Ich arbeite seit 2019 von zu Hause aus für die GameStar. Bei meinen Haupttätigkeiten wie dem Schreiben, der Recherche, dem Erstellen von Teaser-Bildern oder der übergreifenden Themen- und Artikelplanung ist heute wie damals keine besonders leistungsstarke Hardware nötig.
Daher hat sich mir eine Möglichkeit geboten, die ich allerdings bislang nicht ergriffen habe: auf möglichst stromeffiziente Komponenten in Form eines Notebooks zu setzen.
Wie gut das klappt und wie viel geringer meine jährlichen Stromkosten dadurch heute ungefähr sein können, habe ich mir anhand eines Praxistests mit dem Geekbook X14 Pro von Geekom näher angesehen. Es kam zwei Wochen lang als vollständiger Ersatz für meinen Desktop-PC zum Einsatz.
Find Your Next Tech: Vergesst euren Gaming-PC, wenn das bei Notebooks so weitergeht
Notebook vs. Desktop-PC: Alltagseinsatz und Stromkosten
In meinem PC-Alltag merke ich zwischen dem Notebook und meinem Desktop-Rechner keine relevanten Unterschiede.
- Egal, ob es um Ladezeiten, die flüssige Bedienung von Windows oder das generelle Bewältigen von Arbeitsaufgaben geht: Das Notebook fühlt sich quasi genauso schnell an wie mein Desktop-PC. In seltenen Fällen dauert es hier und da mal einen Moment länger, im Großen und Ganzen ist die Erfahrung aber absolut vergleichbar rund.
- Nutze ich das sparsamste Energieprofil über den Geekom PC Manager, ist das Notebook dabei die meiste Zeit über flüsterleise. Auch in diesem Punkt entspricht es weitgehend meinem Desktop-PC im Mini-ITX-Format.
- Wenn ich nach der Arbeit mal eine Runde spiele, sind das schon seit längerer Zeit nur noch technisch anspruchslose Titel wie League of Legends oder The Bazaar. Mit angeschlossenem Stromkabel und im Leistungsmodus kommt das Notebook problemlos damit zu Recht.
- Dank mitgeliefertem Adapter kann ich zusätzlich all meine gewohnte Hardware mit dem Notebook verbinden: vom LAN-Kabel über den geliebten 32:9-Monitor per HDMI bis hin zu Maus, Tastatur und Headset. Lediglich für die USB-C-Webcam reicht es nur, wenn ich das Stromkabel entferne. Aber die Kamera brauche ich im Alltag ohnehin nicht allzu oft.
Den Vergleich der wichtigsten Hardware-Komponenten von meinem Desktop-Rechner und dem Notebook seht ihr in der folgenden Tabelle:
| Mein Mini-ITX-PC | Das GeekBook X14 Pro | |
|---|---|---|
| Prozessor | Core i5 8400 (6C/6T, bis zu 4,0 GHz) | Core Ultra 9 185H (16C/22T, bis zu 5,1 GHz) |
| Grafikkarte | Geforce RTX 3080 10 GB (29,8 TFLOPS) | Intel Arc 140T (4,8 TFLOPS) |
| Arbeitsspeicher | 16,0 GByte DDR4 | 32,0 GByte LDDR5X |
Mein Mini-ITX-PC ist also bereits deutlich in die Jahre gekommen, aber für meinen Arbeitsalltag immer noch mehr als ausreichend – genau wie das GeekBook X14 Pro.
Der Stromverbrauch des Notebooks fällt aber deutlich geringer aus. Während ich bei meinem Desktop-PC während meiner Arbeit eine typische Leistungsaufnahme von etwa 75 Watt erreiche, sind es beim Notebook im Energiesparmodus weniger als 20 Watt.
Bei einem angenommenen Strompreis von 0,35 Euro pro kWh kann ich so allein in Bezug auf meine Arbeitszeit am PC etwa 35 Euro im Jahr sparen (Gesamtkosten für den Strom von ca. 45 Euro vs. Gesamtkosten von ca. 10 Euro).
Die beiden Elefanten im Raum
Die Gaming-Leistung: Wenn ihr mit eurem PC auch technisch fordernde Titel spielen wollt, braucht ihr ein schnelleres Notebook als das GeekBook. Schließlich besitzt es nur
eine iGPU, also eine in der CPU integrierte Grafikeinheit.
Allerdings können auch Gaming-Notebooks bei weniger rechenintensiven Aufgaben längst durchaus sehr effizient arbeiten, da die schnellere dedizierte GPU dann der effizienteren iGPU den Vortritt lässt.
Die Akku-Frage: Lithium-Ionen-Akkus häufig und vollständig aufzuladen, ist für ihre Langlebigkeit nicht optimal. Doch inzwischen bieten viele Notebooks die Möglichkeit, bei 80 Prozent der Akkukapazität automatisch eine Grenze zu ziehen.
Außerdem wird die Energie aus dem Stromkabel beim Erreichen der Ladegrenze im besten Fall nicht an den Akku weiter gegeben, sondern nur für den Betrieb der Hardware verwendet. Das Kabel kann dann also die ganze Zeit angeschlossen bleiben, ohne Nachteile befürchten zu müssen.
Auch Geekom empfiehlt auf meine Nachfrage hin, das Ladekabel beim GeekBook X14 im Dauerbetrieb als Desktop-Ersatz nicht zu entfernen. Eine Möglichkeit zur maximalen Aufladung des Akkus bis 80 Prozent habe ich in der Software des Geräts indes nicht gefunden.
Erkundigt euch am besten im Vorfeld eines Kaufs, ob diese Faktoren beim Notebook eurer Wahl gegeben sind.
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Fazit der Redaktion
Klar, vor sieben Jahren war Notebook-Hardware noch nicht so effizient wie heute.
Ich bin mir aber dennoch sicher, dass ich meine Arbeit auch damals mit Blick auf den Stromverbrauch bereits deutlich effizienter hätte erledigen können, wenn ich ein Notebook statt meines Desktop-Rechners verwendet hätte.
Da ich durchaus ab und an auf Reisen bin und einen Laptop für die Arbeit ohnehin gut gebrauchen kann, wäre das doppelt praktisch gewesen. So hätte ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen können, ohne ein zweites Firmengerät verwalten zu müssen und noch dazu einige Menge Strom gespart.
Mein Fall ist dafür besonders gut geeignet, da ich nach der Arbeit schon seit längerem keine technisch anspruchsvollen Spiele mehr zocke. Deshalb kann ich auf ein Notebook wie das GeekBook X14 Pro setzen, das mit den richtigen Einstellungen im Betrieb angenehm leise ist – und schön leicht.
Die Verarbeitung des Geekom-Laptops könnte aber etwas hochwertiger sein. Außerdem wünsche ich mir die Möglichkeit, das Laden des Akkus manuell auf maximal 80 Prozent zu begrenzen.
Zwei weitere Haken gibt es noch: Ich habe viel Freude daran, mir meinen eigenen Desktop-PC zusammenzustellen, was mir bei der reinen Notebook-Nutzung fehlen würde. Zu guter Letzt ist die Aufrüstbarkeit bei Laptops im Vergleich zu Desktop-Rechnern meist erheblich eingeschränkt.
Insgesamt war ich aber dennoch positiv von meinem kleinen Tausch-Experiment überrascht.

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