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Harry Potter: Allein für das Quidditch-Spiel in der ersten Staffel der HBO-Serie wurde über sieben Stunden lang gedreht

Für das erste Quidditch-Match von Harry Potter im Serien-Remake hat HBO gewaltigen Aufwand betrieben. Allein von den Publikumsreaktionen auf den Rängen existieren sieben Stunden Rohmaterial.

Das Quidditch-Match findet in der Mitte des ersten Buchs statt, in der HBO-Serie hingegen erst in der vorletzten Folge. Bildquelle: HBO Das Quidditch-Match findet in der Mitte des ersten Buchs statt, in der HBO-Serie hingegen erst in der vorletzten Folge. Bildquelle: HBO

Wenn die neue Harry-Potter-Serie Weihnachten 2026 bei HBO startet, schaut die Welt ganz genau hin - schließlich muss sie sich mit einigen der beliebtesten Filme aller Zeiten messen. Wie intensiv die Produktion hinter den Kulissen abläuft, hat Chef-Kameramann Adriano Goldman jetzt in einem ausführlichen Gespräch enthüllt.

Sieben Stunden Jubel für ein einziges Quidditch-Spiel

Goldman, der bereits bei Produktionen wie Andor oder The Crown für die Optik verantwortlich war, führt bei vier der insgesamt acht Folgen der ersten Staffel die Kamera. Im Gespräch auf dem YouTube-Kanal des brasilianischen Regisseurs André Pilli lieferte er einen spannenden Einblick in die Dreharbeiten.

Video starten 2:04 Harry Potter: HBO zeigt endlich den ersten Trailer zur neuen Zauberer-Serie – und wir müssen nur noch bis Weihnachten warten!

Das erste Quidditch-Spiel von Harry bekommen wir in der vorletzten Folge zu sehen, also in Episode 7: Um die Stimmung im Stadion einzufangen, hat das Produktionsteam an einem einzigen Drehtag über sieben Stunden Filmmaterial aufgezeichnet:

Die Leute haben in Folge 7 ein Quidditch-Spiel inszeniert – eines, das ich zwar nicht gefilmt habe, bei dessen Vorbereitung ich aber geholfen habe. Und allein für die Reaktionen des Publikums auf dieses Spiel haben sie an einem einzigen Tag sieben Stunden Material gedreht. Sieben Stunden! Wahnsinn. Da gibt es einfach keine Möglichkeit, die besten Momente herauszusuchen. Keine Chance, keine Chance, keine Chance, keine Chance, keine Chance.

An solchen Tagen werde ich dann fast wahnsinnig, weil ich mir denke: Nein, mehr ist eben nicht immer mehr, oder? Es kann tatsächlich zum Problem werden. Dieses ständige »Kamera nicht aus, Kamera nicht aus, Kamera nicht aus« beziehungsweise »Weiterlaufen lassen, weiterlaufen lassen, weiterlaufen lassen« war für mich zwar in Ordnung, aber eure Cutter werden eure Lieblingsaufnahme nicht finden, wenn sie in einem Clip mit 15 Takes steckt.

In diesem ganzen Geschäft mit Kino oder industriell produzierten Fernsehserien – nennen wir es mal so – steckt also ein Prozess, der in dieser Hinsicht beinahe selbstzerstörerisch ist. Denn man produziert irgendwann so viel Material, dass es später weder sinnvoll verwendet noch überhaupt wiedergefunden werden kann.

Die gewaltigen Materialmengen sind allerdings nur eine von vielen Herausforderungen am Set. Goldman sprach im Interview offen über die extrem straffen Zeitpläne, die der Dreh mit sich bringt.

Da die drei Hauptdarsteller Dominic McLaughlin (Harry Potter), Alastair Stout (Ron Weasley) und Arabella Stanton (Hermione Granger) im echten Leben noch zur Schule gehen, gelten für sie strenge Arbeitszeitregeln. Pro Drehsitzung stehen die Nachwuchsschauspieler oft nur knapp anderthalb Stunden vor der Kamera. Warum das für die Crew zum Problem wurde, lest ihr oben in der Link-Box.