Der Hype um Crimson Desert wuchs bis gestern immer weiter, doch jetzt kippt die Stimmung in der Community.
Pearl Abyss, die Entwickler von Crimson Desert, haben sich dazu entschlossen, ihr Spiel mit Denuvo DRM zu schützen. Diese Software soll das Spiel vor Piraterie bewahren, doch ist bei Spielern extrem unbeliebt. Das liegt allerdings nicht unbedingt am Kopierschutz selbst.
Die Community steigt jetzt auf die Barrikaden, da Denuvo dafür bekannt ist, die Performance des Spiels negativ zu beeinflussen. Hinzukommt, dass es keine offizielle Ankündigung gab. Die Einführung ist erst The Gamer aufgefallen. Entdeckt haben sie es auf SteamDB.
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Hör bitte auf, Crimson Desert, ich kann nicht mehr!
Was macht Denuvo so unbeliebt?
Denuvo ist kein klassischer Kopierschutz, sondern ein sogenanntes »Anti-Tamper«-System. Es legt eine extrem schwer zu knackende Verschlüsselung um den Code eines Spiels.
Da Denuvo den Spielcode im Hintergrund ständig ver- und entschlüsselt, verbraucht es zusätzliche CPU-Ressourcen. Das kann zu Rucklern und niedrigen FPS führen. Zusätzlich setzt Denuvo auf eine Internetverbindung, um sich regelmäßig mit dem Server zu verbinden.
Diese technischen Einschränkungen sind seit jeher unbeliebt bei Spielern, wenn sie in Videospiele eingefügt werden. Jüngere Beispiele waren Inzoi und Resident Evil 4. In beiden Fällen wurde Denuvo nach dem Fan-Aufschrei aus den Spielen entfernt. Im Fall von Resident Evil 4 wurde der Kopierschutz durch Enigma Protector DRM ersetzt, was die Performance noch schlechter gemacht hat.
Auf Nachfrage von Paul Tassi, Gaming-Redakteur bei Forbes, behauptet Pearl Abyss, dass die bisher veröffentlichten Benchmarks bereits mit Denuvo durchgeführt wurden:
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Das Video von Digital Foundry zeigt beeindruckende Grafik und gute Performance auf der PS5 Pro und deren drei Grafik-Modi:
- Performance: 60 Ziel-FPS
- Balanced: 40 ZielfFPS
- Quality: 30 Ziel-FPS
Laut Digital Foundry können die Modi die jeweils gewünschten Ziel-FPS größtenteils halten. Orte, an denen viele NPCs sind, können allerdings unter schwankenden FPS leiden.
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Wie die Performance auf dem PC abschneiden wird, ist allerdings weiterhin stark davon abhängig, wie sehr Crimson Desert die CPU belastet und welche CPU ihr verbaut habt. Mehr zu den Hardware-Anforderungen findet ihr hier.
Die Reaktion der Community
Bei der Community sorgt Denuvo bei Crimson Desert aus zwei Gründen für Aufruhr:
- Wegen Denuvo selbst und den Einschränkungen auf die Performance.
- Wegen der klammheimlichen Art, mit der es »angekündigt« wurde.
Auf diversen Plattformen finden sich Spieler, die sich über die Änderung kurz vor Release ärgern. So zum Beispiel jeffchicken im Crimson-Desert-Subreddit:
»Ich liebe Performance-Probleme als Shadow Drop«
AdOdd5121 schreibt:
»Das Spiel wird jetzt viel schlechter laufen. Es ist mies, dass sie es niemandem gesagt haben.«
Übrigens: In unserer Übersicht findet ihr alle Infos zu Release, Story & Gameplay von Crimson Desert
Andere Spieler vergleichen Crimson Desert mit Resident Evil 9, bei dem ebenfalls auf Denuvo gesetzt wird, und hoffen, dass die Performance wie in dem Horrorspiel nicht zu stark beeinträchtigt wird. Dagegen spricht allerdings, dass Crimson Desert ein Open-World-Spiel ist und deutlich mehr Ressourcen brauchen wird als das lineare Resi 9.
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