Manchmal schlägt das Gehirn die unwahrscheinlichsten Haken: Es waren die ersten Gerüchte wie der von The Information über Apples erstes Foldable. Und ich dachte nicht sofort an andere Klapphandys oder den Nintendos DS, sondern zu einem Film, in dem ein Charakter auf einer aufklappbaren Muschel liest.
Und da hab ich mich gefragt: Was war das eigentlich, was das Mädchen in »It Follows« verwendet hat? Dem bin ich auf den Grund gegangen.
Das Mädchen, das aus der Muschel las
Der Plot von »It Follows« ist schnell erzählt: Durch einen Fluch, den man durch Geschlechtsverkehr weitergibt, wird Protagonistin Jaime von einer unbekannten Entität verfolgt – und die hört erst auf, wenn sie ihr Opfer getötet hat, bevor sie dann zum Vorgänger übergeht.
In diesem Artikel soll es aber nicht um das Wesen gehen, sondern dieses Gadget:
Yara, eine der Figuren, hat nämlich ständig eine Muschel in der Hand, auf der sie etwas zu lesen scheint. Die ist etwa 10 x 10 Zentimeter groß und wirkt eigentlich recht unpraktisch.
Im Verlauf des Films sieht man übrigens sonst niemanden anderen außer Yara irgendein ähnliches Gerät benutzen. Also: was ist das für eine seltsame Muschel?
Die Muschel ist ein E-Reader … oder?
Wenn wir die Muschel von vorne betrachten, wird klar, was sie ist:
Die Muschel ist ein E-Reader. Oder sieht zumindest wie einer aus. Die Signalbalken oben in der Ecke lassen vermuten, dass man es wohl auch zum Telefonieren nutzen kann. Doch wo sind dann die Lautsprecher?
In diesem Twitter-Post seht ihr die Muschel noch mal in ihrer ganzen Pracht.
Link zum Twitter-Inhalt
So erklärt es der Regisseur
Regisseur David Robert Mitchell bestätigt, dass es sich bei dem vermeintlichen Weichtier um ein Handy handelt. Seine Erklärung:
Das E-Reader-Handy – oder ‘Shell Phone’ – ist kein echtes Gerät. Es ist eine Hülle aus den 60er Jahren, die wir in ein E-Reader-Handy verwandelt haben. Ich wollte moderne Dinge, aber wenn man ein bestimmtes Smartphone zeigt, ist es irgendwann veraltet. Es wäre zu real für den Film.
Kurz gesagt: Regisseur Mitchell wollte in seinem Film auf moderne Gadgets setzen, ihnen aber einen zeitlosen Look verpassen und hat sich für die Muschel von vor über 60 Jahren entschieden.
Und das hat einen Grund: »It Follows« ist ein Albtraum
Die Idee hinter der Entität stammt aus einem Albtraum des Regisseurs. Deren Hintergrund hat er mit dem Mythos um den Geschlechtsverkehr versehen. Außerdem spielt der Film selbst in einem Albtraum, was ästhetisch und musikalisch immer wieder untermalt wird – und dann passt das Shell Phone wunderbar in die herrlich bizarre Welt des Films.
Das Shell Phone gab es übrigens bereits 1987. Die Teenage Mutant Ninja Turtles nutzten ein ähnlich aussehendes Device, um mit ihrer Freundin April O’Neill zu kommunizieren.
Ob Regisseur Mitchell wohl gespickt hat?
Ich finde jedenfalls, dass das Muscheltelefon bestens in den Film passt. »It Follows« lebt davon, dass alles ein wenig komisch und unheimlich ist. Da ist ein auf einer Muschel lesendes Mädchen wohl noch das Normalste, wenn man von etwas verfolgt wird, von dem man nicht weiß, was es ist oder wie es aussieht.
Einen Grusel-Tipp aus Deutschland hab ich auch noch für euch. Die ersten drei Staffeln von »Die Geisterakten« könnt ihr kostenlos auf Prime Video anschauen, eine Low-Budget-Serie, in der Menschen an Lost Places gehen, um Geister aufzuspüren.
Wusstet ihr, dass wir gar nicht so weit von bemannten Mechas entfernt sind?
Filme und Serien überraschen uns immer wieder mit interessanten Gadgets oder nutzen unkonventionelle Methoden, um uns zum Staunen zu bringen – und manchmal braucht es dazu nicht mehr als eine Muschel. Habt ihr »It Follows« gesehen? Hat euch der Film gefallen? Habt ihr euch auch über die Handy-Muschel gewundert? Schreibt es gerne in die Kommentare.
Hinweis: Der vorangegangene Artikel war bereits zu einem früheren Zeitpunkt auf GameStar verfügbar. Wir haben ihn im Rahmen unserer aktuellen Horror-Themenwoche für euch überarbeitet und neu veröffentlicht.
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