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Nokia-Handys gelten als unzerstörbar, jetzt läuft darauf sogar einer der besten Shooter überhaupt - und es ist nicht Doom

Ein Solo-Entwickler bringt Half-Life auf dem Nokia N95 erstaunlich flüssig zum Laufen.

Video starten 3:40 Warum, Valve?! Seit bald 20 Jahren lässt uns Half-Life mit diesem fiesen Cliffhanger in der Luft hängen

Eigentlich hat sich ja bereits Doom den Ruf eingehandelt auf so ziemlich jedem elektronischen Gerät zu laufen - und einigen anderen Dingen. Aber da hier offenbar langsam die Ideen ausgehen, kann man sich ja auch anderen Klassikern zuwenden.

Der argentinische Entwickler Dante Leoncini hat sich Half-Life vorgeknöpft und dafür ein altes Nokia von 2007 aus der Schublade gekramt.

But does it run Half-Life?

Leoncini nutzt für seinen ungewöhnlichen Port das Nokia N95 - ein aufschiebbares Slider-Handy, das auf dem Symbian-Betriebssystem läuft. Er teilt die Fortschritte seines Projekts unter anderem auf seinem X-Account:

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Da das Nokia N95 mit Windows ausgestattet ist, konnte Leoncini auch nicht einfach auf eine emulierte Version der PC-Version von Half-Life zurückgreifen. Um den Shooter also zu portieren, hat der Entwickler die Open-Source-Engine Xash3D genutzt, die mit Valves Retro-Engine GoldSrc kompatibel ist.

An dem Nokia selbst musste er keine direkten Modifikationen vornehmen. Als Half-Life 1998 erschien, bestanden die Mindestanforderungen für das System aus einem 133-MHz-Pentium-Prozessor und 24 MB Ram - Anforderungen, die das Nokia N95 mehr als erfüllt. Es kommt – zumindest auf dem Papier – mit einer Dual-CPU mit 332 MHz und 64 MB Arbeitsspeicher.

Mittlerweile kann Leoncini Half-Life mit 30 FPS ziemlich flüssig auf dem Nokia spielen und das sogar mit Maus und Tastatur. In Zukunft plant er auch noch einen Wlan-Multiplayer und Mod Support zu integrieren.

Half-Life ist übrigens nicht das einzige Spiel, das Leoncini für das Nokia fit gemacht hat. So hat er vor kurzem erst GTA 3 ins Retro-Taschenformat gebracht und arbeitet aktuell an Rollercoaster Tycoon 2.

Mit diesen Projekten vertreibt sich Leoncini aber nicht nur die Zeit, er verfolgt auch ein bestimmtes Ziel. Er will zum Einen darauf aufmerksam machen, dass moderne Technik häufig ein Ablaufdatum hat und damit zu den Millionen Tonnen an Elektroschrott in jedem Jahr beiträgt. Sein Ziel ist es, aufzuzeigen, wie leistungsfähig alte Hardware immer noch sein kann.

Zum anderen sieht er Software, die für Videospiele und Ports genutzt wird, als eigene Kunstform. Entwickler würden hart kämpfen, um das Maximum aus Hardware herauszuholen.

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