Mit dem Magic7 Pro schickt Honor sein neuestes Premium-Smartphone ins Rennen. Die Kombination aus leistungsstarker Hardware, KI-Funktionen und der 200-Megapixel-Kamera soll das Gerät zu einem Thronanwärter machen. Kann das gelingen?
Schließlich hat unter anderem Samsung mit seinem S25 Ultra gerade erst einen richtig starken Konkurrenten in den Handel gebracht. Zudem hat sich im Vergleich zum Vorgänger, dem Honor Magic6 Pro, auf den ersten Blick wenig getan.
Ich konnte das Honor Magic7 Pro ausführlich für euch testen. Wie sich das Handy im Alltag schlägt, lest ihr im Folgenden.
Transparenzhinweis: Honor hat mir das Magic7 Pro für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor dem Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.
Inhaltsverzeichnis
So habe ich getestet
Ich habe das Honor Magic7 Pro rund eine Woche im Alltag genutzt und dabei versucht, so viel wie möglich an diesem Gerät zu machen. Ganz ersetzen kann ich mein Hauptgerät (iPhone) nicht, da meine Kommunikation größtenteils über iMessage läuft und ich zudem verschiedene Geräte über Apple HomeKit steuere.
Spezifikationen
| Technische Daten des Honor Magic7 Pro | |
| Display | LTPO OLED, 6,8 Zoll, 1.280 x 2.800 Pixel, 1.600 Nits Helligkeit, 5.000 Nits lokale Spitzenhelligkeit,120 Hertz, Dolby Vision, HDR Vivid, Always-on |
| Abmessungen | 162,78 x 77,1 x 8,8 Millimeter |
| Gewicht | 223 Gramm |
| OS-Version | Android 15 (MagicOS 9) |
| Geplante Updates | 5 Jahre Software- und OS-Updates |
| Kamera | Weitwinkel (Hauptkamera): 50 MP, f/1.4 - f/2.0, 24mm Telezoom 3x: 200 MP, f/2.6, 72mm Ultraweitwinkel: 50 MP, f/12.0, 122 Grad Selfiekamera: 50 MP, f/2.0, 21mm |
| Prozessor / GPU | Qualcomm Snapdragon 8 Elite, Adreno 830 |
| RAM / Speicher | 512GB 12GB RAM |
| Akku | 5.270 mAh, Schnellaufladen mit bis zu 100 Watt, drahtlos mit bis zu 80 Watt |
| Display-Entsperrmethode | Ultraschall-Fingerabdrucksensor unter dem Display, Gesicht (per TOF-Sensor), PIN, Muster |
| Anschluss | USB-C 3.2, DisplayPort 1.2 |
| IP-Zertifizierung | IP68/P69 |
| Konnektivität | WiFi 7, Bluetooth 5.4, NFC, 5G, GPS + 4 weitere Satellitenortungssysteme, Infrarot |
| Farben | Lunar shadow Grey, Breeze Blue, Black |
| Preis (UVP) | 1.299 Euro |
Preis und Verfügbarkeit
Das Honor Magic7 Pro ist »Lunar Shadow Grey«, Schwarz sowie »Breeze Blue« erhältlich. Derzeit bietet der Hersteller es in Deutschland ausschließlich mit 512 Gigabyte Speicherplatz und 12 Gigabyte Arbeitsspeicher an. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 1.299 Euro, bei einigen Händlern bekommt ihr es jedoch schon bis zu 200 Euro günstiger.
Lieferumfang
Mittlerweile ist es üblich, dass selbst Top-Smartphones wenig Zubehör beiliegt. Das ist beim Honor Magic7 Pro nicht anders. In der Verpackung befinden sich lediglich ein SIM-Eject-Tool sowie ein 1 Meter langes USB-C-auf-USB-C-Ladekabel.
Zwar gibt es kaum noch Hersteller, die ihre Geräte mit einem passenden Netzteil ausliefern, beim Magic7 Pro hätte ich mir das allerdings gewünscht.
Der Grund: Das neue Modell unterstützt im Vergleich zum Vorgänger ein noch schnelleres Aufladen. Über das Ladekabel sind bis zu 100 Watt möglich – ein solch starkes Netzteil werden wohl nur die wenigsten daheim haben. Hier müsst ihr im Zweifel also nochmals gut 40 Euro investieren.
