IFA 2026: Diese KI-Halskette weiß genau, was du gegessen hast – und soll damit nerviges Tracking ersparen

Die Odyss N1 erkennt eure Mahlzeiten und tracked sie konsequent, ganz ohne eigene Eingabe.

Die ODYSS N1 ist eine KI-Halskette, die automatisch erkennen soll, was, wann und wie viel man isst, und daraus Ernährungsdaten ableitet, ganz ohne manuelles Kalorienzählen oder Food-Fotos. Die ODYSS N1 ist eine KI-Halskette, die automatisch erkennen soll, was, wann und wie viel man isst, und daraus Ernährungsdaten ableitet, ganz ohne manuelles Kalorienzählen oder Food-Fotos.

Ernährungstracking kann schnell in Arbeit ausarten. Wer wirklich verstehen möchte, wie viel Protein, Fett oder Kohlenhydrate auf dem Teller landen, muss dafür ziemlich konsequent und diszipliniert sein und sein Essen abwiegen.

Dieses Problem will Odyss mit dem N1 lösen. Die weltweit erste KI-Halskette für Ernährung soll Mahlzeiten automatisch erkennen und auswerten und einem im besten Fall schon vor dem Abendessen sagen, was dem eigenen Tag noch fehlt.


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Die Halskette zeichnet eure Mahlzeiten auf

Das Prinzip ist simpel:

  • Man trägt das Odyss N1 um den Hals und lässt die Technik im Hintergrund arbeiten. Statt nach jeder Mahlzeit eine App zu öffnen oder das Essen zu fotografieren, erfasst die Halskette, was, wann und wie man isst.
  • Dafür kombiniert Odyss verschiedene Signale miteinander. Neben visuellen Informationen fließen Bewegung und das persönliche Profil und das bisherige Essverhalten in die Analyse ein.
  • Odyss bezeichnet das als multimodale Fusion. Erkennt das System beispielsweise ein bestimmtes Gericht, soll es sich nicht allein auf das Bild verlassen, sondern zusätzliche Informationen heranziehen, um Lebensmittel, Portionsgrößen und Nährwerte möglichst genau einzuordnen.

Über die Zeit entsteht zudem ein persönliches Langzeitgedächtnis. Das N1 lernt also nicht nur einzelne Mahlzeiten kennen, sondern soll zunehmend verstehen, wie der jeweilige Nutzer normalerweise isst.

Getragen wird die ODYSS N1 wie eine normale Halskette, doch mit Kamera, die aus der eigenen Perspektive Essenssituationen erfasst und die Informationen anschließend per KI auswertet. Getragen wird die ODYSS N1 wie eine normale Halskette, doch mit Kamera, die aus der eigenen Perspektive Essenssituationen erfasst und die Informationen anschließend per KI auswertet.

Nicht nur tracken, sondern die nächste Mahlzeit verbessern

Spannend finde ich deshalb vor allem, was anschließend mit den Daten passiert. In der zugehörigen App lassen sich die erfassten Mahlzeiten und verschiedene Ernährungsmetriken ansehen. Einzelne Gerichte werden aufgeschlüsselt und das System versucht, Muster im eigenen Essverhalten sichtbar zu machen.

Odyss will aber bewusst einen Schritt weitergehen. Statt am Abend lediglich festzustellen, dass beispielsweise zu wenig Protein aufgenommen wurde, soll N1 schon vorher eine konkrete Empfehlung für die nächste Mahlzeit geben können.

Ein Hinweis könnte etwa lauten, beim Abendessen noch 20 Gramm Protein einzuplanen. Aus einem Ernährungstagebuch wird damit im Idealfall ein System, das während des Tages mitlernt und seine Empfehlungen fortlaufend anpasst.

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Weniger nachdenken, mehr tracken

Ein Stück weit bleibt eine Halskette mit Kamera und KI auch eine Fashion-Entscheidung.

In meinen Augen sieht das N1 für ein Tech-Gadget überraschend schick aus. Und niemand muss es zwangsläufig vom Frühstück bis zum Schlafengehen tragen. Schon die Nutzung rund um Mahlzeiten könnte einen deutlichen Unterschied machen.

In der zugehörigen App laufen die erkannten Mahlzeiten, Mengen und Ernährungsmuster zusammen und sollen langfristig zeigen, wie man tatsächlich isst und wo sich Gewohnheiten verbessern lassen. In der zugehörigen App laufen die erkannten Mahlzeiten, Mengen und Ernährungsmuster zusammen und sollen langfristig zeigen, wie man tatsächlich isst und wo sich Gewohnheiten verbessern lassen.

Wer schon einmal versucht hat, seine Ernährung konsequent zu protokollieren, kennt das Problem: Zu Hause lässt sich noch alles wiegen und eintragen.

Im Restaurant, beim Snack unterwegs oder beim gemeinsamen Essen wird daraus schnell eine ziemlich analytische Angelegenheit. Irgendwann beschäftigt man sich mehr mit der Dokumentation des Essens als mit dem Essen selbst.

Das N1 verspricht das Gegenteil: tragen, essen und weitermachen. Keine Fotos, kein manuelles Eintragen und kein Abwiegen jeder einzelnen Zutat. Die eigentliche Erfassung rückt in den Hintergrund.

Ob die KI auch bei komplexen Gerichten und schwer erkennbaren Zutaten dauerhaft so präzise funktioniert, wie Odyss verspricht, müsste ein längerer Test zeigen.

Die Idee dahinter gefällt mir aber: Ernährungstracking wird nicht noch detaillierter und aufwendiger, sondern versucht, möglichst viel Arbeit verschwinden zu lassen. Und wenn das N1 dabei tatsächlich jeden Tag ein bisschen besser versteht, wie ich esse, könnte genau das der spannendere Fortschritt sein als die nächste Kalorien-App.


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