Seit jeher spare ich mir bei meinen iPhones die Kosten für den Akkuwechsel in der Werkstatt und mache es stattdessen selbst. Zuletzt war mein iPhone 13 Pro an der Reihe, dessen Akku seit dem Kauf 2021 spürbar nachgelassen hat.
Wer schon einmal ein modernes Smartphone repariert hat, weiß: Ein aktuelles Gerät zu öffnen, ist längst nicht mehr so einfach wie früher. Das Display ist ab Werk verklebt, man braucht Hitze, Geduld und Saugnäpfe.
Nach dem Öffnen müssen die alten Klebereste abgekratzt und durch eine neue Dichtung ersetzt werden. Es gibt immer das Risiko, etwas zu beschädigen – ich bin am Ende auch nur ein Hobbybastler und kein Profi.
Vor diesem Hintergrund war mein nächster Schritt ein dämlicher Anfängerfehler: Ich habe mich von einem Schnäppchen verlocken lassen. Statt zu einem hochwertigen Ersatzakku zu greifen, bestellte ich für nur rund 15 Euro einen der günstigsten aus dem Netz. Hätte ich mal vorher nachgedacht ...
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Die Freude über den neuen Akku war kurz
Nach dem Tausch des Akkus lief zunächst alles super. Die Laufzeit war wieder deutlich besser, mitunter auch die Leistung des Handys. Die Freude darüber hielt allerdings nicht lange an.
Nicht einmal zwei Monate später war die Akkulaufzeit noch schlechter als zuvor und wenn der Batteriestand unter die 30-Prozent-Marke fiel, merkte ich auch, dass die Spannung einbrach und die Leistung des Handys deutlich schlechter wurde.
Besonders nervig: Die Prozentanzeige sprang im unteren Bereich wild herum. Stand die Anzeige gerade noch bei elf Prozent, stürzte sie binnen Sekunden auf drei Prozent, bevor das Gerät einfach ausging.
Fast ein Neukauf aus Frust
Der Schnäppchenkauf hat sich also nicht ausgezahlt und das Blöde: Eigentlich ist mir das klar, aber irgendwie hat mich das Angebot doch gekriegt – ich konnte ja etwas Geld sparen.
Ich war so genervt von der ganzen Sache, dass ich schon ein neues iPhone 17 Pro im Warenkorb hatte. Glücklicherweise hat dann aber doch der Verstand gesiegt – mein iPhone 13 Pro läuft nämlich noch sehr rund und es wäre schlicht unnötig, es für viel Geld auszutauschen.
Was habe ich also gemacht? In den sauren Apfel gebissen! Ich musste das gesamte Prozedere mit Heißluft, Saugnapf und Klebestreifen noch einmal durchlaufen. Diesmal wanderte ein vernünftiger Akku für knapp 40 Euro ins Gehäuse, der seitdem stabil seinen Dienst verrichtet.
- Ich habe den Akku bei meinem iPad Pro getauscht und kann euch nur dringend davon abraten
- Ich tausche iPhone-Akkus seit Jahren selbst – und würde euch trotzdem oft davon abraten
Darum mache ich den Akkutausch dennoch selbst
Warum ich den Akkutausch überhaupt selbst mache? Ich habe Spaß am Basteln, spare so etwas Geld und freue mich, wenn ich es am Ende selbst geschafft habe. Ja, mein iPhone zeigt an, dass die Batterie nicht original ist. Aber da ich meine Handys ohnehin nicht weiterverkaufe, ist mir das herzlich egal.
Wer den Akku am eigenen Smartphone tauschen möchte, sollte sich daher meine Lektion zu Herzen nehmen: Die meiste Arbeit und das größte Risiko stecken im Öffnen und Versiegeln des Gehäuses. Spart beim Ersatzteil nicht an der falschen Stelle, sonst bezahlt ihr die Ersparnis mit Mehrkosten, Nerven und doppelter Arbeitszeit.
Ich weiß, das ist immer leicht gesagt. Aber dieser Fall zeigt einmal mehr, dass sich das Sparen an falscher Stelle einfach nicht lohnt.

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