Alternativ kann das Magic7 Pro auch drahtlos mit bis zu 80 Watt aufgeladen werden. Entsprechende Qi-Ladegeräte mit dieser Leistung kosten schnell 90 Euro und mehr.
Im Gegensatz zum Nubia Z70 Ultra befindet sich keine Schutzhülle im Lieferumfang. Hier würde ich auch dazu raten, direkt beim Kauf eine solche mitzubestellen, um das Gerät vor Stürzen und Stößen zu schützen.
Eine Schutzfolie ist ab Werk aufgebracht, allerdings eine klassische dünne Folie. Solltet ihr euch einen besseren Schutz wünschen, wäre es also ratsam, eine Panzerglasfolie zu kaufen. Die Folie vom Hersteller hat in meinem Fall schon nach wenigen Tagen viele deutlich sichtbare Kratzer.
Design und Verarbeitung
Das Magic7 Pro fügt sich im Hinblick auf seine Größe und das Gewicht nahtlos in die Reihe meiner zuletzt getesteten Android-Smartphones ein. Wie auch das Nubia, Samsung oder HMD Fusion bietet es eine Displaygröße von knapp unter sieben Zoll – 6,8 sind es in diesem Fall.
Gerätemaße und Gewicht sind ebenfalls im direkten Vergleich fast identisch. Damit ist eine Einhandbedienung auch mit großen Händen schwierig. Allerdings stelle ich fest, dass das Handy dennoch gut in der Hand liegt.
Der Gehäuserahmen ist zum Display sowie zur Rückseite hin leicht abgerundet. Das macht im Vergleich zu »kantigeren« Modellen wie dem Galaxy S25 Ultra einen großen Unterschied. Trotz seiner Größe wird das Magic7 Pro so zum Handschmeichler.
Das Markenzeichen der Magic Pro-Serie ist die große Kameraeinheit, die in der oberen Mitte der Rückseite aus dem Gehäuse ragt.
Wer das Smartphone ohne Schutzhülle nutzt, findet an ihr mit den Fingern etwas Halt, allerdings kommt man auch relativ schnell mit an die Linse und sorgt für unschöne Fettschlieren.
Designtechnisch empfinde ich das Modell als sehr schick. Einerseits sieht mein Testmuster in Grau dank einer Marmorierung edel aus. Andererseits gefällt mir die Integration der Rückkamera, die sich fast schon aus dem Gehäuse zu pressen scheint.
Beim verbauten Material setzt Honor auf Glas (Front- sowie Rückseite) und Aluminium. Beim Displayglas kommt zusätzlich das »NanoCrystal Shield« zum Einsatz, das vor Kratzern, Stößen und Stürzen schützen soll. Es handelt sich also um ein Pendant zum bekannten Gorilla Glass von Corning.
Apropos robust: Das Gerät ist nicht nur nach IP68 geschützt gegen Wasser und Staub, sondern besitzt auch die IP69-Zertifizierung, welche es gegen Strahlwasser und Dampfreinigung schützt.
Den Einsatz von Aluminium beim Rahmen sehe ich kritisch. Meiner Meinung nach hätte der Hersteller in diesem Preissegment robusteren Edelstahl oder Titan einsetzen sollen. Aluminium ist deutlich anfälliger für Kratzer und Kerben.
Davon abgesehen gibt es bei der Verarbeitung keinen Grund für Kritik, sie ist makellos. Es gibt weder unschöne Spaltmaße noch scharfe Kanten. Auch die physischen Tasten sitzen stramm im Gehäuse und haben keinerlei Spiel.
Physische Knöpfe und Anschlüsse:
- Das Magic7 Pro besitzt auf der rechten Seite des Rahmens eine Lautstärkewippe sowie den Ein- und Ausschalter.
- Auf der Oberseite befinden sich ein Lautsprecher und ein Mikrofon zur Geräuschunterdrückung bei Telefonaten. Zudem gibt es hier wie beim Nubia Z70 Ultra einen Infrarot-Blaster.
