Handys entwickeln sich stetig weiter – Leistung, Kamera und natürlich die Displays. Letztere sind das Herzstück von Smartphones und sind sie zu dunkel, kann das bei Sonnenschein ein echter Nachteil sein, weil man nichts mehr erkennt.
Was sich in dem Bereich getan hat, merkt man schnell, wenn man ein altes Handy zur Hand nimmt.
Ich habe etwa ein altes iPhone 4 in der Schublade liegen. Lege ich das neben mein iPhone 13 Pro, dann ist der Unterschied auf der höchsten Helligkeitsstufe enorm.
Nits - die Maßeinheit für die Helligkeit
Die Helligkeit eines Displays wird in der Einheit Candela pro Quadratmeter (cd/m²) beziehungsweise Nit gemessen. Je höher dieser Wert, desto heller strahlt der Bildschirm.
Viele Hersteller geben bei den technischen Daten ihrer Handys allerdings oft mehrere Werte an. Mitunter ist die Rede von »Outdoor Brightness« oder »Peak Brightness«.
Täuschen lassen solltet ihr euch in keinem Fall von »Peak Brightness« oder zu Deutsch der »lokalen Spitzenhelligkeit«.
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Sie sagt zwar aus, wie hell ein Display maximal werden kann. Dies betrifft jedoch nur kleine Bereiche des Bildschirms und wird in der Regel nur bei der Wiedergabe von HDR-Videos erreicht.
Im Alltag und vor allem draußen bei Sonnenlicht spielt das keine Rolle. Wichtiger ist die »Outdoor Brightness«, denn hier gibt der Hersteller den Maximalwert bei direktem Sonnenschein für den ganzen Bildschirm an.
Eine vergleichbare Angebe ist auch »Max Brightness« oder »Maximale Helligkeit« – diese gilt dann ebenfalls für den gesamten Bildschirmbereich.
Richtige Einstellung wählen
In der Regel ermöglicht jedes Smartphone, die Helligkeit automatisch oder manuell zu regeln. Wenn es um die bestmögliche Ablesbarkeit im Außenbereich geht, solltet ihr das Handy die Helligkeit automatisch regeln lassen.
Einige Hersteller limitieren die Leuchtkraft nämlich im manuellen Modus, unter anderem ist das beim Nubia Z70 Ultra der Fall.
Die maximale Leuchtkraft, die das Handy nur für eine limitierte Zeitdauer ausgibt, gibt es häufig nur im Automatikmodus.
Auf einigen Android-Geräten ist in den Einstellungen zudem ein spezieller »Sonnenlicht-Modus« zu finden – etwa auf Xiaomi-Handys. Hiermit wird die maximale Helligkeit bei der Erkennung von sehr hellem Umgebungslicht noch einmal angehoben.
So viel Nits sollten Handy-Displays haben
In vielen Internetforen oder auch bei den Kollegen von 91mobiles wird eine Mindesthelligkeit von rund 600 Nits empfohlen, um Bildschirminhalte bei Sonnenlicht noch halbwegs ablesen zu können.
Das ist auch meine Erfahrung, wobei 600 Nits heutzutage schon wenig sind und das Ablesen etwas schwerfällt.
In folgendem Beispielbild habe ich verschiedene Smartphones (alt und neu) in direktes Sonnenlicht gelegt:
Auf dem Bild zu sehen (von links nach rechts):
- iPhone 4: 500 Nits
- iPhone X: 700 Nits
- iPhone 13 Pro: 1.000 Nits
Ganz links liegt das iPhone 4 mit 500 Nits – hier sieht man gut, dass man die Inhalte zwar noch ablesen kann. Angenehm ist das aber nicht.
Ab dem iPhone X mit 700 Nits klappt dies schon etwas besser, wirklich gut wird es aber erst ab dem iPhone 13 Pro (das dritte von links) mit 1.000 Nits. Das Display ist leuchtstark genug, um es gut bei Sonnenlicht ablesen zu können.
Ich nutze es oft am Fahrrad und navigiere durch die Sommersonne. Der Bildschirm lässt sich dabei problemlos ablesen.
Empfehlung: Diese Helligkeit ist zu empfehlen
Wenn ihr euer Handy-Display problemlos bei grellem Sonnenlicht ablesen können wollt, dann kauft am besten ein Smartphone mit einer Helligkeit von 1.000 Nits und mehr. Dann müsst ihr eure Augen auch bei der hellen Sommersonne nicht anstrengen.
Den Unterschied habe ich zwischen meinem iPhone X (700 Nits) und iPhone 13 Pro (1.000 Nits) deutlich wahrgenommen und ich empfinde die Leuchtkraft des 13 Pro als viel besser bei Sonnenschein.
Aktuelle Smartphones im Helligkeitsvergleich
Damit ihr eine Idee bekommt, wie hell aktuelle Smartphones strahlen, habe ich nachfolgend einige Modelle aufgelistet, die der Mittel- und Oberklasse entsprechen. Die lokale Spitzenhelligkeit ist dabei nicht berücksichtigt:
| Modell | Maximale Helligkeit |
|---|---|
| Google Pixel 8a | 1.500 Nits |
| Google Pixel 9 | 1.800 Nits |
| Google Pixel 9a | 1.800 Nits |
| Honor7 Magic Pro | 1.600 Nits |
| iPhone 16 (Pro) | 2.000 Nits |
| OnePlus 13T | 1.600 Nits |
| OnePlus 13 | 1.600 Nits |
| Oppo Find X8 Ultra | 1.600 Nits |
| Poco X7 Pro | 1.400 Nits |
| Poco F7 Pro | 1.800 Nits |
| Poco F7 Ultra | 1.800 Nits |
| Realme 14 Pro+ | 1.200 Nits |
| Samsung Galaxy A55 | 1.000 Nits |
| Samsung Galaxy A56 | 1.200 Nits |
| Samsung Galaxy A36 | 1.200 Nits |
| Samsung Galaxy S25 | 1.400 Nits |
| Sony Xperia VI | 1.300 Nits |
| Xiaomi 15 | 1.500 Nits |
Hinweis: Nicht alle Hersteller geben bei ihren Geräten die maximale Helligkeit an. Teilweise gibt es gar keine Daten, teilweise nur welche zur lokalen Spitzenhelligkeit. Die fehlenden Werte habe ich in dem Fall von GSM-Arena genommen und gerundet. Sie haben bei den Modellen entsprechende Messungen der maximalen Helligkeit auf dem gesamten Bildschirm vorgenommen.
Wichtiger Faktor: Entspiegelung
Was auch nicht zu vernachlässigen ist, sind entspiegelte Displaygläser. Nicht nur die Helligkeit ist nämlich im Außeneinsatz wichtig, sondern auch die Stärke der Spiegelung.
Samsung hat bei seiner S25-Reihe etwa eine spezielle Antireflexbeschichtung, wodurch das Display deutlich weniger reflektiert. Das macht tatsächlich einen großen Unterschied.
Wer möchte, kann zudem auch spezielle Antireflexfolien fürs eigene Smartphone-Display nachrüsten. Sie erhöhen die Ablesbarkeit durch die Verminderung von Spiegelungen ebenfalls verbessern.
Welches Smartphone nutzt ihr und seid ihr mit der Leuchtkraft des Bildschirms bei starker Sommersonne zufrieden oder bräuchtet ihr eigentlich eine höhere Helligkeit? Teilt mir eure Meinung und Erfahrungen gerne in den Kommentaren mit.



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