S25 Edge und iPhone 17 Air: Die spannendsten Handys 2025 sind für mich klar, aber es gibt viele Gründe, sie nicht zu kaufen

Ultradünne Smartphones wollen 2025 den Markt erobern. Autor Patrick hat große Zweifel daran.

Neugierig und dennoch sehr skeptisch: Auch wenn Autor Patrick keines der Geräte kaufen wird, bringen sie immerhin Spannung mit. (Bild: Ershad Kaleebullah) Neugierig und dennoch sehr skeptisch: Auch wenn Autor Patrick keines der Geräte kaufen wird, bringen sie immerhin Spannung mit. (Bild: Ershad Kaleebullah)

Ich sage es als Smartphone-Enthusiast: Die Neuankündigungen diverser Hersteller lassen mich kalt. Wenig Neues, mehr KI, gleicher Preis – *gähn*. Faltbare Smartphones erreichen aus ähnlichen Gründen nach Jahren nicht wie erhofft die breite Masse.

In diesem Jahr scheinen sich diverse Hersteller einen Twist ausgedacht zu haben, um die Geräte für die Käuferschaft interessanter zu machen: Sie werden ziemlich dünn. Das S25 Edge gilt inzwischen als gesetzt, ein Pendant von Apple in Form des iPhone 17 Air soll ebenfalls noch dieses Jahr auf den Markt kommen.

Für mich sind die kommenden Smartphones nicht spannend, weil ich ernsthaftes Kaufinteresse hege, sondern weil meine Zweifel am Erfolg kaum größer sein könnten.

Patrick Schneider
Patrick Schneider

Patrick hat in mehr als 15 Jahren einige Experimente mit Smartphones miterlebt. Nicht alles war schlecht, die ausfahrbare Selfie-Kamera seines alten OnePlus 8 findet er heute noch beeindruckend und praktisch. Aber nach den ersten Gerüchten über extrem dünne Smartphones bleiben bei ihm nur Zweifel, zumindest für das Jahr 2025. Die Kompromisse und der Preis werden seiner Meinung nach zu hoch sein.

Die Kompromisse sind schon jetzt offensichtlich

Das Galaxy S25 Edge zeigt bereits, worauf Interessenten verzichten müssen: Auf eine dritte Kamera. Ob Tele oder Ultra-Weitwinkel, lässt Samsung vorerst offen. Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass die Ultraweitwinkelkamera weichen wird.

Samsung hat mit »All Lenses on Prism (ALoP)« eine neue Periskopkamera entwickelt, bei der die Linsen horizontal über dem Prisma (statt vertikal im Gehäuse) angeordnet sind.

Die Beschränkung auf zwei Objektive muss nicht unbedingt schlecht sein, wenn man etwa sowieso nur die Hauptkamera (oder eines der beiden anderen Objektive) benutzt. Dennoch: Ihr büßt damit potenziell an Flexibilität zugunsten eines dünneren Gehäuses ein.

Periskop-Kamera All Lenses on Prism Periskop-Kamera All Lenses on Prism

Mit der neuen Kameratechnologie sind potenziell bessere Porträt-Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen möglich. (Samsung)

Beim iPhone 17 Air scheint Apple sogar einen noch drastischeren Weg zu gehen und nur noch auf ein einziges Objektiv zu setzen. Es besteht kein Zweifel, dass es sich dabei um die Hauptkamera handelt, wenn es denn so kommt. Übrigens soll das Apple-Handy zwischen 5,5 und 6,2 Millimeter »dick« sein.

Neben den fehlenden Kameras bleibt wohl auch die Akkulaufzeit auf der Strecke. Eine chinesische Zertifizierungsstelle gibt für das S25 Edge einen Akku mit 3786 mAh an, der mit maximal 25 Watt geladen werden kann.

Noch ist nichts in Stein gemeißelt, aber selbst wenn die Hersteller auf fortschrittliche Akkutechnologien zurückgreifen, werden die Smartphones nicht mit den Laufzeiten anderer Geräte mithalten können, die teilweise 6000 mAh überschreiten.

Auch die Kühlung eines solchen Gehäuses wirft Fragen auf.

  • Samsung verbaut in der S25-Serie eine um 40 Prozent größere Kühlkammer (Vapor Chambor), um die Kühlleistung zu verbessern.
  • Möglicherweise mogelt Samsung diese oder eine ähnliche Lösung irgendwie in das Gehäuse.
  • Eine andere Möglichkeit: Samsung drosselt den Chip, um eine zu hohe Wärmeentwicklung zu vermeiden.

