G braucht? Zunächst müsstet ihr ein entsprechendes Smartphone besitzen, welches den Netzstandard unterstützt. Ist das der Fall, so gibt es Weiteres zu beachten.
Lebt und bewegt ihr euch in einer Region, in der euer Anbieter ein gut ausgebautes LTE-Netz pflegt? Dann ist der Unterschied zu 5G in vielen Fällen gering. Die Internetgeschwindigkeiten sind meist in beiden Netzen ausreichend schnell, um Musik oder Videos zu streamen.
Profitieren würdet ihr, wenn die LTE-Mobilfunkzelle von vielen Handynutzern ausgelastet ist, die 5G-Zelle aber noch Kapazitäten hat. In diesem Fall würdet ihr höhere Download- und Upload-Geschwindigkeiten erreichen.
Gedrosselte Geschwindigkeit
Sowohl bei Prepaid- als auch günstigen Laufzeitverträgen kommt es häufig vor, dass der Anbieter die Internetgeschwindigkeit drosselt. Statt 300 Megabit pro Sekunde erhaltet ihr beispielsweise »nur« 50 Megabit pro Sekunde. Lasst euch davon jedoch nicht blenden. Die angegebenen Maximalwerte betreffen den Idealfall. Befinden sich viele Nutzer in der gleichen Funkzelle wie ihr, so fällt die Internetgeschwindigkeit häufig deutlich geringer aus. Die Unterschiede im Alltag sind oft gering bis gar nicht wahrnehmbar.
Ein Vorteil von 5G ist jedoch die geringere Latenz. Die Verzögerung bei der Datenübertragung ist somit niedriger, und Streams oder Internetseiten öffnen sich mitunter schneller.
Ein weiterer Vorteil der 5G-Nutzung liegt in einem Fall-back-Szenario. Befindet ihr euch an einem Standort, an dem ausschließlich 5G und das deutlich langsamere 2G (GPRS, EDGE) bereitsteht, so könntet ihr ohne 5G nur die 2G-Technik nutzen. Das Laden von Webseiten ist damit kaum mehr möglich, ebenso wenig das Versenden von großen Bildern oder Videos.
Ihr solltet also genau abwägen, was für euch wichtig ist. Wer in der Stadt lebt, wird in den meisten Fällen ein gut ausgebautes LTE-Netz vorfinden. In ländlichen Regionen muss das nicht zwingend der Fall sein. Hier könnte 5G für euch durchaus sinnvoll sein.
Auf den Netzkarten von O2, Vodafone und Telekom könnt ihr euch über die Netzabdeckung informieren.
Setzt ihr auf Prepaid oder nutzt ihr ausschließlich Mobilfunkverträge mit einer Laufzeit? Wo liegen für euch die jeweiligen Vor- und Nachteile? Teilt uns eure Meinung gerne in den Kommentaren mit.


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