Die verbreiteten Hardware-Mythen rund um den PC gehen uns auch nach mehreren Ausgaben dieses Formates nicht aus. Dafür sorgt vor allem ihr mit euren zahlreichen und originellen Kommentaren. Dieses Mal widmen wir uns aber ausnahmsweise mal keinen Leser-Mythen, sondern haben in der GameStar-Redaktion herumgefragt, welche Behauptungen sie bis heute immer wieder zu hören bekommen.
Die Windows-Registry muss immer aufgeräumt sein, sonst lahmt dein System!
– Bau deinen PC lieber selbst, dann sparst du Geld!
– diese Aussagen hat wohl jeder von uns schon mehr als nur ein Mal vernommen. Doch wie viel Wahrheit ist in diesen Mythen enthalten? Oder sind sie gar komplett falsch? Um das zu klären, gehen wir den Behauptungen auf den Grund und erklären, worauf ihr tatsächlich achten müsst.
Wer die vorherigen Ausgaben noch nicht gelesen hat, sollte das unbedingt nachholen. Dort erfahrt ihr nämlich unter anderem, ob Soundkarten immer besser sind als Onboard-Chips. Außerdem klären wir (sogar per mutigem Selbstversuch), ob Windows beschädigt wird, wenn man den Rechner während eines Updates einfach ausschaltet.
Schnellnavigation:
- Mythos 1:
Die Windows-Registry muss regelmäßig entmistet werden
- Mythos 2:
Ohne Bildschirmschoner brennt der Monitor ein
- Mythos 3:
Selbstbau-PCs sind günstiger als fertige Rechner
- Mythos 4:
Der PC nimmt Schaden, wenn man ihn in den Ruhezustand versetzt, anstatt ihn herunterzufahren
- Mythos 5:
Die Festplatte zu defragmentieren, erhöht die Geschwindigkeit des PCs
Unser Mythbuster
Sören Diedrich ist freier Journalist und verhilft gerne zum Durchblick im Technik-Dschungel. Seit er vor gut 20 Jahren seinen ersten Spiele-PC zusammengebaut hat, gibt es kaum ein Hardware-Malheur, das ihm nicht selbst im Rahmen von Trial-and-Error widerfahren wäre. Rückblickend hat er sich dadurch zwar seine Sporen verdient, doch er hat nie vergessen, wie es sich anfühlt, ratlos vor dem Rechner zu sitzen und Hilfe zu suchen.
Mythos 1: Die Windows-Registry muss regelmäßig entmistet werden
Um kaum einen Bestandtteil von Windows ranken sich derart viele Mythen: der Registrierungs-Editor, für gewöhnlich einfach nur Registry genannt. An diesem sagenumwobenen Ort speichern sowohl das Betriebssystem als auch installierte Programme unzählige Einstellungen. Dies geschieht in Form von sogenannten Schlüsseln, die eine Bezeichnung tragen und mit einem bestimmten Wert, etwa einer 1 für Ja
und einer 0 für Nein
, versehen sind.
Im Laufe mehrerer Jahre kommt natürlich einiges zusammen und es dauert auch nicht lange, da umfasst die virtuelle Registratur bereits zigtausend Einträge. Dem zur Ordnung neigenden Deutschen kommt da natürlich schnell der Gedanke: Sollte ich dort mal aufräumen?
Nein, bloß nicht! Ich kann es gar nicht stark genug betonen: In der Registry hat der geneigte User in der Regel nichts zu suchen, vor allem dann nicht, wenn er gar nicht so genau weiß, was er da eigentlich anstellt. Windows ist komplex und vor allem unberechenbar. Selbst scheinbar nutzlose Einträge von Programmen, die bereits deinstalliert wurden, könnten doch noch benötigt werden, und schon entstehen die Probleme.
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