- Die Unterseite beherbergt den USB-C-Anschluss, das SIM-Kartenfach mit Platz für zwei Nano-SIM-Karten, das Hauptmikrofon sowie den zweiten Lautsprecher.
Prozessor und Speicher
Honor setzt beim Magic7 Pro den Qualcomm Snapdragon 8 Elite ein. Der aktuelle Top-Chipsatz kommt unter anderem auch beim Nubia sowie beim Galaxy S25 zum Einsatz – hier allerdings in einer etwas höher getakteten »For Galaxy«-Variante.
Im Vergleich zum Magic6 Pro mit Snapdragon 8 Gen 3 ist das neue Modell somit knapp 45 Prozent schneller und bietet eine um 40 Prozent höhere Grafikleistung. Gleichzeitig sinkt der Energiebedarf.
So teste ich die Performance
Ich teste die Leistungsfähigkeit von Smartphones einerseits mit Apps und Spielen im Alltag. Gleichzeitig messe ich die CPU sowie Gesamtperformance mit den Benchmark-Apps »Geekbench 6« sowie »AnTuTu Benchmark«, um eine objektive Vergleichbarkeit zwischen Smartphones herzustellen.
Geekbench prüft die Single- und Multi-Core-Performance des Gerätes, AnTuTu die Gesamtleistung. Beide Programme geben am Ende eine Punktzahl aus und bieten auf ihrer Webseite zudem ein Ranking mit vielen anderen Geräten an.
Den Leistungsunterschied zu Samsungs eigener CPU-Variante sieht man im Benchmark-Ergebnis von Geekbench. Hier kommt das Magic7 Pro sowohl im Single- als auch im Multi-Core nicht ganz an den Konkurrenten heran.
Samsung erreichte im Single-Core 3.201, im Multi-Core 10.137 Punkte. Honor kommt auf 3.186 sowie auf 9.863 Punkte – ehrlicherweise ist der Unterschied also sehr gering und im Alltag nicht spürbar.
Überraschend fällt jedoch der Vergleich im Benchmark von AnTuTu aus: Das Tool bewertet die Gesamtleistung eines Smartphones und vergleicht unter anderem die Prozessor- und Speichergeschwindigkeit.
Hier erreicht das Magic7 Pro mit 2.765.339 Punkten ein etwas besseres Ergebnis als das S25 Ultra (2.721.019 Punkte). Womöglich verbaut Honor hier also einen etwas flotteren Speicher als Samsung.
Erhältlich ist das Smartphone in unterschiedlichen Speicherausstattungen sowie mit 12 und 16 Gigabyte Arbeitsspeicher (RAM). Aktuell ist in Deutschland jedoch nur die Variante mit 512 und 12 Gigabyte erhältlich – diese Ausstattung besitzt auch mein Testgerät.
Wichtig: Erweitern lässt sich der Gerätespeicher nicht.
Im Alltag liefert das Magic7 Pro ab: Programme oder Spieler öffnen sich schnell, weisen geringe Ladezeiten auf und auch Multitasking mit mehreren offenen Apps ist kein Problem für das Smartphone. Verzögerungen, Ruckler und Co. gibt es in der Regel nicht.
Auch bei leistungshungrigen Spielen wie »Genshin Impact« oder »Real Racing 3« spielt das Honor seine Stärke aus – alles läuft (auch dank des 120-Hertz-Displays) butterweich und auf hoher Detailstufe.
Dabei hat der Hersteller offenbar auch an ein gutes Kühlsystem gedacht. Beim längeren Spielen oder auch bei den Benchmarks wird das Gerät von außen lediglich warm, nicht aber heiß.
Display
Beim Display hat sich im Vergleich mit dem Honor Magic6 Pro kaum etwas getan. Der OLED-Bildschirm ist etwas flacher verbaut und vergrößert so das Display-zu-Gehäuse-Verhältnis von 89,9 auf 91,6 Prozent. Die verbauten Panels bieten jedoch die gleichen technischen Spezifikationen.
Aus meiner Sicht ist das in Ordnung, denn das 6,8-Zoll-Display ist top. Es bietet mit 1.280 x 2.800 Pixel (2K) eine gute Schärfe, sodass keine Pixeltreppen erkennbar sind. Zudem erreicht es im Normalbetrieb eine Spitzenhelligkeit von 1.600 Nits, wodurch es auch bei Sonnenschein problemlos ablesbar ist.
