Dass das Filmdrehen ganz schön gefährlich werden kann, dürfte wenige überraschen. Gerade bei Action-Verfilmungen sind Verletzungen nicht immer auszuschließen, wie Lara-Croft-Darstellerin Sophie Turner erst kürzlich am eigenen Leib erfahren musste.
Aber auch Komödien sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. In heiteren Produktionen wie Malcolm Mittendrin können manche Drehs genauso heikel werden. Reese-Darsteller Justin Berfield plaudert in einem Podcast über ein Erlebnis am Set, das ihn fast das Leben kostete. Die daraus entstandene Episode wurde schließlich zu seiner Lieblingsfolge.
Eine »witzige« Geschichte
Berfeld tritt im Podcast von Joe Vulpis auf und kommt an einer Stelle auf seine Lieblingsfolge zu sprechen (ab 1:13:04):
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In der Doppelfolge »Reese bei der Army« verschwindet Reese aus dem chaotischen Familienhaus und flüchtet zum Militär. Dort geht es dem aufmüpfigen Tunichtgut aber zunächst nicht wirklich besser, denn Gehorsam, Ordnung und Disziplin sind nicht gerade seine Kernkompetenzen.
Trotzdem macht er sich mit der Zeit und wird schließlich als Fallschirmjäger nach Afghanistan geschickt. Beim Dreh einer Szene in diesem Setting wurde es dann allerdings auch für den Schauspieler ziemlich brenzlich.
Dazu gibt es eine witzige Geschichte. Ich hätte wirklich am Set dieser Folgen sterben können. [...]
Die Kamera ist auf mich gerichtet und hinter mir kann man die Stunt-Leute in der Nacht sehen, wie sie die Fallschirme ablegen. Die sind an riesigen Metallteilen befestigt, die von einem Kran gehalten werden. [...]
In der Szene laufe ich auf die Kamera zu, zum Kampf hin. Dann bekomme ich Angst, drehe mich um und laufe weg. Hinter mir hatte sich eines von diesen Dingern gelöst und hängt noch an einem Draht. [...] Dann beginnt es, in meine Richtung zu schwingen. [...]
Dieses Metallding schwingt etwa auf Brust‑ bis Kopfhöhe. Und es muss mehrere hundert Pfund gewogen haben, denn es hat einen ausgewachsenen Erwachsenen gehalten. [...] Und dann kommt es auf mich zugeschwungen. Und bis heute weiß ich nicht, wie ich das geschafft habe. Ich bin einfach instinktiv nach hinten weggekippt und zu Boden gefallen, statt mit den Händen zu blocken.
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Malcolm Mittendrin: Der erste Trailer zu den neuen Folgen für April 2026 ist endlich da und es ist genauso chaotisch wie früher
Nachdem Berfield sich auf den Rücken hat fallen lassen, griff ein Crewmitglied nach dem Metallteil, das immer noch über ihm schwing.
Der gesamte Vorgang sei laut Berfield gefilmt worden, weil die Crew zunächst gar nicht mitbekommen habe, was da gerade passiert. Der Schauspieler, der zum Zeitpunkt des Drehs noch nicht einmal 20 Jahre alt war, wurde anschließend vom Set geschickt und das Team untersuchte, was eigentlich genau passiert ist.
In seinem Trailer habe Berfield noch gedacht: »Ich glaube, ich bin gerade fast gestorben«, und als er Jahre später mit Drehbuchautor Alex Reid darüber sprach, stimmte dieser ihm zu, dass die Nummer verdammt knapp war.
Zu sehen ist davon in der fertigen Episode natürlich nichts. Berfield vermutet sogar, dass die Aufnahmen vernichtet wurden.
Dass wir diese Geschichte überhaupt zu Ohren bekommen, ist ziemliches Glück. Berfield hat in den letzten Jahren seinen Auftritt in der Öffentlichkeit komplett auf Null gefahren. Nach dem Ende von Malcolm Mittendrin legte er die Arbeit als Schauspieler nieder und kehrt jetzt für das Serien-Reboot zurück vor die Kamera. »Malcolm Mittendrin: Unfair wie immer« startet am 10. April 2026 bei Disney Plus.
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