In eigener Sache: Meltdown und Spectre - Immer davor warnen oder nicht?

Nahezu alle aktuell relevanten Prozessoren sind mehr oder weniger von den Sicherheitslücken Meltdown und Spectre betroffen. Wir möchten von euch wissen, wie wir damit in unseren Artikeln umgehen sollen.

von Nils Raettig,
12.01.2018 11:48 Uhr

Die Sicherheitslücken Meltdown und insbesondere Spectre werden voraussichtlich noch eine lange Zeit ein wichtiges Thema in der IT-Welt sein.Die Sicherheitslücken Meltdown und insbesondere Spectre werden voraussichtlich noch eine lange Zeit ein wichtiges Thema in der IT-Welt sein.

Auf GameStar.de berichten wir in vielen verschiedenen Formen von Prozessoren, etwa in News, Tests oder in unseren Kaufberatungen. In Anbetracht der jüngst bekannt gewordenen Sicherheitslücken Meltdown und Spectre bei aktuellen CPUs stellt sich da für uns die Frage, wie wir mit diesem Thema zukünftig umgehen sollen.

Unser erste Gedanke war, bei den betroffenen Artikeln stets einen Hinweis zu ergänzen, dass diese Sicherheitslücken beim Kauf (oder Besitz) eines entsprechenden Systems zu berücksichtigen sind, wobei sich die Lage hier in Zukunft durch BIOS/UEFI- und Software-Updates natürlich verändern kann.

Auf der anderen Seite hat das Thema aber so große Wellen geschlagen, dass ohnehin die meisten längst darüber Bescheid wissen sollten. Außerdem könnten solche regelmäßigen Hinweise auch den Eindruck einer unverhältnismäßig hohen Bedrohungslage durch Meltdown und Spectre erwecken, die für viele private Anwender im Alltag aller Wahrscheinlichkeit so nicht gegeben ist.

Denn einerseits scheint es alles andere als trivial zu sein, die entsprechenden Sicherheitslücken tatsächlich auszunutzen. Andererseits müssen Angreifer dafür nach unserem aktuellen Kenntnisstand bereits in der Lage dazu sein, unerwünschten Code auf dem entsprechenden PC ausführen zu können – was bei vorsichtigen Umgang mit dem Internet und heruntergeladenen Dateien eigentlich nicht ohne Weiteres gegeben sein sollte. Denn das bedeutet einen bereits im Vorfeld infizierten PC oder aber direkten Zugang dazu, nicht über das Internet.

Meltdown betrifft hauptsächlich Intel-Prozessoren, wobei das auch für die aktuelle Coffee-Lake-Generation gilt. Spectre ist dagegen für praktisch alle aktuellen (und vermutlich auch die nächsten kommenden) CPUs relevant.Meltdown betrifft hauptsächlich Intel-Prozessoren, wobei das auch für die aktuelle Coffee-Lake-Generation gilt. Spectre ist dagegen für praktisch alle aktuellen (und vermutlich auch die nächsten kommenden) CPUs relevant.

Das soll aber keine Entwarnung sein! Schließlich fällt es generell sehr schwierig einzuschätzen, wie groß das Risiko wirklich ist, Opfer einer der Sicherheitslücken zu werden. Ebenfalls nicht zu vergessen: Da mittlerweile die breite Öffentlichkeit von den Lücken weiß, gilt das auch für potenzielle Angreifer, die sich vermutlich intensiv damit auseinandersetzen werden. Außerdem steht zu befürchten, dass auch die nächsten CPU-Generationen nicht völlig vor den Sicherheitslücken gefeit sein werden, da sie auf sehr grundlegenden Arbeitsweisen aktueller Prozessoren basieren.

Aufgrund der schwierigen Lage wollen wir gerne eure Meinung zu dem Thema wissen: Wünschst ihr euch in zukünftigen Artikeln, die sich mit Prozessoren beschäftigen, stets einen entsprechenden Hinweis zu Meltdown und vor allem Spectre? Oder wäre das aus eurer Sicht zu viel des Guten?

Zu diesem Zweck haben wir eine Umfrage gestartet und freuen uns über eine möglichst rege Beteiligung. Ihr könnt natürlich auch gerne zusätzlich die Kommentarfunktion von diesem Artikel nutzen, um uns eure Gedanken zu dem Thema mitzuteilen.

Wir sind gespannt auf eure Meinungen und bedanken uns für eure Mithilfe!

Hardware-Umfrage: Immer vor Meltdown und Spectre warnen oder nicht?


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