Die lokale Spitzenhelligkeit, die etwa bei der Wiedergabe von HDR-Inhalten erreicht wird, liegt sogar bei stolzen 5.000 Nits. Damit und dank der Unterstützung für HDR Vivid und Dolby Vision sehen entsprechende Videos richtig gut aus.
Zwei Dinge noch zum Display:
- Der Ultraschall-Fingerabdrucksensor liegt unter dem Display und reagiert blitzschnell, selbst bei feuchten Fingern.
- In einer pillenförmigen Aussparung sitzen Frontkamera und TOF-Sensor für die Gesichtserkennung. Damit wird letztere deutlich sicherer als über die reguläre Kamera und kann nicht durch ein Foto ausgetrickst werden. Apple setzt bei Face ID auf eine ähnliche Technik, bei Android-Geräten ist das allerdings ein Alleinstellungsmerkmal und ein großer Pluspunkt für Honor.
Akkulaufzeit
Der Hersteller greift beim Akku wie unter anderem auch Nubia oder Realme zur neuen Technologie mit Silizium-Kohlenstoff-Anode statt Lithium-Ionen.
Der Vorteil liegt darin, dass die Akkus bei gleicher Größe eine höhere Energiedichte aufweisen. So können Hersteller einerseits größere Batterien verbauen oder alternativ die Smartphones mit schlankeren Gehäusen ausstatten.
Bei der Akkugröße des Magic7 Pro gibt es eine Besonderheit. Während die globale Version des Handys einen Akku mit einer Kapazität von 5.850 Milliamperestunden besitzt, sind es bei der europäischen Version nur 5.270 Milliamperestunden – also deutlich weniger. Selbst das Vorgängermodell hatte mit 5.600 Milliamperestunden eine höhere Kapazität.
Dafür ist aber zumindest die Ladegeschwindigkeit nicht eingeschränkt. Auch wenn unter anderem das Motorola Edge 50 Pro das Aufladen mit bis zu 125 Watt unterstützt, bietet das Magic7 Pro mit bis zu 100 Watt noch immer mehr als viele andere Geräte. Samsung beispielsweise beschränkt die Leistung selbst beim S25 Ultra auf 45 Watt.
Damit ist ein leeres Magic7 Pro in einer halben Stunde wieder bei rund 90 Prozent angekommen. Auch das drahtlose Aufladen via Qi-Ladegerät geht mit bis zu 80 Watt rasant vonstatten.
So teste ich die Akkulaufzeit
Ich verwende die Android-Software »PCMark«, um einen Akkubenchmark durchzuführen und eine Vergleichbarkeit mit anderen Smartphones zu schaffen.
Die App erledigt dabei Alltagsaufgaben wie Web-Browsing, Video-Wiedergabe, Textverarbeitung und Bildbearbeitung, bis der vollständig aufgeladene Akku unter 20 Prozent fällt. Am Ende gibt das Programm eine Zeitdauer als Gesamtergebnis aus.
Obligatorischer Hinweis: Wie lange ein Handyakku im Alltag hält, ist in erster Linie von der Art der Nutzung abhängig. Wenn das Handy tagsüber viel für Mobiles Games, TikTok oder Navigation genutzt und die Bildschirmhelligkeit hochgestellt wird, muss das Gerät natürlich schneller wieder ans Ladegerät.
Das Benchmark-Ergebnis von PCMark 9 zeigt aber, dass der Hersteller ordentliche Arbeit geleistet hat. Ich habe 14:38 Stunden gemessen. Das ist gut, wenn auch keine Bestleistung. Das S25 Ultra kam zuletzt auf über 18 Stunden, das günstige HMD Fusion sogar auf über 26 Stunden.
Das Magic7 Pro liegt etwa auf dem Niveau des Galaxy S24 Ultra aus dem vergangenen Jahr. Bei einer »normalen« Alltagsnutzung sollte das Honor-Handy bis zu zwei Tage durchhalten.
