Die heiß erwartete Life-Sim Inzoi sollte ursprünglich auf den umstrittenen Kopierschutz Denuvo zurückgreifen und sorgte damit für einen Fan-Aufschrei im Internet. Der hat offenbar gewirkt, denn wie nun bekannt gegeben wurde, wird die Nutzung der Software vollständig über Bord geworfen.
Offenheit soll für kreative Ideen sorgen
Seit heute befindet sich Inzoi im Early-Access. Während die ersten Spielereindrücke auf Steam mit 88 Prozent positiven Bewertungen sehr gut ausfallen, gab es bereits im Vorfeld deutliche Kritik, vorrangig wegen dem Kopierschutz.
Jetzt hat sich der Producer und Director Hyungjun Kjun
Kim via Blog-Eintrag auf Steam persönlich an die Fans gerichtet und verkündet, dass im Early-Access doch auf die Anti-Piraterie-Software verzichtet wird. Dazu schreibt er:
In den vergangenen Tagen haben wir eine wachsende Besorgnis bezüglich der Implementierung der Denuvo-Anti-Tamper-Technologie in Inzoi wahrgenommen. (...) Die wichtigste Info vorweg: Denuvo wird in der Early-Access-Version von Inzoi nicht enthalten sein.
17:39
Inzoi im Early-Access-Test: Der Sims-Thron wackelt (noch) nicht!
Kjun führt weiter aus, warum sich überhaupt für Denuvo entschieden wurde und woher der Richtungswechsel stammt:
Ursprünglich haben wir Denuvo eingeführt, um das Spiel vor illegaler Verbreitung zu schützen. Damals waren wir überzeugt, dass dieser Schritt zur Fairness gegenüber allen Spieler und Spielerinnen beiträgt, die das Spiel regulär erworben haben. Doch nach eingehender Prüfung eures Feedbacks wurde uns bewusst, dass diese Maßnahme nicht im Einklang mit den Erwartungen unserer Community steht.
Ein Fehler unsererseits war, dass die Creative-Studio-Demo durch die Verknüpfung mit dem Haupt-Build ebenfalls mit Denuvo versehen war – ohne dass wir euch darüber informiert haben. Dafür entschuldigen wir uns aufrichtig. Ja, ohne Denuvo steigt das Risiko, dass das Spiel illegal verbreitet wird. Gleichzeitig eröffnet es aber neue Möglichkeiten: Inzoi wird freier anpassbar – und das schon von Anfang an. Wir glauben, dass genau diese Offenheit für kreative Ideen und langfristigen Spielspaß sorgt.
Weiterhin Mod-Support geplant: Kjun bestätigt außerdem, dass weiterhin an dem Plan festgehalten wird, Inzoi möglichst modding-freundlich zu gestalten. Im Mai soll die offizielle Mod-Unterstützung mit Tools wie Maya und Blender starten. Bald darauf wird der Zugang auf weitere Spielbereiche ausgeweitet.
Warum wird Denuvo kritisiert?
Der Kopierschutz Denuvo wird etwa dafür kritisiert, für Performance-Einbrüche, längere Ladezeiten und einen Online-Zwang zu sorgen sowie private Daten auszulesen und Mods zu verhindern. An vielen der Punkte ist in Wahrheit jedoch wenig dran.
So ist es zum Beispiel durchaus möglich, Mods zu nutzen, jedoch nicht alle Arten. Weiter gibt es nur einen einmaligen Online-Zwang beim ersten Start des Spiels. Weitere Infos sowie den Wahrheits-Check zu den gängigen Kritikpunkten findet ihr in unserem Denuvo-Report in der Box oben.
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