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Seite 2: House of the Dying Sun im Test - Im Geiste von Tie-Fighter und Freespace

Weltraumballerfreude

Und das rockt richtig! Der gedämpfte Sound der Waffen, die hydraulischen Geräusche beim Nachladen, das fiese Knistern und Knacken sowie die dumpfen Einschläge, wenn wir getroffen werden - der Sound-Teppich ist grandios. Die Grafik ist zwar verhältnismäßig minimalistisch, aber dafür gestochen scharf und die Effekte sind gelungen. Das verleiht den schnellen Dogfights genug Atmosphäre.

Sich mit gegnerischen Fliegerassen packende Jagden zu liefern ist vor allem in der virtuellen Realität atemberaubend gut. Sich mit gegnerischen Fliegerassen packende Jagden zu liefern ist vor allem in der virtuellen Realität atemberaubend gut.

Die so schon dichte Atmo wird durch Dauerspannung noch mal ordentlich aufgewertet: Innerhalb einer bestimmten Zeit müssen Hauptziel sowie im besten Fall Bonusziele erledigt werden. Meistens jagen wir einen der Verräter, zwingen ihn mit Waffengewalt, aus seinem Schiff auszusteigen und geben ihm dann in seinem Escape-Pod den Rest. Nein, nett sind wir wirklich nicht. Wir knallen auch ohne mit der Wimper zu zucken einfach mal eine Reihe Arbeiter ab, um Exempel zu statuieren. Piloten mit weniger harten Herzen lassen den Bonus hier links liegen. Wird unser eigenes Schiff hochgejagt, starten wir in einem der verbliebenen Fighter unserer Flotte. Sind alle Kampfschiffe weg, gilt die Mission als gescheitert und wir starten neu.

House of the Dying Sun - Gameplay-Trailer zur Weltraum-Action 1:06 House of the Dying Sun - Gameplay-Trailer zur Weltraum-Action

Weitere Missionen bestehen darin, Schiffe der eigenen Flotte zu eskortieren, Container zu scannen oder fliehende Gegner aufzuhalten - natürlich, indem wir sie abschießen. Brauchen wir zu lange, kündigt sich ein Flaggschiff der Verräter an. Und dann suchen wir in der Regel besser schnell das Weite, denn diese Capital Ships verarbeiten uns fix zu Weltraumstaub. In späteren Missionen und mit einer ausreichend großen Flotte können wir auch Capitals bekämpfen, allerdings sollten wir dafür schon etwas besser ausgerüstet sein.

Wenn uns irgendwann die Puste ausgeht, sollten wir andere Waffen ausrüsten oder in mächtige Upgrades investieren. Wenn uns irgendwann die Puste ausgeht, sollten wir andere Waffen ausrüsten oder in mächtige Upgrades investieren.

Um bessere Ausrüstung zu verdienen, schließen wir Missionen erfolgreich ab. Das bringt etwa bessere Waffen, die wir im Menü direkt vor Start eines Levels zuweisen können. Auch unsere Großkampfschiffe können wir konfigurieren. Zusätzlich gibt es für jedes Schiff zwei Upgrade-Slots, in denen wir Verbesserungen anbringen. Zum Beispiel verstärken wir unsere Plasmakugeln mit Rüstungsdurchschlag und Brandschaden. Oder wir nehmen eine Reparaturdrohne mit. Jedes Upgrade kostet Favor (Gunst) und die verdienen wir durch die Erledigung von Bonuszielen sowie durch die Bewältigung von Missionen in den jeweils vier Schwierigkeitsgraden.

House of the Dying Sun in VR

Das Spiel unterstützt die VR-Brillen HTC Vive und Occulus Rift. Gespielt wird mit einem Gamepad. Die Umsetzung des Spielgeschehens innerhalb der virtuellen Realität ist hervorragend gelungen, das Cockpit und die recht simplen Raumschiffmodelle sind gestochen scharf, die detailarmen Asteroiden sind in ihrer ganzen Größe ebenfalls beeindruckend, ebenso wie die gesamte Weltraumkulisse. Dass die Cockpitdetails anders als beispielsweise in EVE: Valkyrie nicht plastisch und in vollem 3D modelliert sind (wir können beispielsweise nicht hinter den Steuerknüppel schauen), tut der Atmosphäre keinen Abbruch.

Die Kämpfe im virtuellen Raum sind ungleich viel intensiver als auf einem Monitor. Zielen und schießen fällt uns sogar viel leichter, weil wir mitten im Geschehen sind. Einzelne Module lassen sich besser ausmachen und anvisieren. Und wenn ein Gegner knapp über uns hinweg zischt, ist das einer dieser vielen Momente, in denen uns der Mund offen steht. Mit einfacher Kopfbewegung schauen wir uns um und machen flüchtende Raumschiffe aus, ziehen das Raumschiff hoch, drehen uns um die eigene Achse, boosten das eigene Schiff, kommen in Schussposition und jagen das gegnerische Schiff hoch.

Auf größere Entfernungen wird die Grafik leider ein bisschen unscharf und auch in den einfach zu bedienenden Menüs ist die Schrift nur scharf und lesbar, wenn wir direkt fokussieren und den Kopf nicht bewegen. Der Mittendrin-Effekt ist in House of the Dying Sun aber bestens gelungen.

Grafisch als auch soundtechnisch fährt das Spiel immer wieder beeindruckende Effektgewitter auf. Grafisch als auch soundtechnisch fährt das Spiel immer wieder beeindruckende Effektgewitter auf.

Schwach im Umfang, toll in der virtuellen Realität

Mehr Schwierigkeitsgrade sind auch bitter nötig, denn es gibt nur 15 Missionen und die haben wir nach höchstens anderthalb Stunden durchgespielt. Höhere Schwierigkeitsgrade bringen Gegner, die besser schießen und fliegen. Ohne eine gut ausgerüstete und auf den Gegner eingestellte Flotte haben wir auf den härtesten Stufen keine Chance. Trotzdem ändern sich die Missionen nicht, die Abwechslung bleibt also schnell auf der Strecke. Immerhin gibt es noch einen Herausforderungsmodus, in dem wir gegen immer stärkere Wellen feindlicher Schiffe bestehen müssen.

Der extrem dünne Umfang ist die größte Schwachstelle des Spiels. Gleichzeitig trumpft es aber mit hervorragender Unterstützung für die beiden VR-Brillen HTC Vive und Oculus Rift auf (mehr dazu im Kasten weiter oben). Die Performance ist auch mit den Brillen bestens, wir haben keinerlei Abstürze oder ernsthafte Bugs verzeichnet.

House of the Dying Sun belebt das Genre der schnellen Dogfighting-Spiele eindrucksvoll wieder, patzt aber beim Umfang und der Story, die durchaus ein bisschen besser hätte ausgearbeitet werden können. Wer auf schnelle und actionreiche Raumschiffkämpfe steht, kann hier aber kaum etwas falsch machen.

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