Kamera
Schon der Vorgänger überzeugte meinen Kollegen Linh mit seinem tollen Kamera-Setup. Werft also gerne nochmal einen Blick auf seinen Testbericht zum Magic 6 Pro, in dem er diese genau unter die Lupe nimmt:
Im direkten Vergleich zwischen beiden Modellen hat der Hersteller das Kamerasystem nur im Detail überarbeitet. Neu ist das Zoomobjektiv mit dreifach optischem Zoom und einer Auflösung von bis zu 200 Megapixeln.
Hauptkamera, Ultraweitwinkel und Frontkamera bleiben hingegen gleich:
- Hauptkamera: 50 Megapixel, variable Blende mit f/1.4 - f/2.0
- Ultraweitwinkelkamera: 50 Megapixel, f/2.0
- Frontkamera: 50 Megapixel, f/2.0
Ich halte mich bei dem Kamerasystem deshalb kürzer:
Der Frontkamera gelingen bei Tageslicht richtig gute Aufnahmen und auch bei weniger Licht mehr als brauchbare Fotos, wie folgendes Beispiel zeigt:
Bei besserem Licht gibt es deutlich mehr Details, dennoch sind auch die Ergebnisse bei weniger Licht noch gut. (Bild: GameStar Tech)
Die 50-Megapixel-Hauptkamera mit variabler Blende liefert hervorragende Ergebnisse bei guten und weniger guten Lichtverhältnissen. Sie bietet jetzt zudem die Funktion »KI-optimiertes Porträt«, mit dessen Hilfe Porträtaufnahmen im Nachgang verbessert werden sollen.
Auch hier ein Beispiel:
Die Unterschiede fallen vor allem bei der Vergrößerung auf. Die KI schärft das Bild deutlich nach. Die Ergebnisse sind durchwachsen, beispielsweise werden Haare mitunter stark verändert, unter anderm mein Bart. (Bild: GameStar Tech)
Ich selbst würde den KI-Modus bei Porträts nicht verwenden und stattdessen die regulären Aufnahmen klassisch nachbearbeiten. Aber das ist Geschmackssache.
Der Ultraweitwinkel überzeugt mich, mit ihm gelingen wie beim S25 Ultra auch schöne Makroaufnahmen.
Herzstück des Magic7 Pro ist aber das neue Zoomobjektiv mit 200 Megapixeln Auflösung. Er besitzt wie die Hauptkamera eine optische Bildstabilisierung, mit deren Hilfe Verwacklungen verringert werden.
Dank des optischen Zooms (2x, 3x und 6x) sehen die Ergebnisse bei den jeweiligen Stufen ebenfalls richtig gut aus.
Digital ist sogar ein Zoom bis ins 100-fache möglich, hier erhält man am Ende allerdings einen Pixelbrei. Ihr solltet den Digitalzoom daher nur mit Bedacht einsetzen oder auf unterer Stufe – bis 12-fach sind die Ergebnisse noch richtig ordentlich.
Hier sind einige Beispielaufnahmen mit den verschiedenen Optiken des Kamerasystems:
Bei abendlichen Aufnahmen gelingen vor allem noch gute Fotos, wenn sich Lichtquellen im Bild befinden, allerdings überzeugte mich das S25 Ultra in dieser Disziplin noch ein My mehr.
Befinden sich nur noch entfernt Lichtquellen im Bild, wird es aber selbst für moderne Smartphones schwierig. Ich wähle für einen solchen Vergleich daher einen Standort außerhalb der Ortschaft, bei dem es nur entfernt noch kleine Lichter von Windrädern und vorbeifahrenden Autos gibt.
Hier ein Vergleich zwischen dem Honor Magic7 Pro und meinem iPhone 13 Pro. Wie man sieht, sind die Unterschiede zwar nicht riesig, dennoch kann das Honor-Smartphone bessere Ergebnisse erzielen.
Dem Magic7 Pro gelingen bei Dunkelheit noch etwas bessere Bilder als dem iPhone. (Bild: GameStar Tech)
Wie beim Vorgänger unterstützt das Smartphone Videoaufnahmen mit bis zu 4K-Auflösung und 60 Bildern pro Sekunde. Hier bieten andere Modelle mitunter mehr FPS (frames per second), beziehungsweise auch 8K.