Zu guter Letzt werfe ich noch das Thema Stabilität in den Ring. Wir alle erinnern uns an »Bendgate«, das mit dem iPhone 6 Plus (7,1 Millimeter dick) seinen Anfang nahm. Die Videos, in denen die teuren Handys auf dem Schrottplatz landeten, waren zwar (größtenteils) realitätsfern, zeigten aber die deutlichen Schwächen solcher Geräte auf.

Insgesamt bin ich sehr gespannt, wie die Hersteller diese Hürden meistern und nicht ob, sondern wie weit die Kompromisse gegenüber »normalen« Smartphones gehen werden.

Ein (zu) hoher Preis

Wir sind uns sicher alle einig: Günstig wird keines dieser ultradünnen Smartphones werden. Samsung hält sich bei der Preisgestaltung noch bedeckt.

Sowohl das S25 Edge als auch das iPhone 17 Air sollen Gerüchten zufolge die Preise der absoluten Top-Handys nicht übertreffen. Gleichzeitig werden sie aber wohl auch die Standardmodelle nicht unterbieten.

Es ist daher vorerst davon auszugehen, dass sie die 1000-Euro-Marke überschreiten werden. Sollte dies der Fall sein, ist der Aufpreis gegenüber den günstigeren und potenziell besseren Modellen mit der Ästhetik, die im Auge des Betrachters liegt, zu rechtfertigen.

Video starten 2:11 Galaxy S25, S25+ und S25 Ultra: So sehen die neuen Samsung-Smartphones aus

Insgesamt: kein Mehrwert

Nicht falsch verstehen: Ich bin neugierig und gleichzeitig sehr gespannt, wie uns die namhaften Hersteller die ultradünnen Smartphones schmackhaft machen wollen, welche Kompromisse eingegangen werden oder ob es am Ende nicht doch eine große Überraschung geben wird.

Technisch ist es jedenfalls beeindruckend, ein solches Gerät überhaupt fertigzustellen. Immerhin hat sich Samsung sogar eine neue Kameratechnologie einfallen lassen, die offenbar für das S25 Edge konzipiert wurde.

Zum jetzigen Zeitpunkt bin ich jedoch äußerst skeptisch und sehe außer der Ästhetik eines derart schlanken Smartphones (noch) keinen Mehrwert für den Endkunden.

Übrigens werden wohl noch weitere Hersteller auf diesen Trend aufspringen. Die Hersteller Vivo, Oppo und Xiaomi sollen an ultradünnen Handys für 2025 arbeiten. Man darf gespannt sein, was uns erwartet.

Google Pixel 8a
Google Pixel 8a
Android 15, 120 Hertz, Tensor G3, 7 Jahre Updates
Samsung Galaxy A55
Samsung Galaxy A55
One UI 6.1, 120 Hertz, Exynos 1480, 5 Jahre Updates
Nothing Phone 2a
Nothing Phone 2a
Android 14, Glyph-Interface, 120 Hertz
Xiaomi Redmi Note 13 Pro+ 5G
Xiaomi Redmi Note 13 Pro+ 5G
HyperOS 1.0, 120-Watt-Schnelladen, HDR10+, IP68
HMD Sykline
HMD Sykline
Leicht zu reparieren, 144 Hertz, gute Hauptkamera, IP54
iPHone SE 3 (2022)
iPHone SE 3 (2022)
iOS 18, Touch ID, 5-Zoll-LCD-Display
Nothing Phone 2a Plus
Nothing Phone 2a Plus
Android 14, Glyph-Interface, 50-Megapixel-Hauptkamera
Honor Magic6 Lite
Honor Magic6 Lite
Android 13, IP68, 120 Hertz, 108-Megapixel-Kamera
Xiaomi Redmi Note 13 Pro 5G
Xiaomi Redmi Note 13 Pro 5G
HyperOS, 120 Hertz, Schnelladen (67 Watt), 3,5-mm-Kopfhörer-Anschluss
Xiaomi Poco X6 Pro 5G
Xiaomi Poco X6 Pro 5G
HyperOS, 120 Hertz, Schnelladen (67 Watt), IP54
Samsung Galaxy A35
Samsung Galaxy A35
One UI 6.1, 120 Hertz, 5 Jahre Updates, IP67
CMF Phone 1
CMF Phone 1
Android 14, Rückseite anpassbar, Micro-SD-Kartenslot, kein NFC-Chip
HMD Pulse Pro
HMD Pulse Pro
Android 14, leicht zu reparieren, 90 Hertz, lange Akkulaufzeit

Wie steht ihr zu diesem Thema? Habe ich etwas übersehen und gibt es einen (großen) Mehrwert oder Vorteil gegenüber herkömmlichen Smartphones? Beobachtet ihr diese Entwicklung auch skeptisch und gleichzeitig neugierig? Würdet ihr euch so ein Handy kaufen, wenn der Preis stimmt? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare unten!

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