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Das Hardware-Jahr 2021 in Zahlen: Die Tops und Flops laut Steam

Das Jahr 2021 war für PC-Hardware wohl eines der schlechtesten seit langer Zeit. Doch macht sich das auch in euren Rechnern bemerkbar?

von Alexander Köpf,
23.12.2021 17:00 Uhr

Ein turbulentes Jahr neigt sich dem Ende zu. Was haben wir heuer nicht alles erlebt? Die Preise für Grafikkarten sind schier explodiert, ein Ende der Krise ist immer noch nicht abzusehen. Scalper, Kryptominer, Grafikkarten mit speziellen Begrenzern, damit sie eben nicht zum Schürfen von Kryptopgeld verwendet werden - die Liste ist traurig anzusehen.

Doch was hat sich unter der Oberfläche getan? Im Tiefenstaat der Gaming-Industrie sozusagen, der trägen Masse, sprich: bei uns Spielern? Wie zocken wir Ende 2021 im Vergleich zum Vorjahr? Welche Hardware nutzen wir? Welche PC-Komponenten sind die größten Gewinner und welche die größten Verlierer? Antworten darauf gibt uns die monatliche Steam Hardwareumfrage.

Chipkrise könnte noch ein halbes Jahrzehnt dauern   101     6

Knappe Grafikkarten

Chipkrise könnte noch ein halbes Jahrzehnt dauern

Einschränkend muss allerdings gesagt werden, dass die Daten von Steam nicht repräsentativen Kriterien entsprechen. Sie dienen Valve eigenen Angaben zufolge lediglich dazu, Entscheidungen über mögliche neue Produkte zu fällen. Dennoch sind die auch für uns ein grober Indikator für die Entwicklung bei der Gaming-Hardware.

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Grafikkarten: RTX 3000 und RX 7000 sind die größten Nicht-Gewinner

Der Elefant im Raum und gleichzeitig der wohl größte Verlierer sind die Grafikkarten von Nvidia und AMD. Obwohl Verlierer es nicht ganz trifft, konkret müssten wir wohl von Nicht-Gewinnern reden, denn den Modellen der RTX-3000- und der RX-6000-Reihe ist es gar nicht erst gelungen, Fuß in den Top 10 bei Steam zu fassen - es gab also nichts zu verlieren.

Der große Sieger ist daher ein Nicht-Verlierer: Obwohl sie immer mehr an Boden verliert, liegt auch Ende 2021 die Nvidia Geforce GTX 1060 an der Spitze der Hardwareumfrage von Steam. In einem von rund 13 Rechnern (knapp 8 Prozent) ist die mittlerweile fünf Jahre alte Pascal-Grafikkarte demnach verbaut. Ende 2020 steckte sie noch in rund 11 Prozent der überprüften Systeme.

Dezember 2021Dezember 2020
GTX 1060: 7,83 ProzentGTX 1060: 10,99 Prozent
GTX 1650: 5,88 ProzentGTX 1050 Ti: 6,25 Prozent
GTX 1050: Ti 5,73 ProzentRTX 2060: 4,69 Prozent
RTX 2060: 5,07 ProzentGTX 1650: 4,02 Prozent
GTX 1050: 3,19 ProzentGTX 1050: 3,90 Prozent

Dass sich von Nvidia ausgerechnet eine Laptop-Grafikkarte (RTX 3060 Laptop, Rang 11) vor dem ersten Desktop-Modell der aktuellen Generation (RTX 3070, Rang 12), ist bezeichnend für die Situation auf dem Grafikkartenmarkt.

Noch viel schlechter ergeht es AMD mit seinen RX-6000-Beschleunigern: Das erste und einzige RDNA2-Modell in der Steam-Liste ist die RX 6700 XT. Mit einem Anteil von 0,2 Prozent liegt sie aber nicht weit vor dem letzten Platz.

Videospeicher: Weniger wird manchmal mehr

Bei der Menge des Videospeichers hat sich zwar auch nicht viel getan, umso interessanter ist allerdings, wie sich die Änderungen verteilen:

Wie schon Ende 2020 sind auch heute 6,0 und 8,0 GByte VRAM am weitesten verbreitet. Lag der Anteil der beiden Speichergrößen zusammengenommen vor einem Jahr noch bei rund 53 Prozent, sind es heute nurmehr 46 Prozent. Die sieben Prozentpunkte Verlust verteilen sich nach oben nach unten.

Sowohl die Kapazitäten 512,0 MByte, 1,0 GByte, 2,0 GByte als auch 4,0 GByte haben zugelegt (insgesamt um knapp 4,7 Prozentpunkte). Denkbar ist, dass mehr neue Spieler hinzugekommen sind, diese aufgrund der Chipkrise und den hohen Preisen aber zu älteren, vielleicht gebrauchten Modellen gegriffen haben, die schlicht weniger Grafikspeicher bieten.

