Manchmal sind es nicht die großen neuen Features, die den Alltag mit dem iPhone angenehmer machen, sondern kleine Funktionen, die man einmal kurz ausprobiert und dann komplett vergisst.
Genau so ging es mir mit den Kontextmenüs, die erscheinen, wenn man ein App-Icon länger gedrückt hält.
Neulich habe ich diese Funktion zufällig wiederentdeckt – und seitdem frage ich mich, warum ich sie so lange ignoriert habe. Denn viele Apps bieten hier durchaus nützliche Schnellaktionen an, mit denen ihr euch ein paar Tippwege spart.
Wie ihr das Kontextmenü aufruft
Die Funktion steckt hinter dem, was Apple »Haptic Touch« nennt – ein langer Druck aufs Display.
So ruft ihr das Menü auf:
- Sucht euch auf dem Homescreen oder in der App-Mediathek die gewünschte App.
- Legt den Finger etwas länger (nicht nur kurz antippen) auf das App-Symbol.
- Nach einem kurzen haptischen Feedback öffnet sich ein kleines Menü mit Schnellaktionen.
Wichtig: Haltet nicht so lange, dass ihr direkt in den »Icons wackeln«-Modus kommt, in dem sich die Apps verschieben lassen. Meist reicht schon ein deutlich längerer Druck als beim normalen Tippen – dann meldet sich das iPhone mit einem kurzen Vibrieren und das Kontextmenü ploppt auf.
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Warum ich die Funktion komplett verdrängt hatte
Ich kann mich noch dunkel daran erinnern, dass Apple die Funktion irgendwann groß mit 3D Touch und später Haptic Touch beworben hat. Damals habe ich ein bisschen damit herumgespielt, mich kurz gefreut, dass es geht – und sie danach einfach nicht mehr genutzt.
Der Hauptgrund: Viele Apps fühlten sich für mich immer noch so an, als müsste man sie klassisch öffnen, erst durch Menüs navigieren und dort dann die gewünschte Funktion suchen. Das lag vor allem daran, dass das Menü vielerorts keinen echten Mehrwert bot.
Erst als ich neulich im App Store mal wieder nach Updates schauen wollte und statt die App zu öffnen, versehentlich länger aufs Icon gedrückt habe, ist mir aufgefallen, dass im Menü einige praktische Abkürzungen stecken.
Seitdem versuche ich bewusst, öfter den langen Druck auszuprobieren und zu schauen, was mir angeboten wird.
Diese Schnellaktionen nutze ich besonders oft
Ja – auch heute noch ist es so, dass nicht jede App die Zusatzfunktion nutzt oder dort nur Kurzbefehle hinterlegt, die ich nicht brauche. Aber insgesamt gibt es doch einige, die einen Blick wert sind.
Vor allem viele Standard-Apps von Apple haben inzwischen sinnvolle Einträge im Kontextmenü, ebenso Drittanbieter-Programme. Ein paar Beispiele, die ich im Alltag praktisch finde:
- App Store: Statt die App zu öffnen und die Updates zu suchen, könnt ihr im Menü auf »Updates« tippen und direkt zu den verfügbaren Aktualisierungen springen oder auch euer Apple-Guthaben aufladen.
- WhatsApp: Haltet ihr das WhatsApp-Icon gedrückt, könnt ihr einen neuen Chat beginnen oder die Kamera öffnen.
- Notizen: Die Notizen-App bietet mehrere Schnellaktionen, darunter: neue Notiz erstellen, eine neue Audioaufnahme starten oder direkt ein Dokument scannen.
- Kalender: Hier könnt ihr über das Icon-Menü direkt ein neues Ereignis anlegen.
- Kamera: Statt die Kamera zu öffnen und dann den Modus zu wechseln, könnt ihr euch für Selfie, Porträt oder Video entscheiden.
- Google Maps: Die Karten-App ermöglicht über das Kontextmenü beispielsweise, den eigenen Standort zu teilen oder gespeicherte Orte aufzurufen.
- Google-App: Über einen langen Druck könnt ihr eine Schnell- oder eine Sprachsuche starten.
- Amazon: Bei Shopping-Apps könnt ihr etwa zu den Angeboten des Tages oder euren Bestellungen springen.
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Tipp: Testet eure wichtigsten Apps einmal durch
Falls ihr die Funktion – so wie ich – länger ignoriert habt, könnt ihr euch einmal bewusst ein paar Minuten Zeit nehmen und eure wichtigsten Apps durchprobieren.
Mein Vorgehen sieht so aus:
- Ich schaue mir den Homescreen an und gehe meine wichtigsten Apps durch.
- Bei jedem Icon halte ich den Finger kurz länger darauf und schaue, ob das Kontextmenü sinnvolle Schnellaktionen bietet.
- Alles, was sinnvoll wirkt (»Neuer Chat«, »Neue Notiz«, »Neuer Termin«), versuche ich im Nachhinein bewusst zu verwenden, damit ich es nicht direkt wieder vergesse.
Nach ein paar Tagen merke ich dann, welche Schnellaktionen tatsächlich in den Alltag passen und welche keinen wirklichen Vorteil bringen. Bei mir sind vor allem App Store, Erinnerungen und Kalender hängen geblieben – also die Apps, die ohnehin oft im Einsatz sind.
Für mich ist diese unscheinbare Funktion vom vergessenen Gimmick zu einem der kleinen Helfer geworden, den ich nicht missen möchte.
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