Vorbildlich gelöst ist dafür aber die Kamera-App. Sie bietet diverse Einstellungen und Modi, ist aber auch für Anfänger einfach bedienbar über den Standardmodus »Foto«, der sich auf das Wesentliche beschränkt.
Fazit zur Kamera: Schon das Magic6 Pro war in dieser Disziplin hervorragend. Das Magic7 Pro tut es ihm gleich, bietet jedoch jetzt noch eine bessere Zoom-Optik. Wer gerne Fotos mit dem Handy aufnimmt, erhält mit diesem Smartphone ein starkes Werkzeug an die Hand.
Vor allem bei Tageslicht entstehen natürliche, scharfe Aufnahmen. In Low-Light-Situationen sehe ich aber das S25 Ultra um Haaresbreite vorn.
Lautsprecher
Wow: Das Magic7 Pro ist dermaßen laut, dass ich es auf höchster Stufe nicht aushalte. Allerdings kommt es selbst bei maximaler Lautstärke zu keiner Übersteuerung. Im direkten Vergleich zu meinem iPhone ist der Klang darüber hinaus deutlich voller.
Das Magic7 Pro bietet hier gerade im Bassbereich mehr Substanz, was vor allem bei Musik auffällt. Damit ist das Handy meiner Meinung nach bestens für Videos oder Podcasts auf der heimischen Couch geeignet.
Ich könnte mir sogar vorstellen, das Smartphone für Musik oder eben Podcasts mit in den Garten zu nehmen, anstatt einen kleinen Bluetooth-Lautsprecher mit mir herumzutragen. Für ein Handy klingt es wirklich gut.
Konnektivität
Prinzipiell findet sich in diesem Top-Smartphone alles, was man in dem Preisbereich erwartet:
- WiFi 7
- Bluetooth 5.4 mit aptX HD – einem hochwertigen Audiocodec
- NFC
- USB-C 3.2 mit DisplayPort 1.2
- GPS, GLONASS, BDS und GALILEO
Das Gerät ist auch Dual-SIM-fähig. Nutzen könnt ihr zwei SIM-Karten, entweder physisch oder auch als eSIM-Variante. Theoretisch beherrscht das Magic7 Pro auch Satellitenkommunikation. Allerdings ist diese Technik derzeit nur in China nutzbar, nicht aber in Europa.
57:53
Smartphones 2025: Werden sie die Kamera und Konsole wirklich ersetzen?
Eine Besonderheit beim Magic7 Pro: Wie das Nubia Z70 Ultra besitzt es einen Infrarot-Blaster.
Damit kann das Smartphone als Fernbedienung für Geräte verwendet werden, die diesen Standard nutzen – insbesondere Fernseher, Receiver oder DVD-Player. Eine entsprechende Fernbedienungs-App ist bereits vorinstalliert.
Was dem Modell hingegen fehlt, ist Ultrabreitband für einen schnelleren Datenaustausch zwischen Geräten sowie für eine genaue Ortung von Bluetooth-Trackern und Co.
Betriebssystem und Updates
Ausgeliefert wird das Magic7 Pro mit Android 15 samt der herstellereigenen Oberfläche MagicOS 9.
Was mir sofort auffällt: Der Hersteller hat etwas bei Apple abgeschaut. Die pillenförmige Aussparung für Frontkamera und TOF-Sensor wird auch als »Dynamic Island« verwendet und zeigt Zusatzinformationen an, unter anderem, dass ein YouTube-Video im Hintergrund läuft.
Auch sonst mutet die Aufmachung von MagicOS 9 an iOS an, vor allem das App-Management auf mehreren Homescreen-Seiten.
Bloatware-seitig gibt es einige vorinstallierte Apps, die nicht jeder braucht, darunter LinkedIn, Facebook, Booking.com oder Amazon Music. Insgesamt zähle ich neun solcher Apps, die aber bei Bedarf natürlich deinstalliert werden können.
Im Hinblick auf den Update-Support stellt sich der Hersteller ordentlich auf. Es werden vier große OS-Updates und fünf Jahre Sicherheits-Patches versprochen.
Samsung bietet allerdings nochmals mehr und versorgt seine Geräte sieben Jahre lang mit Updates (Sicherheit und OS). Ich meine: Fünf OS-Updates wären bei der Leistung drin gewesen.