Größen oberhalb von 8,0 GByte konnten im vergangenen Jahr um glatte drei Prozentpunkte zulegen. Der Löwenanteil entfällt dabei auf 12,0 GByte (RTX 3060, RTX 3080 Ti und RX 6700 XT), und immerhin knapp 0,8 Prozent auf 24,0 GByte (RTX 3090).

Was unterscheidet Arbeitsspeicher von Grafikspeicher?   72     20

RAM vs. VRAM

Was unterscheidet Arbeitsspeicher von Grafikspeicher?

Auflösungen: Full HD hat sich festgebissen

Bei den Auflösungen gab es ebenfalls kaum Veränderungen. Mit einem Anteil von weiterhin rund zwei Dritteln ist Full HD bei Steam-Spielern am weitesten verbreitet. Tatsächlich werden aktuell sogar rund ein halbes Prozent mehr Full-HD-Spieler verzeichnet als noch im Vorjahr (67,11 versus 66,77 Prozent). Die wichtigsten Auflösungen im Überblick:

Dezember 2021Dezember 2020
1.920 x 1.080: 67,11 Prozent1.920 x 1.080: 66,77 Prozent
2.560 x 1.440: 9,06 Prozent2.560 x 1.440: 9,69 Prozent
3.840 x 2.160: 2,43 Prozent 3.840 x 2.160: 2,09 Prozent

Warum ist gerade Full HD immer noch so weit verbreitet? Bei den Grafikkarten hat es in den vergangenen zwölf Monaten keine größeren Verschiebungen in Richtung mehr Performance gegeben. In den Top 10 bei Steam befinden sich fast ausschließlich Einsteigermodelle, die sich primär an 1080p-Spieler richten. Bei vielen Notebooks kommen ebenfalls Full-HD-Displays zum Einsatz.

Prozessorkerne: Achtkernprozessoren sind die Gewinner

Nachdem sich schon bei allem, was direkt mit der Bildausgabe zu tun hat im vergangenen Jahr kaum etwas getan hat, gab es zumindest bei den Hauptprozessoren eine spürbare Verschiebung in Richtung mehr Kerne. Konkret verzeichnen CPUs mit acht Rechenwerken einen Zulauf von rund 47 Prozent (16,92 versus 11,51 Prozent).

Dezember 2021Dezember 2020
16 Kerne: 0,35 Prozent16 Kerne: 0,15 Prozent
12 Kerne: 1,19 Prozent12 Kerne: 0,67 Prozent
10 Kerne: 0,83 Prozent10 Kerne: 0,34 Prozent
8 Kerne: 16,92 Prozent8 Kerne: 11,51 Prozent
6 Kerne: 31,19 Prozent6 Kerne: 31,76 Prozent
4 Kerne: 36,12 Prozent4 Kerne: 40,19 Prozent
2 Kerne: 12,54 Prozent2 Kerne: 14,25 Prozent

Den Zahlen von Steam nach zu urteilen, sind wohl viele Nutzer direkt von vier auf acht Kernen gewechselt. Denn der prozentuale Anteil an Vierkernern ist im selben Maße gesunken, wie die Achtkerner zugelegt haben. Weiterhin dominieren Vierkernprozessoren zwar bei Steam-Spielern, der Abstand zu den Sechskernprozessoren ist jedoch deutlich kleiner geworden, während Letztere auf einem stabilen Niveau von rund 32 Prozent verharren.

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Wie viele Kerne braucht man?

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Arbeitsspeicher: 16,0 GByte sind weiterhin der Sweetspot

Eine der wenigen PC-Komponenten, die zuletzt im Preis sogar zurückgegangen ist, ist Arbeitsspeicher. Und dennoch bilden sich die moderaten Anschaffungskosten so gut wie nicht in der Steam Hardwareumfrage ab.

Weiterhin der Sweetspot sind 16,0 GByte mit einem Anteil von rund 46 Prozent (Vorjahr: 49 Prozent), gefolgt von 8,0 GByte mit einem Anteil von rund 23 Prozent (Vorjahr: 26 Prozent). Um knapp ein Drittel zugelegt haben Speichergrößen oberhalb von 16,0 GByte. In absoluten Anteilen entspricht das jedoch lediglich einem Zuwachs von etwas mehr als drei Prozentpunkten.

Windows 11: Ein guter Start für das neue Betriebssystem

Windows 11 wurde im vergangenen Juni angekündigt, die erste finale Version ist Anfang Oktober erschienen und wird für Besitzer von Windows 10 weiterhin gratis ausgerollt. Laut Steam Hardwareumfrage nutzen bereits knapp über acht Prozent der Spieler Micrsofts neues Betriebssystem. Klar an der Spitze liegt derzeit noch Windows 10 mit einem Anteil von über 83 Prozent:

Dezember 2021Dezember 2020
Windows 11 64 Bit: 8,28 ProzentWindows 11 64 Bit: -
Windows 10 64 Bit: 83,38 ProzentWindows 10 64 Bit: 91,35 Prozent
Windows 7 64 Bit: 3,34 ProzentWindows 7 64 Bit: 3,51 Prozent

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