Lieferengpässe bei Intel CPUs - Sollen noch andauern, AMD profitiert

Intel wird auch 2019 weiterhin Schwierigkeiten damit haben, die Nachfrage nach 14-nm-CPUs zu befriedigen. Erst Ende 2019 wird Besserung erwartet.

von Sara Petzold,
13.03.2019 20:02 Uhr

Intel kämpft auch weiterhin mit Lieferngpässen bei der CPU-Produktion. Intel kämpft auch weiterhin mit Lieferngpässen bei der CPU-Produktion.

Die Engpässe bei der Versorgung mit Intel-Prozessoren am weltweiten Hardwaremarkt halten an - und könnten sich Analysten zufolge im zweiten Quartal 2019 sogar noch verschlimmern.

Wie Digitimes berichtet, wird allerdings die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage für Intel-CPUs im ersten Quartal 2019 voraussichtlich auf zwei bis drei Prozent sinken, nachdem den Herstellern in der zweiten Jahreshälfte 2018 teils etwa fünf Prozent Intel-CPUs fehlten, um ihre eigentlich geplanten Stückzahlen an PCs und Notebooks zu fertigen.

Die größte Versorgungslücke bestand bei den Core-i5-Modellen mit vier Kernen, gefolgt von der i3-, Pentium-, Celeron- sowie Atom-Serie für günstige Einsteiger-Notebooks und Chromebooks. Intel hatte die begrenzten Fertigungskapazitäten offenbar auf die höherpreisigen i7- und i9-Modelle konzentriert, da dort mehr Gewinnmarge pro Einheit möglich ist.

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Verfügbarkeit besser, Preis immer noch hoch

Nachdem die Lieferengpässe von Mitte bis Ende 2018 auch bei den separat für Selbstbau-PCs verkauften CPUs für deutlich höhere Preise sorgte, haben sich die Einzelhandelspreise von für Spieler interessanten Modellen der i5- und i7- sowie teils der i9-Serie wieder etwas erholt.

Vor allem die Verfügbarkeit ist 2019 spürbar besser geworden - trotzdem sind CPUs wie etwa der i7 8700K aktuell mit einem Preis von 400 Euro immer noch deutlich teurer als in der ersten Jahreshälfte 2018, wo der Tiefststand bei etwa 320 Euro für den i7 8700K lag.

Die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage bei den Intel-CPUs soll sich im zweiten Quartal 2019 laut Digitimes wahrscheinlich aber wieder um ein bis zwei Prozent vergrößern

AMD profitiert

Erwartungsgemäß profitiert AMD als die Alternative signifikant von Intels Lieferengpässen. Denn die OEM-Hersteller wechseln auch auf AMD-Prozessoren, vor allem bei Notebooks der Einsteigerklasse sowie Chromebooks.

AMDs Marktanteil hat sich im Mobilgerätesegment von 9,8 Prozent im ersten Quartal 2018 auf 15,8 Prozent im ersten Quartal 2019 gesteigert. Analysten erwarten überdies ein weiteres Wachstum auf 18 Prozent im zweiten Quartal 2019 - AMDs höchster erreichter Marktanteil bei Notebooks überhaupt.

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Intel wird sich etwas Marktanteil aber in der zweiten Jahreshälfte zurückholen. Denn ab Mitte 2019 wird Intel die Produktionskapazitäten für die 14-nm-Fertigung um voraussichtlich 25 Prozent erhöhen und die Lieferengpässe damit beseitigen.

Außerdem soll laut Intel ab Mitte 2019 die Massenproduktion der 10-nm-Ice-Lake-CPUs beginnen - auch wenn Intel laut Quellen der Digitimes immer noch mit anhaltenden Problemen bei der 10-nm-Fertigung zu kämpfen hat und der Branchendienst es durchaus für möglich hält, dass Intel doch direkt zu 7-nm-Fertigung wechselt.


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