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Seite 2: Journey of a Roach im Test - Schabe fertig!

Wo ist nochmal unten?

Im Grunde wäre das auch schnell erledigt. Ein zerfasertes Spinnennetz mit Nähgarn zu flicken, um eines der Kleinen einzufangen - diese Aufgabe lösen wir im Vorbeigehen. Etwas verquere Adventure-Logik braucht es dann aber, um auf Anhieb auf die Idee zu kommen, als Spielfigur selbst in die Waschmanische zu steigen, um ein an uns klebendes Fliegenbaby wieder abzulösen, dass wir mit Fliegenleim einfangen wollten.

Das besagte Nähgarn liegt oben auf einem Regal, das vom Boden aus unerreichbar ist. Durch Krackseln an Wand und Decke allerdings, ist dies kein aussichtsloses Problem mehr und die aufgewickelte Wolle landet schnurstracks im Inventar. Das Rätseldesign wird dabei angenehm um die neuen Kopfüber-Wege erweitert.

Trotz Übersichtskarte tritt manchmal Orientierungslosigkeit ein. Trotz Übersichtskarte tritt manchmal Orientierungslosigkeit ein.

Zugleicht kann man sich deswegen aber leicht in den immer größer werdenden Levels verlieren. Die Übersichtskarte fördert zwar in manchen Situationen die Orientierung, hilft aber auch nicht bei schmalen Wegen, die infolge des 3D-Spaziergangs vergessen werden oder gar im Verborgenen liegen. Zudem hängt man hin und wieder fest, da die benötigten Objekte auf den ersten Blick nicht als nutzbar zu erkennen sind. Da hilft natürlich eine nützliche Hotspot-Anzeige, die aber in diesem 3D-Krabbler nur aus kleinen Dreiecken besteht, die in der herausgezoomten Perspektive mitunter schwer erkennbar sind.

Krabbelnd und sympathisch

Lobenswert ist derweil der ganz eigene Präsentationsstil des Spiels. Insbesondere die im Stil von Konzeptgrafiken gehaltenen Zwischensequenzen versprühen eine Menge Witz und machen das Beste aus einem erkennbar niedrigem Budget. Das gilt leider nur mit Einschränkungen auch für die 3D-Optik des Spiels selbst. Zwar machen die putzigen Schauplätze einiges wett, doch strahlen sie nicht denselben Charme aus. Die Charaktere sind teils zu detailarm und die Texturen zu schwammig.

Immerhin trösten niedliche Animationen und originelle Einfälle über die technischen Mängel hinweg. Das Adventure will und kann kein Grafikblender sein, ist dafür aber in sich stimmig und verniedlicht die Postapokalypse im tollen Comic-Flair.

Die Sprechblasen sind Dialogersatz und geben nützliche Tipps Die Sprechblasen sind Dialogersatz und geben nützliche Tipps

Ganz besonders bleibt das Aufgebot an ulkigen Charakteren im Gedächtnis. In diesem Abenteuer laufen einem einfach herrlich schräge Typen über den Weg: Eine Assel als Mafia-Boos, eine Spinne als Pirat oder kontroll-erpichte Soldaten-Ameisen. Leider trifft der Spieler nur noch auf eine Hand voll weiterer Nebendarsteller. Schade, da allesamt herzallerliebst sind und den Ekel vergessen lassen den solche Kriechtiere normalerweise auslösen.

Überhaupt ist das Spiel extrem kurz geraten. Selbst bei gemütlichem Vorgehen, ist man kaum länger als drei-vier Stunden beschäftigt. Der niedrige Kaufpreis von rund 20 Euro macht das wieder wett, aber das Abenteuer mit seinen wenigen Schauplätzen wirkt dadurch insgesamt doch etwas knapp bemessen.

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