Wenn ein Buch seit Monaten unangefochten auf Platz 1 der Bestseller-Liste steht, im Buchladen überall ausliegt und in so gut wie jeder Sprache verfügbar ist, hat man es mit einer echten Sensation zu tun, denn häufig passiert das nicht gerade. Doch genau so einen Hype erlebt gerade die Sudoku-Alternative Murdoku
des Autors Manuel Garand. Auch ich habe mich schon durch die Mord-Quadrate gerätselt und bin Anhänger des Hypes. Es sind bereits drei Bücher mit jeweils 80 Rätseln erschienen:
So funktioniert Murdoku
Auf den ersten Blick sehen die Rätsel genauso aus wie ein Sudoku, nur in etwas bunter. Allerdings geht es hier nicht darum, Zahlen in die richtigen Kästchen einzutragen, sondern wir müssen einen Mordfall lösen. Zu jedem Rätsel gibt es ein Rätselfeld, welches den Tatort darstellt. Der ist aufgeteilt in verschiedene Räumlichkeiten und zum Teil mit Einrichtungsgegenständen wie Pflanzen, Teppichen oder Stühlen versehen.
Unser Ziel ist es nun, anhand der Beschreibungen, alle Tatverdächtigen sowie das Opfer auf einem Feld im Raster zu platzieren. In jeder Zeile und Spalte darf immer nur eine Person stehen. Das Opfer wird immer auf dem letzten übrigen freien Feld platziert. Die Person, die mit dem Opfer im Raum ist, ist der Mörder.
Auf anspruchsvolleren Leveln kommen noch zusätzliche Regeln dazu. Außerdem müssen mehr Personen platziert werden und die Raster werden dementsprechend. An manchen Fällen hing ich mehrere Stunden fest, bevor mir die Lösung klar war. Mit 80 Rätseln pro Buch seid ihr also eine ganze Weile lang beschäftigt. Wenn ihr euch mit dem System erst einmal vertraut machen wollt, dann könnt ihr kostenlose Fälle auf der offiziellen Murdoku-Website lösen.
Holt euch hier Band 1 des Mega-HypesNeugierig geworden? Hier kommen meine drei Murdoku-Tipps
Bevor ihr euch selbst in die Kriminalfälle stürzt, lasst euch von einem erfahrenen Ermittler drei Tipps mit auf den Weg geben, die euch viele Kopfschmerzen ersparen werden:
1: Sucht zuerst die Startperson
In jedem Rätsel gibt es eine Person, die ihr von Anfang an nur auf einem bestimmten Feld stehen kann. Euer erster Schritt sollte immer sein, genau diese Person und ihr Feld ausfindig zu machen. Dann könnt ihr die ersten Felder ausschließen und von dort ausgehend weitere Personen platzieren. So spart ihr euch Herumgerate, dass sich im Endeffekt als falsch herausstellt.
2: Nutzt das Notizfeld
Auf jeder Seite im Buch steht euch ein Notizfeld in Form des Rasters zur Verfügung, in dem ihr vorab eure Vermutungen und Ideen eintragen könnt, bevor ihr sie in das große Raster überführt. Nutzt das unbedingt und legt euch auch weiteres Schmierpapier bereit. Eure Radiergummis werden es euch danken.
3: Seht euch die Größe der einzelnen Räume an
Wie viele Personen in einem Raum stehen können, hängt sehr oft davon ab, über wie viele Zeilen oder Spalten er sich erstreckt. Da sich in jeder davon nur jeweils eine Person aufhalten darf, ist es ratsam, besonders kleine Räume zuerst mit Personen zu befüllen, da so auch automatisch die größeren Räumen eingeschränkt werden.
Schnappt euch den Hype jetzt selbst bei AmazonMein Fazit: wird Murdoku dem Hype gerecht?
Sowohl in Band 1 und Band 2 habe ich bereits einige Rätsel gelöst und kann den Hype absolut nachvollziehen. Wer seinen grauen Zellen etwas Bewegung verpassen will, ist hier goldrichtig. Das Konzept bringt genau die richtige Mischung aus Vertrautheit und neuen Ideen mit sich, um schnell Fuß fassen zu können und ich denke, dass in Zukunft noch viele weitere Bände von Murdoku auf die bisherigen drei folgen werden.
Ich werde mich auf jeden Fall weiter durch Murdokus durchrätseln und wenn ihr den Hype bisher noch gar nicht mitbekommen habt, dann schaut gerne mal genauer hin, wenn ihr auch nur im Entferntesten etwas mit Logikrätseln anfangen könnt. Es wird sich für euch auszahlen.
Rätselt selbst drauf los