KI-Funktionen
Immer mehr aktuelle Handys integrieren eine Künstliche Intelligenz, die Nutzern im Alltag unter die Arme greifen soll. Zuletzt hatte Samsung eine ganze Reihe neuer KI-Features zusammen mit der S25-Serie veröffentlicht.
In MagicOS 9 stecken ebenfalls einige nützliche Funktionen, angefangen mit einem KI-Ordner auf dem Homescreen, der häufig genutzte Apps anzeigt. Daneben erlaubt beispielsweise »Magic Portal«, Bilder, Text und mehr per Drag-and-drop zwischen Apps zu verschieben.
Weitere Funktionen sind unter anderem:
- Magischer Text: Text aus Bildern extrahieren oder mit dem Text interagieren (Nachricht, Anruf etc.).
- KI-Übersetzen: Echtzeitübersetzungen in mehreren Sprachen.
- Smart Sensing: Bildschirm beim Anschauen eingeschaltet lassen, Klingeltonlautstärke per Blick reduzieren und mehr.
- Berührungslose Gesten: Berührungsloses Scrollen, Screenshot und Zurück-Navigation per Gesten.
Natürlich darf auch ein KI-Objektradierer nicht fehlen, der beim Magic7 Pro zuverlässig seinen Dienst verrichtet. Mit ihm lassen sich Objekte oder Personen aus Aufnahmen entfernen.
Ein Beispiel:
Auch wenn der Unterschied minimal ist: Honor ersetzt die Person etwas besser und mit weniger Unschärfe als das S25 Ultra. (Bild: GameStar Tech)
Zum Objektradierer muss ich aber erwähnen: Das Ergebnis hängt stark vom jeweiligen Bild ab. Nicht bei jedem ist Honor besser als Samsung. Schlussendlich arbeiten beide Handys sehr gut und auf Augenhöhe.
Solltet ihr euch das Honor Magic7 Pro kaufen?
... Das Magic7 Pro lohnt sich für euch, wenn …
- ... Ihr ein Handy mit Top-Leistung und einer hervorragenden Kamera sucht.
- ... Ihr ein Highend-Smartphone mit toller Ausstattung sucht, welches dazu noch edel aussieht und euch praktische KI-Features an die Hand gibt.
Mögliche Alternativen zum Samsung Galaxy S25 Ultra
Samsung Galaxy S25 Ultra: Das Galaxy S25 Ultra liegt mit dem Magic7 Pro auf Augenhöhe. Es bietet den Vorteil, dass es länger mit Updates versorgt wird, zudem gibt es mit dem S Pen einen Eingabestift – falls euch so etwas wichtig ist. Auch die Akkulaufzeit ist etwas länger. Knackpunkt: Die Preise beginnen bei 1.449 Euro (UVP).
Honor Magic6 Pro: Aus meiner Sicht könnt ihr auch problemlos zum Vorgängermodell greifen. Das Smartphone ist fast genauso gut ausgestattet und verzichtet unterm Strich auf den schnelleren Prozessor und die bessere Zoom-Optik. Aktuell liegt der Preis bei rund 830 Euro.
OnePlus 13: OnePlus hat ebenfalls erst kürzlich ein neues Flaggschiff-Handy in den Handel gebracht, ebenfalls mit dem Snapdragon 8 Elite und zwölf Gigabyte RAM. Leistungstechnisch dürften sich beide Handys damit sehr ähneln. Der Preis liegt derzeit bei knapp unter 1.000 Euro.
Auch wenn Honor – so wie andere Hersteller auch – das neue Magic7 Pro im Vergleich mit dem Vorgänger nur im Detail verbessert hat: Es ist ein Top-Gerät, bei dem ich zum jetzigen Zeitpunkt wenig Verbesserungspotenzial sehe. Vor allem die Kamera hat es mir angetan, gerade im Vergleich zu meinem inzwischen über drei Jahre alten iPhone 13 Pro.
Zudem finde ich das Smartphone auch optisch sehr gelungen, nicht zuletzt die Marmoroptik der Rückseite. Mit einem Preis von 1.300 Euro (UVP) ist das Gerät kein Schnäppchen, dafür aber auch eines der aktuell besten Premium-Handys.


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