GameStar Plus Logo
Weiter mit GameStar Plus

Wenn dir gute Spiele wichtig sind.

Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe für Rollenspiel-Helden, Hobbygeneräle und Singleplayer-Fans – von Experten, die wissen, was gespielt wird. Deine Vorteile:

Alle Artikel, Videos & Podcasts von GameStar
Frei von Banner- und Video-Werbung
Jederzeit online kündbar

Seite 2: Intel Sandy Bridge - Core i7 2600K und Core i5 2500K im Test

Neuer Sockel, neue Mainboards

Die schlechte Nachricht: Der nur knapp eineinhalb Jahre alte Sockel 1156 wird bereits wieder hinfällig, denn die Sandy-Bridge-CPUs passen nicht hinein. Stattdessen benötigen Sie den äußerlich annähernd identischen Sockel 1155. Um Verwechselungen bei den CPUs und Mainboards auszuschließen, sitzen die zwei Einkerbungen am Prozessor und die passenden Nasen am Sockel bei Sandy-Bridge-CPUs und dem Sockel 1155 an anderer Stelle als beim Sockel 1156. Die gute Nachricht: Da die Löcher im Mainboard für die Kühlerbefestigung identisch sind, passen Sockel-1156-Kühler auch auf den Sockel 1155, so dass bereits ein großes Angebot an unterschiedlichen Kühlaggregaten erhältlich ist.

Für Spieler interessante Sandy-Bridge-Mainboards sind vor allem Sockel-1155-Platinen mit H67- oder P67-Chipsatz. Während der H67 die zur Nutzung der integrierten Grafik notwendigen Ausgänge (DVI, Display Port, HDMI) mitbringt, aber keine zwei Grafikkarten per Crossfire oder SLI ansprechen kann, sieht es beim P67-Chipsatz genau umgekehrt aus. Für Übertakter ist ebenfalls nur der P67-Chipsatz interessant, da nur er die entsprechenden Einstellmöglichkeiten bietet.

Eventuell noch dieses Frühjahr soll zudem ein Z68-Chipsatz erscheinen, der sowohl Grafikausgänge als auch Crossfire und SLI sowie die erweiterten Übertaktungsfunktionen unterstützt. Beim Arbeitsspeicher bleibt dagegen alles beim Alten: DDR3-RAM bis DDR3-1333 wird offiziell unterstützt, schnellere Speichermodule lassen sich aber ebenfalls nutzen.

Übertakten eingeschränkt

Übertakten ist bei den Sandy-Bridge-CPUs nicht mehr so einfach möglich, zumindest bei allen Modellen außer den »K«-Varianten mit frei einstellbarem Multiplikator. Bei allen anderen Modellen können Sie nicht mehr so einfach wie bisher den Referenztakt erhöhen, da jetzt fast alle Komponenten von diesem abhängen. Nicht nur Prozessor und Arbeitsspeicher, auch die PCI-Express-Slots, SATA-Anschlüsse und so weiter werden durch eine Erhöhung beeinflusst und machen das System so bereits nach Steigerungen von wenigen Megahertz instabil. Die einzige Möglichkeit, die Intel Besitzern von Modellen ohne »K«-Zusatz im Zusammenspiel mit dem P67-Chipsatz bietet, ist eine Erhöhung des maximalen Turbotaktes um höchstens 400 MHz. Im Detail: ein Core i5 2500 arbeitet standardmäßig mit 3,3 GHz, der Turbo legt in der Standardeinstellung maximal 400 MHz oben drauf. Dieses Limit können Sie nun um weitere 400 MHz erhöhen. Das heißt, der Core i5 2500 arbeitet je nach Kernauslastung mit 3,3 GHz plus 400 MHz übertaktetem Turbo plus der gewöhnlichen Turbosteigerung von 100 bis 400 MHz. Bei Belastung aller vier Kerne schafft der Core i5 2500 so bis zu 3,8 GHz (3,3 GHz + 400 MHz + 100 MHz). Allerdings nicht als Standardtakt, sondern nur als Turbofrequenz, die hauptsächlich von einer adäquaten Kühlung abhängt.

Integrierte Grafik

Sandy Bridge Bei den Sandy-Bridge-Prozessoren sind alle Komponenten von den Rechenkernen über die Grafik bis hin zum Speicher-Controller in einem einzigen Silizium-Chip vereint.

Clarkdale Beim Sockel-1156-Vorgänger mit Clarkdale-Kern waren Grafikeinheit und Speicher-Controller in einem separaten Chip untergebracht (links und größer, da in 45- statt 32-nm-Strukturbreite gefertigt).

Doch was bringt die Sandy-Bridge-Mikroarchitektur Neues gegenüber den Vorgängern? Das Auffallendste ist sicherlich die Integration einer Grafikeinheit in den gleichen Siliziumchip wie die eigentliche CPU. Bei den Vorgängern saß diese noch als separater (und mit höherer Strukturbreite gefertigter) Chip neben dem Prozessor (siehe Bilder). Mittlerweile unterstützt die Einheit zudem DirectX 10.1 und HDMI 1.4a für die Wiedergabe von 3D-Filmen. Technisch gesehen sollten die meisten aktuellen Titel problemlos starten, allerdings hatte Intels Grafiktreiber in der Vergangenheit vor allem bei Spielen noch viele Probleme. Es gibt zwei Varianten der integrierten Einheit: Die schnellere HD-3000-Grafik, die bei den Desktop-Prozessoren ausschließlich in Core i7 2600K und i5 2500K sowie in allen Notebook-Modellen steckt und die nur halb so schnelle HD 2000. Wunder dürfen Sie allerdings selbst von der HD 3000 keine erwarten, auch wenn wir etwa Starcraft 2 in groben 1024x768 mit minimalen Details einigermaßen ruckelfrei spielen konnten. Trotzdem gilt nach wie vor: Wer gerne spielt, kommt um eine separate Grafikkarte keinesfalls herum.

2 von 6

nächste Seite


zu den Kommentaren (43)

Kommentare(43)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.